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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag leicht im Plus geschlossen. Die Ausschläge der einzelnen Titel hielten sich dabei in Grenzen und auch der SMI bewegte sich in einer Bandbreite von etwas mehr als 30 Punkten. Seit dem Absinken knapp in die Verlustzone in der ersten halben Handelsstunde und einer darauffolgenden leichten Erholung, notierte der Schweizer Leitindex den Grossteil des Tages auf diesem Niveau seitwärts.
Nach dem Anstieg um über 4% in der vergangenen Woche, sei nun vorerst eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne angesagt, hiess es in Handelskreisen. Aus charttechnischer Sicht sehen sowohl die ZKB als auch die Bank Sarasin weiteres Potential nach oben bis rund 6'400 Punkte oder leicht darüber. Allgemein würden momentan Impulse fehlen, weshalb ein eher abwartender Handel zu beobachten gewesen sei.
Der SMI schloss um 0,11% höher auf 6'359,02 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,16% auf 1'014,80 Stellen und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,17% auf 5'785,24 Punkte.
Immerhin zeige sich der Markt momentan angesichts der vielen Krisen in der Welt erstaunlich robust, hiess es bei der ZKB weiter. Dennoch scheine die V-Erholung der Aktienmärkte etwas gar schnell abgelaufen zu sein, weshalb kurzfristig mit Rückschlägen oder zumindest mit einer Konsolidierung der Kursanstiege der vergangenen Tage zu rechnen sei.
Das grösste Plus im SMI verzeichneten am Montag Finanztitel. So schlossen Swiss Re (+1,9%) sowie UBS (+1,3%) deutlich im Plus; CS (+0,6%) konnten weniger stark dazugewinnen. Swiss Re tendieren seit dem starken Rückschlag im Zusammenhang mit der Katastrophe in Japan und der anschliessenden Erholung seit vier Tagen mehrheitlich seitwärts. Am Markt machen neben den Schätzungen über die Höhe der möglichen Belastungen für Swiss Re auch bereits Schätzungen über die zu erwartenden Preiserhöhungen in der Rückversicherungsbranche die Runde.
Tagessieger im SLI/SMI waren Weatherford (+2,9%). Derweil setzten Sonova (+1,5%) die seit Mitte vergangener Woche dauernde, leichte Erholungstendenz fort. Allerdings sind die Avancen im Vergleich mit dem Einbruch nach der Gewinnwarnung von vorletzter Woche noch sehr bescheiden. Die jüngste Umstufung kommt von Goldman Sachs. Das Institut hat das Rating für das Papier auf "Neutral" von "Buy" gesenkt und das Kursziel auf 95 von 155 CHF markant zurückgenommen.
Roche (unverändert) und Novartis (-0,6%) hatten am Vormittag noch Gewinne verzeichnet, sind aber gegen Handelsschluss zurück gekommen. Roche stehe, nachdem der Pool der Erbenfamilien Hoffman und Oeri die Stimmenmehrheit verloren hat, weiterhin nicht zum Verkauf, sagte Vizeverwaltungsratspräsident André Hoffmann in der Wochenendpresse in einem Interview. Auch eine Fusion mit Lokalrivale Novartis mache keinen Sinn. Die Inhaberaktie von Roche zog um 5,2% kräftiger an, nachdem das Papier bereits am Freitag um über 5% zugelegt hatte.
Kühne+Nagel (+0,7%) waren ebenfalls gesucht. Das Unternehmen hat am Morgen zusätzlich zur bereits angekündigten Dividende eine Ausschüttung von 1,50 je Aktie aus Kapitaleinlagen angekündigt, was den Titel etwas stützte. Insgesamt erhalten die Aktionäre damit 4,25 CHF je Aktie.
Die grössten Verluste erlitten Syngenta (-1,5%), Givaudan (-1,5% oder -13,50 CHF auf 902,00 CHF) und Bâloise (-1,5%). Givaudan wurden ex-Dividende von 21,50 CHF gehandelt, womit sich der Verlust erklärt. Bâloise standen unter Druck, nachdem die Credit Suisse das Rating für das Papier auf "Underperform" von "Neutral" gesenkt hat. Nach Ansicht der CS-Experten sieht die Bewertung des Schweizer Versicherers gegenüber der Vergleichsgruppe unattraktiv aus.
Actelion (+0,3%) hatte sich mit einem Brief an die über 10'000 eingetragenen Aktionäre gewandt und sich darin erneut gegen die Forderungen des Hauptaktionärs Elliot Partners gestellt. Dieser strebt bedeutende Veränderungen an und will u.a. sechs neue Mitglieder in den Actelion-Verwaltungsrat wählen lassen.
Im breiten Markt zogen die Papiere der Evolva mit +7,6% deutlich an, nachdem die Papiere erst letzte Woche in den SPI aufgenommen worden waren. Das Biotech-Forschungsunternehmen kann zudem bei einem neu entwickelten Grippewirkstoff mit den klinischen Tests beginnen.
Auch Addex (+3,7%) verteuerten sich. Rückenwind erhielten die Papiere von einem Interview mit AWP, in welchem sich CEO Vincent Mutel positiv zur Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit Johnson & Johnson geäussert hat. Tagesverlierer waren die Papiere der Banque Profil de Gestion (-10,9%), welche am Donnerstag vergangener Woche enttäuschende Jahreszahlen bekannt gegeben haben.
dl/mk

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