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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag uneinheitlich geschlossen. Der SMI lag während des Handelstages mal im Plus und mal im Minus. Besonders stark waren die Ausschläge am frühen Nachmittag, als in den USA der mit Spannung erwartete Juni-Bericht zum Arbeitsmarkt veröffentlicht wurde. Während Finanzwerte und Zykliker sich von den zuletzt erlittenen Verlusten erholen konnten, drückten die Abgaben von Nestlé den SMI in die Verlustzone. Über die Woche ergab sich ein starkes Minus.
Die Marktteilnehmer hatten Mühe die US-Arbeitsmarktdaten einzuordnen. Insgesamt seien die Daten eher enttäuschend ausgefallen, so ein Ökonom. Als einziger Lichtblick wurde die auf 9,5% gesunkene Arbeitslosenquote gesehen, wobei dieser Rückgang teilweise auf Sonderfaktoren zurückzuführen sei. Insgesamt hätten die Anleger nach den schwachen Konjunkturdaten der letzten Tage aber mit schlechteren Zahlen gerechnet.
Bei Börsenschluss verlor der SMI 0,12% auf 5'974,30 Punkte. Gegenüber der Vorwoche gab der SMI um deutliche 4,8% nach. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg dagegen am Freitag um 0,24% auf 912,25 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 0,09% auf 5'282,12 Zähler.
Am Ende schloss ein Grossteil der Blue-Chips-Aktien im Plus. Allen voran konnten sich konjunkturabhängige Titel, die in dieser Woche stark unter Druck gekommen sind, erholen. So kletterten bei den Blue Chips Logitech um 4,1%, Richemont um 3,7% oder Kühne + Nagel um 1,6% in die Höhe.
Auch die Grossbankentitel der Credit Suisse (+1,0%) machten Boden gut. Die Kursgewinne in UBS (+0,3%) sind dagegen bis zum Schluss fast ganz weggeschmolzen. Im Finanzsektor legten die Versicherer Bâloise (+0,5%), ZFS (+0,6%) und Swiss Re (+0,5%) überdurchschnittlich zu.
Transocean, die während der Woche stark an Wert einbüssten, konnten am Freitag mit 2,0% nach oben korrigieren. Die Ölpest im Golf von Mexiko bleibt für die Titel des Ölbohrkonzerns aber weiterhin ein grosser Unsicherheitsfaktor.
Auf der Gegenseite büssten Nestlé um 1,7% stark ein. Der US-Broker Morgan Stanley hat das Rating für die Titel auf "Equalweight" von bisher "Overweight" zurückgenommen und das Kursziel reduziert. Der Nahrungsmittelkonzern sei während der letzten vier Jahre mit Overweight eingestuft gewesen, eine weitere Outperformance sei in der nächsten Zeit aber unwahrscheinlich, hiess es.
Noch grösser waren die Abgaben bei Lonza (-4,0%), Syngenta (-2,4%) und Sonova (-1,8%). Syngenta hätten noch immer unter enttäuschenden Quartalszahlen des US-Konkurrenten Monsanto zu leiden, hiess es. Ausserdem senkte die UBS das Rating für Syngenta auf "Neutral" von zuvor "Buy".
Die Pharma-Schwergewichte Roche (+0,4%) und Novartis (+0,1%) avancierten leicht. Während Roche gute Studiendaten zum Krebsmedikament Avastin bei Eierstockkrebs veröffentlichte, wurden das Rating zu Novartis von Société Générale auf "Buy" von "Hold" angehoben.
Am breiten Markt haussierten Evolva (+16,4%). Die Gesellschaft hatte sich neues Kapital in Höhe von 3,5 Mio CHF gesichert.
Dagegen machte Kardex (-9,6%) eine Gewinnwarnung zu schaffen. Analysten hatten zwar ein schwaches erstes Halbjahr 2010 erwartet, zeigen sich aber vom Ausmass der Gewinnwarnung überrascht.
mk/uh

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