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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag mit moderaten Verlusten geschlossen. Unter Abgabedruck standen am Berichtstag insbesondere Finanzwerte, während einzelne andere Titel durch Spezialsituationen positiv auffielen. Die Börsianer hielten sich trotz positiver Wirtschaftsdaten mit Aktienkäufen zurück, hiess es im Handel. Die gestiegenen Auftragszahlen des Bauhauptgewerbes und der höhere Konsumklimaindex aus den USA blieben für den Handel folgenlos.
Die Bankvaloren wurden nach Händlerangaben von den Bestrebungen zur Stabilisierung des Finanzsystems in Spanien mit höheren Eigenkapitalanforderungen belastet. Zudem plane die EU gemäss mehreren Berichten entgegen bisherigen Dementis eine Umschuldung Griechenlands. Das bedeutet, dass ein Teil der Schulden Griechenlands doch abgeschrieben würde.
Der SMI schloss am Dienstag 0,36% tiefer auf 6'580,33 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) liess um 0,25% auf 1'043,18 Zähler nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste um 0,31% auf 5'881,97 Punkte ein.
Die im SMI vertretenen Bankaktien von Credit Suisse (-1,4%), UBS (-1,3%) und Julius Bär (-1,9%) büssten allesamt deutlich an Terrain ein.
Die Versicherer standen mit einer Medienveranstaltung der FINMA zur Kapitalausstattung der Branche im Fokus. Die Aufsichtsbehörde verlangt von den Versicherern im Zuge des Swiss Solvency Test (SST) dickere Kapitalpolster als bisher. Die FINMA ist mit dem Kapitalpolster der Versicherer zufrieden und geht nicht davon aus, dass einzelne Institute wegen dem SST Kapitalerhöhungen vornehmen müssen. Die Assekuranzwerte Swiss Re (-0,9%), ZFS (-0,5%) oder Swiss Life (-0,6%) konnten ihre Abgaben im Tagesverlauf etwas eindämmen.
Im Vorfeld von Zahlen fielen auf der anderen Seite Logitech (+1,6%) durch grössere Avancen auf. Am Vortag der Ergebnispublikation rückten auch Lonza um 0,4% vor, die damit an die bedeutenden Vortagesavancen anschliessen konnten.
Syngenta (+2,8%) profitierten gemäss Marktbeobachtern von einer Heraufstufung der ZKB auf "Übergewichten". Dazu seien gute Zahlen von amerikanischen Mitbewerber DuPont gekommen. Bei diesem habe das Agrochemiegeschäft einen guten Beitrag zum Gruppenergebnis geliefert.
Zyklische Papiere zeigten sich uneinheitlich. Holcim gingen um 1,1% tiefer aus dem Tag, während ABB um 0,5% anzogen. Die besser als erwartet ausgefallenen Q1-Zahlen des Mitbewerbers Siemens hätten die Titel gestützt, hiess es im Handel.
Die beiden Luxusgüteraktien Richemont (+1,8%) und Swatch (+0,7%) setzen ihren Aufwärtstrend fort, nachdem sie Anfang Monat noch unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten.
Um Synthes (Aktie +0,8%) kursierten Spekulationen, wonach der amerikanischen Branchenriesen Johnson & Johnson (J&J) an einer Übernahme interessiert ist. Hintergrund ist die Zurückweisung von J&J's Avancen durch den britischen Mitbewerber Smith & Nephew.
Unter den defensiven Valoren rückten Roche (+0,3%) vor, während Novartis (-0,6%) und Nestlé (-0,8%) tiefer schlossen. Actelion stiegen um 0,1%, wenngleich sich Händlern zufolge die Übernahmespekulationen in den letzten Tagen wieder abgekühlt habe. Der angebliche Interessent Amgen hat derweil die US-Firma Biovex übernommen. Die Transaktion von 1 Mrd USD stelle aber Grossübernahmen durch Amgen nicht in Frage, sagten Händler.
Im breiten Markt gingen AFG um 0,7% zurück. Beim Arboner Unternehmen, das mit dem Umsatz 2010 über den Konsensuserwartungen lag, gibt Edgar Oehler sein Doppelamt auf. Er tritt als CEO zurück und wird sich auf das Amt des VR-Präsidenten konzentrieren.
Moderater nach oben ging es mit Feintool (+0,3% auf 360 CHF). Feintool hat mit den Q1-Zahlen die Markterwartungen ungefähr getroffen. Gemäss Marktbeobachtern wird hier auf eine Erhöhung des Kaufangebotes oder ein Konkurrenzangebot zur Offerte von Michael Pieper über seine Artemis III zu 350 CHF je Aktie spekuliert. An der heutigen Generalversammlung stellte Pieter jedoch klar, dass das Aufgebot nicht erhöht werde.
In Winterthur Technologie (+0,2% auf 63,10 CHF) wurde nach einer starken Umsatzentwicklung 2010 und Zuversicht für das laufende Rechnungsjahr auf eine Erhöhung des Kaufangebotes von 3M von 62 CHF je Titel spekuliert.
Weatherford wurden nach Zahlen um 3,3% zurückgenommen.
Die Aktien von Newron stiegen um 7,4%, nachdem sie bereits gestern um knapp 19% gestiegen waren.
Das Pharma/Biotech-Unternehmen Newron reagierte kurz vor Börsenschluss auf den starken Kursanstieg und teilte mit, es befinde sich in Gesprächen mit anderen Gesellschaften. Auch involviert seien Santhera, deren Aktien sich um 0,6% verteuerten. Der Ausgang der Gespräche sei "völlig offen", hiess es im Statement.
ra/pf

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