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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Leichte Verluste - Wenig Impulse

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag mit leichten Verlusten geschlossen. Mangels Unternehmensnews vor allem von grösseren Firmen sowie aufgrund des lokalen Feiertages "Sechseläuten" sprachen Händler von einem lustlosen Handel. Im Fokus standen vor allem angekündigte Übernahmen bei den Small & Midcaps.
Der Blick der Anleger richtete sich im breiten Markt auf zwei Transaktionen: Meyer Burger übernimmt die deutsche Roth&Rau. Indes wird Schulthess zum Ziel einer Übernahme durch die schwedische NIBE. Die Schweizer Börse zeigte sich wenig beeindruckt vom positiven Handelsstart in den USA, dort wie hierzulande dürften in den kommenden Handelstagen Quartalszahlen für Impulse sorgen. Am Abend läutet in den USA Alcoa die Berichtssaison ein.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,28% tiefer auf 6'440,11 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,30% auf 1'029,78 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,26% auf 5'874,37 Punkte.
An der Spitze im SMI/SLI rangierten die Papiere des Tiefseebohrkonzerns Transocean (+0,9%). Gleich dahinter folgten Synthes (+0,7%). Wegen der negativen Entwicklung bei Sonova seien vermehrt Umschichtungen in andere Medtech-Titel feststellbar, so ein Händler.
Adecco (+0,7%) legten ebenfalls zu. Die Aktien des Personaldienstleisters erhielten von den März-Zahlen des Temporärsektors in Frankreich Unterstützung. Zudem hatten Analysten der RBS in einer Studie festgestellt, dass der "bullische Case" bei Adecco ungebrochen Bestand habe. Die Titel wurden mit der Einstufung "Buy" zum Kauf empfohlen.
Etwas fester schlossen auch Givaudan (+0,3%), begünstigt durch eine Hochstufung von Nomura. Auch andere Analysten äusserten sich nach den Umsatzzahlen zum ersten Quartal am Freitag zu den Titeln.
Sonova gingen mit einem Minus von 1,3% aus dem Handel. Der Hörgerätehersteller kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat im Zusammenhang mit dem möglichen Insiderhandel bei Sonova ein Strafverfahren eingeleitet, das ehemalige Top-Management vorübergehend in Haft gesetzt und Akten angefordert.
Noch tiefer schlossen Logitech und Holcim (je -1,6%) sowie Swiss life (-1,5%). Swiss Re verloren 1,1%. Letztere litten unter dem neuerlichen Nachbeben in Japan, was im Markt Zweifel an der firmeneigenen Schadensschätzung von 1,2 Mrd USD aufkommen liess, so ein Händler.
Novartis gaben um 0,7% nach. Der Pharmakonzern stellt die klinischen Versuche beim Krebsmedikament Tasigna als Erstlinientherapie ein. Derweil hat das orale Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya in Langzeitstudien seine Wirksamkeit erwiesen. Bereits am Freitagabend wurde bekannt, dass Novartis seinen Antrag für zusätzliche Anwendungen für das Medikament Afinitor bei der US-Behörde FDA einschränkt. Roche stiegen demgegenüber um 0,5%.
Im breiten Markt verloren Meyer Burger 0,2%. Der Zulieferer für die Solarindustrie will sich mit dem Kauf des deutschen Solar-Maschinenbauers Roth&Rau stärken und hat sich bereits 11,3% der Anteile von den bisherigen Hauptaktionären gesichert. Für die restlichen Titel werden im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 22 EUR je Aktie in bar geboten.
Schulthess legten demgegenüber um 12,0% auf 59,20 CHF zu. Die schwedische NIBE will das in der Wasch- und Wärmetechnik tätige Unternehmen für insgesamt 60 CHF je Namenaktie übernehmen. Dabei soll sich der Übernahmepreis aus 36 CHF in bar und 24 CHF in NIBE-Aktien zusammensetzen. Die Aktien der NIBE büssten nach Bekanntgabe der Übernahme in Stockholm teilweise bis zu 5% an Wert ein.
Deutlich zulegen konnten Burkhalter (+9,2%), nachdem das Unternehmen für 2010 ein deutliches Umsatzwachstum gemeldet hatte. Swissmetal verloren 5,9%, nachdem das Industrieunternehmen die Bekanntgabe der Ergebniszahlen verschoben hatte.
dl/cc

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