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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Dienstag von den zuletzt sehr tiefen Notierungen leicht erholt. Der Leitindex SMI ist mit viel Schwung in den Tag gestartet und tastete sich bereits früh an die Marke von 6'045 Punkte heran. Nach einem Zwischentief um die Mittagsstunden rückte der SMI im Sog der Wall Street sogar auf neue Tagehöchstwerte vor, konnte die 6'000 Punkte bis zum Schluss aber nur knapp halten. Angeführt wurden die Blue Chips von den Grossbanken- und den Luxusgüteraktien, die Index-Schwergewichte hielten dagegen.
Im Fokus blieb weiterhin die Griechenland-Krise und die Abstimmung des griechischen Parlaments am Mittwochabend zum neuen Sparpaket. Vor diesem Hintergrund hätten sich viele Anleger zurückgehalten, meinten Händler. Zu gross sei die Möglichkeit eines Scheiterns der griechischen Regierung in dieser wichtigen Frage. Im Gegenzug könnte ein Ja-Votum an den Märkten durchaus eine Erholungsrally auslösen, hiess es dazu weiter. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise bewegte in der zweiten Handelshälfte die unter den Erwartungen ausgefallenen Daten zum US-Konsumentvertrauen die Börsen kaum.
Am Ende gewann der Swiss Market Index (SMI) 0,19% auf 6'002,40 (Tageshöchst: 6'045; Tagestiefst: 5'984) Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,50% auf 930,78 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,28% auf 5'516,99 Zähler.
Die Bankaktien der UBS (+2,4%) und der CS (+0,8%) konnten am Dienstag deutlich zulegen und sich so von den Kursverlusten des Vortages erholen. Nebst der lang ersehnten technischen Gegenbewegung habe auch ein Studie von Nomura zu den europäischen Investmentbanken die beiden Titel gestützt, so ein Händler. Nomura hatte zwar für die Schweizer Branchenvertreter die diesjährigen Gewinnschätzungen reduziert, empfiehlt den Sektor aber immer noch mit "Bullish" und sieht die UBS-Papiere als "Kaufgelegenheit".
Nicht nur die Banken sondern auch die meisten Zykliker profitierten von der sich leicht verbessernden Stimmung an der Börse. Allen voran legten die Luxusgütertitel von Richemont (+2,4%) und Swatch Group (+2,1%) stark zu. Aber auch Adecco (+1,3%), Sonova (+1,2%) oder Syngenta (+1,1%) waren im SMI/SLI-Tableau weit vorne zu finden. Die Aktien der in der Ölindustrie tätigen Weatherford (+2,0%) und Transocean (+1,6%) gewannen noch etwas deutlicher an Wert.
Die Indexschwergewichte konnten sich nicht in der Gewinnzone halten. Novartis gaben um 0,1% ein wenig nach. Der Pharmakonzern plant in Rotkreuz die Zusammenlegung mehrerer Schweizer Geschäftsaktivitäten. Als Grund für allfällige Aktienkäufe wurde von Händlerseite aber vielmehr die positiven Rückmeldungen aus den USA zum MS-Medikament Gilenya genannt.
Roche (-0,4%) und Nestlé (-0,5%) verhinderten mit Kursverlusten eine bessere Entwicklung im SMI. Die Nestlé-Marke Nespresso erzielte im Kaffeekapsel-Streit mit Denner vor dem Bundesgericht einen Etappensieg. Das St.Galler Handelsgericht soll überprüfen, ob Denner die Kapsel-Kopien bis zum Entscheid über die Hauptklage verkaufen darf. Derweil erhält Roche eine weitere Chance, die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA vom Nutzen ihres Medikaments Avastin zur Behandlung von Brustkrebs zu überzeugen.
Auf der Verliererseite standen Nobel Biocare (-1,7%), Logitech (-1,4%) und Actelion (-1,7%) auf den letzten Plätzen. Swisscom büssten 0,7% ein. Der Telekomriese hatte die IT-Services-Einheit "Finace" an das US-Unternehmen SunGard verkauft. Die Transaktion soll keine materielle Auswirkungen auf eines der beiden Unternehmen haben, teilte die Swisscom mit.
Im breiten Markt waren Carlo Gavazzi (+4,6%) nach endgültigen Zahlen für 2010/11 und einer hohen Dividendenankündigung stark gefragt. Die Elektronik-Gruppe will neben einer ordentlichen Ausschüttung von 10 CHF zusätzlich aus Anlass des 80-jährigen Bestehens eine Jubiläumsdividende von 15 CHF je Inhaberaktie bezahlen.
EFG International (+8,3%) erholten sich stark vom Kursrückgang des Vortages. Am Montag gaben die Titel nach einer Reduktion der Gewinnerwartung um knapp 1,5% nach.
Schulthess kletterten um 8,8% in die Höhe. Die schwedische NIBE Industrier hält nach Ablauf des Übernahmeangebotes gemäss provisorischem Endergebnis 96,52% an der Heiztechnikgruppe. NIBE hatte das Kauf- und Tauschangebot bereits Mitte Juni als zustande gekommen erklärt.
Genolier legten um 7,1% zu, nachdem bekannt wurde, dass die Gruppe um den Verwaltungsratsdelegierten Antoine Huber und dem französischen Unternehmen Michel Reybier im Rahmen des Übernahmeangebotes beinahe 85% hält.
mk/ps

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