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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat Sitzung vom Freitag klar tiefer geschlossen. Nach einem Auf und Ab zu Beginn des Handels ging es am Nachmittag nur noch nach unten, bis schliesslich gar das Schlussniveau vom vergangenen Freitag unterboten wurde. Schwer belastet wurde der SMI von Roche, welche im Vorfeld eines FDA-Meetings zu Avastin bei Brustkrebs stark unter Druck gerieten.
Das allgemeine Börsensentiment wurde aber auch von internationalen Nachrichten getrübt. So enttäuschten die Ergebnisse von General Electrics sowie der Banken Citigroup und Bank of America, was auch die Börsen in den USA im negativen Bereich eröffnen liess. Weiterer Abgabedruck ergab sich nach der Publikation von Konjunkturzahlen in den USA, wobei vor allem der Index zum Konsumentenvertrauen der Uni Michigan klar tiefer ausgefallen ist als prognostiziert.
Der SMI gab 1,70% auf 6'184,37 Punkte nach. Im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 0,4%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,64% auf 946,13 Punkte und der breite SPI 1,55% auf 5'472,04 Punkte.
Grösster Verlierer waren die Genussscheine von Roche (-4,2%). Dies nach kritischen Äusserungen eines Ausschusses der US-Gesundheitsbehörde FDA im Vorfeld einer Sitzung um Thema Avastin bei Brustkrebs vom kommenden Dienstag. Den Unterlagen zufolge hinterfragt der Ausschuss das Risiko-Nutzen-Verhältnis des Medikamentes. Etwas besser hielten sich die anderen Schwergewichte Novartis (-1,5%) und Nestlé (-0,7%).
Hinter Roche gaben Lonza (-3,1%) nach einer Rückstufung durch Goldman Sachs auf "Neutral" und Holcim (-2,9%) ebenfalls deutlich ab. Nicht viel besser erging es Clariant (-2,9%), Swiss Re (-2,8%), CS (-2,7%) oder UBS (2,2%). Die Banken gerieten nach den Zahlen der Bank of America unter Druck und erholten sich mit denjenigen der Citigroup eine Stunde später nur vorübergehend.
ZFS (-1,1%) hielten sich im breiten Mittelfeld. Der Versicherer gab am Morgen die Erhöhung der Rückstellungen für Kreditausfälle auf dem Portfolio mit gewerblichen Immobilienkrediten in Grossbritannien und Irland im zweiten Quartal um 330 Mio USD bekannt. Als Grund für die Erhöhung der Rückstellungen wird die andauernde Verschlechterung der Immobilienmärkte in Grossbritannien und Irland angeführt. Die Rückstellungserhöhungen seien leicht negativ, hiess es dazu in Marktkreisen.
Gesucht waren auf der anderen Seite Transocean (+2,0%) als Tagesgewinner. Die Titel wurden durch die Neuigkeit gestützt, dass es BP erstmals seit Beginn der Katastrophe im Golf von Mexiko gelungen ist, den Ölfluss aus dem defekten Bohrloch zu stoppen. Als positive Neuigkeit erwähnen Analysten zudem die Einigung zwischen Transocean und zwei Kunden auf eine spezielle Standby-Rate.
Daneben hielten sich einzig Sonova und Actelion ganz knapp in der Gewinnzone.
Immerhin etwas besser als der Gesamtmarkt schnitten ABB (-1,0%) ab, welche aber eine ausgeprägte Berg- und Talfahrt erlebten. Zu Beginn belastete ein Pressartikel aus Indien, wonach ein Grossaktionär der indischen Tochtergesellschaft von ABB ein höheres Angebot von ABB fordere. ABB will den Anteil an der Tochtergesellschaft auf 75% aufstocken und hat dafür im Mai eine Offerte über 900 Rupien je Aktie oder insgesamt knapp 1 Mrd USD lanciert. Am Nachmittag liess ABB dann verlauten, dass die Offerte nicht erhöht werden soll. Etwas Support erhielten ABB zudem von einem Grossauftrag aus Deutschland von rund 700 Mio USD.
Im breiten Markt fielen Schlatter (-5,1%) oder EFG (-4,3%) mit klaren Abgaben auf. WTG (-0,2%) gaben nach der Präsentation erster Angaben zum ersten Semester etwas nach. Ebenfalls nach Zahlen verloren Energiedienst 1,0%, während Zuger KB (+1,1%) etwas anzogen.
Orior (+2,7%) verteuerten sich im Anschluss an ein Interview des Konzernchefs mit AWP ebenfalls leicht. Das Unternehmen hat das Halbjahr im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen und will sich stärker im Ausland engagieren.
cf/uh

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