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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit klar tieferen Kursen aus der Sitzung gegangen. Dabei belasteten vor allem die beiden Pharmaschwergewichte den Gesamtmarkt. Nach einer nur knapp negativen Eröffnung fiel der SMI im Tagesverlauf mehr und mehr zurück, woran auch die positive Eröffnung in den USA nichts änderte. Die am Nachmittag in den USA vorgelegten Konjunkturzahlen warfen keine hohen Wellen.
Nachdem sich der Schweizer Leitindex in den vergangenen Wochen meist im Bereich zwischen 6'850 und 6'900 Punkten aufgehalten habe und aus diesem dann nach oben ausgebrochen sei, hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt, erklärte ein Händler. Eine fundamentale Änderung der Stimmung habe sich aber nicht ergeben. Und der SMI steht nach den heutigen Verlusten noch immer nur knapp unterhalb der Trading Range der letzten zwei Wochen.
Das Bluechips-Barometer SMI schloss 0,80% tiefer bei 6'838,95 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich so ein Minus von 0,6%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab 0,50% nach auf 1'051,87 Punkte und der breiter gefasste SPI 0,66% auf 5'974,36 Punkte.
Ohne dass es dazu grundlegende Neuigkeiten gegeben hätte, gaben Petroplus (-2,2%), Roche (-1,9%) und Novartis (-1,5%) am meisten nach. Vor allem die Verluste von Roche und Novartis zogen dabei den SMI nach unten.
Einen konkreten Grund für die Schwäche von Novartis habe er nicht gesehen, kommentierte ein Händler die Verluste. Der Titel sei dieses Jahr aber auch schon gut gelaufen, nun sei es eben zu Gewinnmitnahmen gekommen.
Gewinnmitnahmen gab es auch bei ABB (-0,8% auf 23,00), nachdem der Titel am Vortag bei 23,28 CHF ein neues 52-Wochen-Hoch markiert hatte.
Überdurchschnittlich Verluste verzeichneten überdies Holcim (-1,3%), welche von einer Gewinnwarnung des mexikanischen Zementkonzerns Cemex belastet wurden, Kühne+Nagel (-1,5%) oder SGS (-0,9%).
CS (-0,8%) holten einen Teil grösserer Abgaben gegen Handelsende wieder auf. Hier sei es zu Umschichtungen in UBS (+0,7%) gekommen, welche denn auch zu der kleineren Gruppe der Gewinner gehörten.
Zu UBS gab es aber auch Neuigkeiten. Die Bank hat den CS-Mann Lukas Gähwiler zum neuen Schweiz Chef ernannt und in die Konzernleitung berufen. Zudem will die UBS das US-Broker-Geschäft konkurrenzfähiger machen und entlässt laut Pressemeldungen 200 Mitarbeiter. In Paris hat derweil eine Gruppe von 80 Investoren wegen Madoff-Anlagen gegen die UBS eine Schadenersatzklage eingereicht.
Klarer Tagessieger wurden Sonova (+3,7%), nach einer leichten Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs.
Dahinter schlossen Nobel Biocare (+0,8%) oder die Versicherungen Swiss Re (+1,3%), Bâloise (+1,1%) und ZFS (+0,5%) fester.
Im breiten Markt legten Dufry - nach schwachem Start - im Anschluss an die Publikation der Jahreszahlen 0,4% zu. Dufry habe erfolgreich auf die Krise des vergangenen Jahres reagiert, indem das Unternehmen die Bruttomarge weiter verbesserte und die Nettoverschuldung reduzierte, hiess es dazu bei einem Analysten.
Acino (-5,9%) fielen markant zurück, nachdem in Indien Mängel bei der Herstellung des Blutverdünners Clopidogrel festgestellt wurden. Der Pharma- und Generika-Hersteller muss möglicherweise in Indien hergestellte Clopidogrel-Chargen zurückrufen, eine deutliche Beeinträchtigung des Ergebnisses wären dann 2010 nicht ausgeschlossen.
Auch COS büssten nach Jahreszahlen mit einem Minus von 5,1% deutlich an Terrain ein.
Auf der Gewinnerseite fielen Perrot Duval (+23,1%) auf, oder auch Feintool (+6,5%).
cf/ra

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