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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit moderaten Gewinnen geschlossen. Diese seien aber zu einem überwiegenden Teil dem Kursplus der Nestlé-Titel zu verdanken, hiess es am Markt. Denn von den US-Börsen oder dortigen Konjunkturdaten kamen keine positiven Impulse. Die Verkäufe neuer Häuser in den USA waren überraschend und deutlich gefallen, entsprechend verhalten zeigte sich die Wall Street.
In den Köpfen der Anleger spuke ohnehin weiter die Katastrophe in Japan herum, sagten Händler. Entsprechend hoch sei die Unsicherheit. Auch richten sich die Augen wieder auf die EU-Schuldenkrise - ab dem morgigen Donnerstag tagen die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder und beraten über den Libyenkrieg, Atomangst und die Eurokrise.
Der SMI schloss mit plus 0,47% auf 6'256,06 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,33% auf 998,25 Punkte, der breite Gesamtmarkt (SPI) stieg um 0,47% auf 5'690,02 Punkte.
Den Gewinnen von Schwergewicht Nestlé (+1,8%) verdankte der SMI einen deutlichen Teil seines Kursplus. Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns seien "nach unten ausgereizt und daher klar erholungsreif", so ein Marktbeobachter.
Allen voran konnten sich Sonova mit plus 3,6% an der Spitze des SMI/SLI etwas von ihren massiven Verlusten erholen. Die Titel waren zuvor aufgrund einer Gewinnwarnung und Insiderverkäufen deutlich abgerutscht.
Gefragt waren mit Synthes (+1,1%) und Nobel Biocare (+1,8%) neben Sonova weitere Medtech-Titel. Merrill Lynch hat in einem Strategiepapier den europäischen Gesundheitssektor als ungewöhnlich tief bewertet und durch Grossinvestoren vernachlässigt bezeichnet.
Auch Roche (+0,8%) profitieren von dieser Studie. Novartis verloren hingegen 0,6%. Für einen Novartis-Inhalator bei Raucherhusten hat die US-Gesundheitsbehörde FDA die Prüffrist für die Zulassung um drei Monate verlängert, jedoch keine weiteren Daten verlangt. Der zuständige Analyst der Bank Vontobel bezeichnet den Schritt der FDA als nichts Ungewöhnliches und erwartet weiterhin die US-Zulassung.
Zyklische Werte standen ebenfalls weit vorne. So gewannen Clariant 1,7% und SGS legten um 1,7% zu. Die Luxusgüterhersteller Swatch (-1,3%) und Richemont (-1,3%) fanden sich hingegen am Indexende. Neue Impulse könnten kurzfristig von der Uhrenmesse "Baselworld" kommen. Auch alle japanischen Aussteller seien angekündigt, allerdings war der Swiss-Flug aus Tokio nicht ausgelastet.
Für die Grossbanken ist die Stimmung weiter negativ, UBS fielen um 0,2%, CS gaben um 0,1% nach. Einzig Julius Bär hielten sich mit 0,9% im Plus. Händler verwiesen darauf, dass Griechenland offenbar vor einem Bankenkollaps warne. Versicherer waren ebenfalls unter den weniger beliebten Werten. Swiss Life schlossen mit 0,1% knapp im Plus, Bâloise fielen um 0,7% und Swiss Re gingen unverändert aus dem Handel. Deren Mitbewerber Munich Re hatte am Vorabend eine Gewinnwarnung publiziert.
Im breiten Markt profitierten OC Oerlikon von überraschend starken Zahlen und kletterten um 12,2%. Analysten zeigen sich von den Zahlen für 2010 positiv überrascht und sehen das Unternehmen für die Zukunft gut positioniert. Noch deutlicher ging es für Infranor mit plus 29,4% nach oben. Händler sahen hier allerdings keine neuen Nachrichten, nach den Zahlen in der vergangenen Woche sei die Aktie wohl wieder etwas in den Fokus gerückt.
Flughafen Zürich hielten sich nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Jahresergebnissen mit 0,3% im Plus, Comet stiegen um deutlichere 1,7%. Repower stiegen trotz eines Gewinnrückgangs und der Erwartung eines schwierigen Jahres um 3,0%.
Ganz unten auf dem Kurszettel standen Aktien der Bellevue Group mit minus 12,0%, auch Orascom gaben um deutliche 4,6% nach. Seit Beginn der Unruhen in Nordafrika verlieren die Papiere an Boden.
dm/dl

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