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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag klar fester geschlossen. Der Leitindex SMI erholte sich von Beginn weg von den Verlusten des Vortages und baute die Kursgewinne in der Folge stetig aus. Um die Mittagsstunden schaffte der Index den Sprung über die 6'500 Punkte und kletterte bis Handelsschluss gar an die Marke von 6'540 Stellen heran. Die Verlierer vom Vortag waren zumeist auch die Gewinner von heute. So legten einige Zykliker und Finanzwerte überdurchschnittlich an Wert zu. Aber auch die Schwergewichte Nestlé und Novartis boten dem Gesamtmarkt Unterstützung.
Nebst der technischen Erholung habe auch der Start in die Bilanzsaison die gute Stimmung im Handel getragen, meinten Händler. Am Vorabend hatte der US-Aluminiumkonzern Alcoa über die Ergebnisse des Jahres 2010 berichtet und einen überraschend hohen Quartalsgewinn ausgewiesen. Die Umsatzentwicklung von Alcoa wurde dagegen kritisiert. In der Schweiz haben mit Sika und Bell zwei Unternehmen aus der zweiten Reihe die Umsätze 2010 veröffentlicht.
Das Blue-Chips-Barometer SMI gewann am Ende um 1,37% auf 6'534,84 Punkten und schloss damit nahe am Tageshöchstwert von 6'543 Stellen. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,60% auf 1'038,78 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,45% auf 5'866,99 Punkte.
Die meisten Blue Chips schlossen fester und wurden dabei von Richemont angeführt. Nach dem eher harzigen Start ins neue Jahr verteuerten sich die Papiere des Luxusgüterkonzerns um deutliche 3,9%. Händler erklärten diesen Kurssprung auch mit der erneuten Anhebung der Gewinnprognosen der US-Luxusmarke Tiffany & Co. Die Titel der Swatch Group (+2,7%), die mit Tiffany im Uhrenbereich eine Partnerschaft unterhält, konnten nicht ganz so stark wie Richemont zulegen.
Klar fester gingen auch Transocean (+3,2%) aus dem Handel. Im Bericht einer von US-Präsident Obama eingesetzten unabhängigen Expertenkommission zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erhielt der britischen Ölkonzern BP als hauptverantwortliches Unternehmen für die Bohrung keinen Freispruch. Allerdings trage auch Transocean als Eigner der Bohrplattform und der technische Dienstleister Halliburton eine Mitschuld am Unglück, hiess es. Ein Auszug des Berichts hatte bereits in der Vorwoche die Titel von Transocean gestützt. Seit Anfang Jahr haben Transocean, die 2010 zu den grössten Verlierern im SMI/SLI gehörten, nun schon um 14,7% zugelegt.
Grosse Impulse im SMI gingen von ABB und Nestlé aus, die um 3,0% respektive 0,8% dazugewannen. ABB hat die Frist im Übernahmeangebot für Baldor Electric verlängert. Die Übernahme verläuft nach Plan und dürfte noch im ersten Quartal 2011 abgeschlossen werden. Ausserdem hat ABB in Brasilien Windenergie-Aufträge im Umfang von über 32 Mio USD gewonnen. Bei Nestlé hat das St. Galler Handelsgericht entschieden, dass der Discounter Denner seine Kaffeekapseln aus den Regalen räumen muss. Damit wehrte sich Nestlé erfolgreich gegen die Konkurrenz für seine Nespresso-Kaffeekapseln.
Bei den Finanzaktien standen die Grossbankentitel von Credit Suisse (+1,9%) und UBS (+1,7%) weit vorne. Die Analysten von Société Générale hatten den europäischen Bankensektor auf "Overweight" hochgestuft. Swiss Re gewannen gar 2,0%, während Julius Bär (-1,6%) und Swiss Life (-0,3%) nach Abstufungen tiefer aus dem Handel gingen.
Einbussen gab es auch bei Actelion (-1,7%). Grund dafür war eine leichte Anpassung der Guidance 2010. Die Pharma-Schwergewichte Roche (+0,5%) und Novartis (+1,1%) gewannen dagegen dazu.
Im breiten Markt büssten Bell nach dem Umsatzausweis 1,1% ein, Sika gingen unverändert aus dem Handel. Der Fleischverarbeiter Bell steigerte den Umsatz um rund 1%, Sika gelang ein Umsatzplus in Lokalwährungen von 10%. Groupe Minoteries avancierten nach dem Verkauf der Tierfutter-Tochter Biomill an fenaco um 6,7%.
mk/rt

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