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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Diese fielen allerdings im Vergleich zu den übrigen europäischen Börsenplätzen eher moderat aus. Händler machten die eher defensive Ausrichtung des SMI für die unterdurchschnittliche Entwicklung verantwortlich. Damit werde auch die an sich gute Stimmung am Markt nicht wirklich widergespiegelt.
Positiv fielen denn auch die US-Daten vom Immobilienmarkt am Nachmittag aus. So sind die Neubauverkäufe im Dezember stärker als erwartet gestiegen, was den Dow Jones-Index erstmals seit Juni 2008 wieder über die Marke von 12'000 Punkten trieb. Nun richten sich die Augen der Anleger auf die am späteren Abend anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Zwar wird kein Wechsel in der Geldpolitik erwartet, nach den jüngst solideren Daten könnten die Währungshüter allerdings etwas zuversichtlicher sein.
Der SMI ging mit einem Plus von 0,19% auf 6'592,99 Zählern aus dem Handel. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,40% auf 1'047,40 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,29% auf 5'899,17 Punkte zu.
Im Leitindex gewannen ABB als einer der stärksten Werte 1,5%, nachdem das Unternehmen am Morgen überraschend einen Update zur geschäftlichen Entwicklung veröffentlicht hat. Darin stellte der Elektrotechnikkonzern ein zweistelliges Wachstum beim Auftragseingang, EBIT und Konzerngewinn in Aussicht. Die Prognosen liegen teils über den Erwartungen der Analysten. Zudem hat die UBS die Titel auf ihre "Alpha Preferences"-Liste genommen.
Lonza rutschten nach Zahlen doch noch mit 0,1% knapp ins Minus. In Analystenkommentaren wird der Zahlenausweis mehrheitlich als solide und ingesamt mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen bezeichnet. Die weiteren Aussichten des Lifesciencekonzerns werden indes eher zurückhaltend bewertet. Insbesondere die Rohstoffpreise und auch der starke Franken werden hier als Belastungsfaktor genannt.
Stark gefragt waren die Aktien von Adecco an der SMI-Spitze nach einer Kurszielerhöhung der Credit Suisse mit plus 2,6% auf 62,65 CHF. Die Analysten trauen dem Papier nun 75 CHF zu. Hintergrund für die Erhöhung sei ein substanzielles Wachstum in den Kernmärkten Frankreich und USA Ende 2010.
Die schwergewichteten Novartis zeigten sich vor der Bekanntgabe der Jahreszahlen am Donnerstag mit Gewinnen von 0,5% freundlich, Roche (+1,0%) entwickelten sich noch etwas besser. Nestlé bremsten hingegen mit minus 0,9% den SMI etwas aus. Diverse Abstufungen von Analysten in der Vorwoche hätten ihre Spuren hinterlassen, hiess es am Markt. Noch schwächer entwickelten sich nur CS Group (-1,0%) und Holcim (-1,5%).
Den SLI führen indes Clariant mit plus 3,7% an. Händlern zufolge profitieren die Titel von der überdurchschnittlich guten Stimmung im Chemiesektor, nachdem der US-Konzern DuPont am Vortag starke Zahlen vorgelegt und das Gewinnziel für 2011 erhöht hatte. Zudem sorge eine Sektorstudie von JPMorgan für Übernahmefantasie. Das brachte auch Syngenta Gewinne von 1,3% ein. Die Titel werden von Cheuvreux zudem weiter mit "Outperform" bewertet.
Im breiten Markt ragten die Aktien des Papier- und Chemieunternehmens CPH mit deutlichen Verlusten von 5,3% heraus. Am Vorabend hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang für 2010 bekanntgeben und einen Reinverlust angekündigt.
Belimo verloren nach Umsatzzahlen 0,6%. Zwar konnte das Unternehmen aus dem Bereich Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik einen deutlichen Zuwachs von über 10% vermelden. Analysten hatten allerdings bereits mit einem guten Ergebnis gerechnet.
Die Aktien von Meyer Burger konnten sich hingegen mit Gewinnen von 1,9% an einem Auftrag über 160 Mio CHF von einem Kunden aus Asien erfreuen. StarragHeckert stiegen nach Umsatzzahlen und einem in Aussicht gestellten Wachstum für 2011 um 0,8%. Gottex rutschten indes trotz einer gestiegenen Vermögensbasis im vierten Quartal um 4,0% ab. Allerdings hatten die Titel auch in den vergangenen 30 Tagen knapp 40% zugelegt.
Mit Umsatzzahlen im Blick standen ebenfalls Interroll (Aktie +1,1%). Diese fielen besser als erwartet aus. Die Aktien der Orascom Development Holding AG verloren trotz eines planmässigen Verlaufs des Projekts in Andermatt 4,0%. Bereits am Vortag kam die Aktie massiv unter Druck. Analysten führten dies allerdings insbesondere auf die Unruhen in Ägypten, wo Orascom einen Grossteil seines Umsatzes macht, zurück.
dm/mk

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