Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch beflügelt von starken Bankentiteln klar im Plus geschlossen. Nach einem freundlichen Auftakt stieg der SMI im Verlauf des Vormittags über 6'600 Punkte und konnte deutlich über dieser Marke schliessen. Unterstützung erhielt der Schweizer Markt wie auch die anderen europäischen Börsenplätze von der erfolgreichen Auktion portugiesischer Staatsanleihen sowie von den Hoffnungen auf eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms.
Mit der gelungenen Anleihen-Platzierung durch Portugal entfielen Gründe für fallende Kurse an den Aktienmärkten, gab sich ein Marktteilnehmer erleichtert. Besonders die Bankentitel profitierten von den nachlassenden Sorgen um die Eurozone. Sie wurden am Nachmittag auch noch von einer möglichen Dividendenerhöhung bei JP Morgan unterstützt. Kaum Einfluss hatten diverse am Nachmittag veröffentlichte US-Konjunkturzahlen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI gewann am Ende 1,21% auf 6'613,75 Punkten und schloss damit nahe am Tageshöchstwert von 6'617 Stellen. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,48% auf 1'054,13 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,19% auf 5'936,84 Punkte.
Die stärksten Avancen zeigten die Bankentitel, wobei zuletzt UBS (+4,3%) am deutlichsten zulegten. Julius Bär gewannen 3,9% und CS schlossen 3,8% im Plus. In einer Studie von JP Morgan zu den europäischen Investmentbanken waren sowohl UBS als auch CS als "Top Picks" eingestuft worden. Der Konzernchef von JP Morgan unterstützte die positive Stimmung für die Banken mit lautem Nachdenken über eine Erhöhung der Ausschüttung. Auch Swiss Re (+2,6%) legte stark zu.
Mithalten mit den Finanzwerten konnten einzig die Medtech-Titel Nobel Biocare (+3,8%) und Sonova (+3,7%). Die Commerzbank erhöhte das Kursziel für die Nobel Biocare-Aktien leicht. Marktbeobachter verwiesen aber auch auf eine wohlwollende Medtech-Studie der Deutschen Bank.
Erneut stark zeigten sich Transocean (+2,0%), die Aufwind von einem US-Kommissionsbericht zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erhielten. Der Bericht sehe die Ursachen für das Unglück eher in systematischen Fehlern der Offshore-Bohrungspraxis sowie in den Regulierungen und verzichte auf eine simple Beschuldigung von einzelnen Akteuren, kommentierten Analysten.
Auch die zyklischen Titel von ABB (+2,0%) waren gesucht. Am Markt wurde unter anderem auf positive Aussagen des Konkurrenten Siemens verwiesen. Bei Richemont (+2,0%) wurde das Interesse der Anleger am Markt mit der bevorstehenden Zahlenveröffentlichung zum dritten Quartal am Montag begründet, für welche die Erwartungen gestiegen seien.
Deutlich im Plus schlossen auch Roche (+1,8%), während Novartis um 0,4% zulegten. Laut Marktgerüchten war am Vortag ein mehrtägiger Verkaufsauftrag für Roche-Titel abgeschlossen worden. Ein Branchenbericht von Macquarie zu den europäischen Pharmawerten fiel positiv aus, wobei Novartis von den Analysten als einer der "Top Picks" des Sektors genannt wurde.
Zu den wenigen Verlierern gehörten Nestlé (-0,4%). Händler sprachen von Umschichten aus defensiven Papieren in zyklische Werte. Die grössten Verluste unter den SMI/SLI-Titeln erlitten Clariant (-2,2%). Am Nachmittag setzten Gerüchte einer bevorstehenden Gewinnwarnung den Papieren zu, die allerdings von Clariant dementiert wurden.
Im breiten Markt legten Barry Callebaut (+4,8%) nach Q1-Zahlen stark zu. Der weltgrösste Schokoladeproduzent hat die Vorgaben der Analysten deutlich übertroffen. Die heutigen Kursgewinne seien allerdings auch auf die schwache Performance der Aktie in den letzten Wochen zurückzuführen, meinten Händler.
Grosse Verluste verzeichneten dagegen Ascom (-6,0%), wo CEO Riet Cadonau seinen Abgang bekanntgegeben hat. Die neuen Mittelfristziele des Berner Unternehmens hätten auf die Kursentwicklung dagegen kaum einen Einfluss, hiess es.
tp/gab

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???