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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Klar tiefer - Portugal und Griechenland belasten

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 18:10 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag deutlich tiefer, nahe den Tagestiefstständen geschlossen. Der Handel mit Aktien war geprägt von den Sorgen um Griechenland und Portugal. Der Markt sei weiterhin beunruhigt angesichts der Diskussionen um das Rettungspakt für Griechenland, so ein Händler. Die gestiegenen Risikoaufschläge auf griechische Staatsanleihen seien ein Indiz dafür.
Die Agentur Standard & Poor's stufte das Kreditrating für Griechenland kurz vor Europaschluss ab. Bereits am späten Nachmittag belastete die Abstufung des S&P-Kreditratings für Portugal das Sentiment am Aktienmarkt. Auf der anderen Seite stützten die leicht gestiegenen Angaben zum US-Konsumentenvertrauen die Aktien kaum. Die Abstufungen für Griechenland und Portugal liessen den Leitindex SMI denn auch deutlich unter die Marke von 6'700 Punkte sinken. So tief notierte der SMI zuletzt im Februar des laufenden Jahres.
Bis Börsenschluss verlor das Blue-Chips-Barometer SMI 2,00% auf den Tagestiefstand von 6'667,74 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 2,31% auf 1'031,47 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 2,01% auf 5'913,93 Punkte.
Am Markt hätten die Käufer gefehlt und es seien Gewinne mitgenommen worden, hiess es. Besonders ausgeprägt waren die Gewinnmitnahmen in Finanztiteln: UBS gaben um 4,0%, Julius Bär um 2,7%, Swiss Re um 3,3%, ZFS um 2,7% oder CS um 2,5% nach.
Bâloise verloren gar 6,7% respektive 6,25 CHF auf 86,75 CHF. Die Titel wurden allerdings mit 4,50 CHF ex-Dividende gehandelt. In der Entflechtung der Deutscher-Ring-Gesellschaften ist die Bâloise jedoch einen wichtigen Schritt weitergekommen. Bâloise und die Kontrahentin Signal Iduna hätten sich auf die Eckpunkte der Neuausrichtung des Deutschen Rings geeinigt, hiess es. Dies öffnet für die Bâloise den Weg, mit den Basler Versicherungen sowie der DR Leben und DR Sach eine integrierte Versicherung aufzubauen.
Auch die Zykliker büssten stark an Wert ein: So verloren SGS nach eine Abstufung der Deutschen Bank 4,1%, Clariant sanken um 3,5%, Richemont gaben nach einer Abstufung um 4,1% nach und ABB büssten 3,8% ein.
Einzige Gewinner bei den Blue Chips waren Givaudan (+0,2%). Ein CEO-Interview habe für positive Resonanz bei den Anlegern geführt. Nobel Biocare schlossen am Tag vor der Publikation des Quartalsberichts mit minus 0,7% nur leicht tiefer.
Deutliche, aber im Marktvergleich unterdurchschnittliche Einbussen erlitten die Schwergewichte Roche (-1,2%), Novartis (-1,3%) und Nestlé (-1,0%).
Im breiten Markt gaben die seit vergangener Woche an der Schweizer Börse kotierten Transocean um 4,8% nach. Analysten sehen gestiegene Risiken im Zusammenhang mit der in der Vorwoche gesunkenen Bohrinsel im Golf von Mexiko. Dabei geht es unter anderem um die Kosten der Ölverschmutzung und mögliche Rückstellungen.
Phoenix Mecano (Aktien: +7,7%) hatte mit Zahlen die Erwartungen deutlich übertroffen. Orascom (+1,2%) stoppte derweil eine für den Dienstag geplante Aktienkapitalerhöhung vorerst. Als Grund wurden "irreguläre Handelsaktivitäten mit unüblich hohen Volumen gekoppelt mit einem starken Aktienkursrückgang" angegeben. Zugleich wurden die Prognosen für 2010 bestätigt. Das Papier hatte am Montag 10% eingebüsst.
mk/ra

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