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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Dabei konnte sich der Leitindex SMI zwar am Nachmittag von dem zuvor markierten Tagestief lösen, insgesamt blieb die Stimmung aber verhalten. Belastend wirkten sich vor allem die Abgaben bei den defensiven Schwergewichten aus.
Für Druck sorgte auch die Entwicklung an der Wall Street. Die US-Börsen knüpften mit Verlusten an die Vortagsentwicklung an. Marktteilnehmer begründeten dies vor allem mit Sorgen, dass China die geldpolitischen Zügel anziehen könnte. Gute Unternehmenszahlen - unter anderem von Morgan Stanley - begrenzten den Abwärtsdruck. Keine Impulse gingen von den durchwachsen ausgefallenen Konjunkturdaten aus.
Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI sank um 0,70% auf 6'513,50 Punkte (Tagestief 6'472). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,72% auf 1'033,67 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,81% auf 5'833,43 Stellen.
Clariant (-3,2%) gaben deutlich nach. Marktbeobachter führten die Abgaben vor allem auf Umschichtungen innerhalb der Branche nach den jüngsten Rückstufungen der Aktie zurück. Auch die anstehende Ergebnisvorlage werfe ihren Schatten voraus, sagte ein Händler. Spekulationen, wonach das Unternehmen an einer Mehrheitsbeteiligung an der deutschen Süd-Chemie interessiert sein könnte, galten dagegen als unwahrscheinlich.
Grosse Verluste mussten auch die volatilen Transocean (-3,2%) hinnehmen. Kühne + Nagel (-3,8%) wurden neu von Barclays bewertet, das Rating lautet "Equalweight". Die Analysten sehen wenig Aufwärtspotenzial im Vergleich zu anderen Aktien im Transportsektor, hiess es in der Branchenstudie.
Syngenta verloren 2,6%, trotz einer Hochstufung auf "Buy" ("Hold") durch die UniCredit und einer Kurszielerhöhung durch Macquarie. Unter dem Strich haben die Titel jedoch seit Jahresbeginn um rund 7% zugelegt.
ABB (-2,0%) litten dem Vernehmen nach unter der Angst vor einer Wachstumsabschwächung im Schlüsselmarkt China sowie enttäuschenden Quartalsumsatzzahlen des Mitbewerbers Alstom. Der Industriekonzern verlängerte zudem die Frist des Übernahmeangebots für die Baldor Electric Company zum zweiten Mal, wie bekannt wurde.
Auch die grosskapitalisierten Roche (-0,5%) und Novartis (-0,9%) belasten den SMI. Händler verwiesen auf negative Studien zum europäischen Pharmasektor.
Nestlé (-0,8%) zeigten sich ebenfalls schwach. Exane BNP Paribas erhöhte im Rahmen einer Branchenstudie das Rating auf "Outperform" von bisher "Neutral". Für den Sektor an sich ist die Einschätzung der Experten jedoch eher negativ, fast täglich gibt es derzeit Rückstufungen.
Die Grossbanken CS (-0,6%) und UBS (+0,1%) tendierten uneinheitlich, auch aufgrund unterschiedlicher Analystenschätzungen zur künftigen Entwicklung bei den Grossbanken. Die Resultate der US-Bank Morgan Stanley fielen derweil im vierten Quartal über den Erwartungen aus.
Julius Bär (+1,7%) schlossen deutlich im Plus, dies nach den jüngsten Kursverlusten. Händler sprachen von gutem Kaufinteresse aus dem In- und Ausland. Am Markt war zudem von Gerüchten einer möglichen Kapitalrückführung an die Aktionäre die Rede.
Die Assekuranzen Swiss Life (+1,9%), ZFS (+0,7%) und Swiss Re (+0,7%) zählten zu den grössten Gewinnern unter den Bluechips.
Bei den Nebenwerten profitierten Bell (+2,1%) vom geplanten Zusammenschluss mit der Liechtensteiner Hilcona im Bereich Frisch-Convenience. Analysten äusserten sich positiv. "Wir sehen die Transaktion als klugen strategischen Schachzug", meinte etwa die ZKB in einem Kommentar.
Swisslog (-1,2%) gerieten dagegen unter Druck, die Lagerlogistik-Gruppe und die Heron Gruppe gründen ein Unternehmen zur Roboterentwicklung.
Bereits am Vorabend hatte Austriamicrosystems (Aktie -2,5%) Eckdaten zum Geschäftsjahr publiziert. Die Chipherstellerin traf dabei die Markterwartungen.
cc/ra

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