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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag nach einem mehrheitlich von Konjunkturpessimismus geprägten Handel etwas schwächer geschlossen. Die Sorgen um eine sich abschwächende Entwicklung der Weltwirtschaft setzte den Leitindex SMI bereits früh unter Druck. Am Nachmittag liessen enttäuschende Angaben zum US-BIP den SMI auf Tagestiefstwerte abrutschen. In der Folge stützten gut aufgenommene Daten zum Chicago-Einkaufsmanagerindex sowie die von der Universität Michigan nach oben revidierten Angaben zur US-Konsumentenstimmung die Börse.
Die Diskussionen und Sorgen um einen erneuten Wirtschaftsabschwung - "Double Dip" - dürften auch in der kommenden Woche marktbestimmend sein. Dabei sei entscheidend, wie am Montag der ISM-Index und vor allem der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht ausfallen würden, erklärten Händler. Die Erwartungen an die Daten seien aber nicht allzu hoch, das Enttäuschungspotenzial überschaubar.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss 0,32% tiefer auf 6'200,78 Punkten. Zur Vorwoche notierte der SMI unverändert. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 0,40% auf 955,21 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,31% auf 5'489,77 Punkte nach.
UBS (+1,6%) gingen als Tagessieger aus dem Handel. Im Wochenvergleich ergab sich gar ein Kurssprung von 15,1%. Die UBS-Woche war zu Beginn von den Ergebnissen des Bankenstresstests positiv geprägt und am Dienstag liessen die überraschend starken Quartalszahlen den Kurs in die Höhe schnellen. Zu Wochenschluss habe die Ratingerhöhung von Bernstein auf "Outperform" weitere Kaufargumente geliefert, hiess es.
Die anderen Finanzwerte notierten am Freitag am Ende zumeist tiefer. Während Bâloise nach einer Höherstufung durch Citigroup auf "Buy" um 0,1% leicht zulegten, gaben CS um 0,6%, Julius Bär um 2,8% oder Swiss Life um 1,2% auf 109,50 CHF nach. Immerhin schlossen CS die Woche mit einem Plus von 7% ab.
Für Swiss Life senkte die Citigroup am Freitag in einer Studie zum Versicherungssektor das Kursziel auf 120 (zuvor 130) CHF. Solange die Bond-Renditen auf dem aktuellen Niveau blieben, sei eine überdurchschnittliche Entwicklung der Titel unwahrscheinlich, hiess es in der Begründung.
Insgesamt waren die Verlierer im SMI/SLI in der Überzahl. Synthes sanken um 2,5%, nachdem die Titel am Vortag dank gut aufgenommener Halbjahreszahlen um 2,6% dazugewonnen hatten. Helvea nahm das Kursziel am Freitag auf 130 von bisher 135 CHF zurück.
Zu den grössten Verlierern gehörten auch Holcim (-1,8%). Gemischt ausgefallene Zahlen des Konkurrenten HeidelbergCement und der wenig erfreuliche Ausblick des Mitbewerbers Lafarge wurden als kursbelastend angeführt.
Auf wenig Kaufinteresse sind Nestlé (-0,3%) gestossen. Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns bauten damit die Verluste des Vortags aus. Umschichtungen in Aktien des Konkurrenten Unilever machten Beobachter dafür verantwortlich.
Auf der Gewinnerseite kletterten nebst UBS auch noch Nobel Biocare (+1,3%) und Transocean (+0,8%) in die Höhe.
Bei den Nebenwerten präsentierte Sika (Aktie -0,1%) gute Halbjahreszahlen. Insbesondere die Margendynamik und die Marktanteilsgewinne wurden gelobt. Cosmo konnte dagegen die Analystenprognosen nicht ganz erfüllen, dennoch legte die Aktie um 6,3% zu. Das Pharma-Unternehmen hat den Umsatz im ersten Halbjahr steigern können und die Produktpipeline voran gebracht.
Die Graubündner Kantonalbank (PS +0,5%) legte positive Halbjahreszahlen vor. Die Online-Handelsbank Swissquote (Aktie -1,5%) konnte weitere Kundengelder dazugewinnen. Wegen höherer Kosten verdiente Swissquote aber weniger als im Vorjahr. EFG (+5,1%) machten nach dem Kurseinbruch der letzten Tage ein wenig an Boden gut.
mk/cf

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