Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag unter schwachen Konjunkturdaten auf beiden Seiten des Atlantiks gelitten und leichter geschlossen. Nach einem positiven Handelsauftakt gab der Schweizer Leitindex seine frühen Aufschläge nach und nach Preis und rutschte wegen eines schwächer als erwartet ausgefallene Ifo-Index ins Minus. Die überraschend schwachen Zahlen zur US-Verbraucherstimmung sorgten dann am Nachmittag für einen zusätzlichen Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sank zum Schluss um 0,57% auf 6'649,09 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,69% auf 1'003,57 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,56% auf 5'715,11 Punkte.
Die Finanztitel gehörten zu den Titeln mit den deutlichsten Abschlägen. UBS (-2,1%) und CS (-1,5%) litten insbesondere unter dem überraschend schwachen deutschen ifo-Index. Dieser habe die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der Konjunktur zunichte gemacht, hiess es. Zudem sei mit den enttäuschenden Zahlen von Raiffeisen International (RI) und Commerzbank die Angst vor unbekannten Abschreibungen oder Risikovorsorgen wieder gestiegen, hiess es.
Die Versicherungstitel Swiss Re (-2,7%) und Swiss Life (-1,7%) gaben im Sog der Bankwerte ebenfalls nach. ZFS (-0,1%) hielten sich dagegen weitgehend stabil.
Swisscom verloren 1,3%. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Titel gesenkt und das Rating mit "Neutral" bestätigt. Als Grund werden neben den tieferen Gewinnschätzungen wegen Fastweb und dem schwachen Euro auch höhere Kapitalkosten genannt. Am Nachmittag wurde bekannt, dass die italienische Polizei gegen den Gründer der Swisscom-Tochter Fastweb, den aktuellen CEO Stefano Parisi und weitere Fastweb-Manager wegen Geldwäsche ermittelt.
Ein Belastungsfaktor für den Markt waren zudem die schwer gewichteten Pharmawerte Novartis (-0,3%) und Roche (-1,5%). Roche verfehlte mit dem Krebsmedikament Avastin den primären Endpunkt in einer Phase-III-Studie. Am Markt wurde dies jedoch nur als "leicht negativ" gewertet.
Mit Aufschlägen stützen dagegen die ebenfalls defensiven Nestlé den Markt (+0,8%). Der von Nestlé in diesem Jahr angepeilte Verkauf des Alcon-Anteils an Novartis soll bis Ende September seinen Abschluss finden, wie es bei einer Roadshow hiess.
Noch deutlicher nach oben ging es bei Nobel Biocare (+1,3%). Der Zahnimplantate-Konzern hat einen Kooperationsvereinbarung mit der japanischen Noritake unterzeichnet. Die neue Kooperation stimme mit der Strategie überein, neue Innovationen über Partnerschaften zu entwickeln und sollte sich mittelfristig auf der Produktesseite auszahlen, kommentierten Beobachter. Auf der Gewinnerseite weit oben standen zudem Actelion (+1,1%) und Kühne + Nagel (+1,1%)
Am breiten Markt setzten sich Walter Meier (+13,5%) nach Jahreszahlen positiv in Szene. Der Umsatz sei zwar etwas enttäuschend, operativ habe das Unternehmen aber klar überzeugt, sagten Beobachter. Daneben werden auch Addex (+5,0%) und Austriamicrosystems (+0,7%) nach Zahlen gekauft. Bei letzteren werten Analysten vor allem die Erholung im letzten Jahresviertel und den Ausblick für 2010 positiv. Dätwyler investiert rund 20 Mio CHF in ein Pharmaverpackungs-Werk in Indien, die Aktie sank um 2,1%. SHL (-5,0%) standen am Vorabend der Zahlenpublikation unter Druck, während LifeWatch vor der Ergebnisvorlage 0,3% zulegten.
ps/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???