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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: SMI etwas fester - UBS steigen nach guten Zahlen

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag nach dem verlängerten Osterwochenende mit etwas festeren Kursen abgeschlossen. Dabei seien sowohl an den Börsen Europas als auch in den USA die Zahlen verschiedener Unternehmen gut aufgenommen worden. In der Schweiz machte die Grossbank UBS mit einem über Erwarten guten Quartalsabschluss auf sich aufmerksam, was dem ganzen Finanzsektor Auftrieb verlieh.
Insgesamt hielten sich die Kursavancen in Grenzen. Zum einen seien in den vergangenen Sitzungen bereits kräftige Gewinne verbucht worden, zum andern mache sich vor der Leitzinsentscheidung in den USA vom Mittwoch unter den Anlegern Zurückhaltung bemerkbar, meinten Händler. Erstmals in der Geschichte der US-Notenbank wird Fed-Präsident Ben Bernanke im Anschluss an den Zinsentscheid an einer Pressekonferenz Auskunft geben. Derweil blieb der US-Dollar zum Euro und zum Franken weiter unter Druck.
Bis Börsenschluss stieg der SMI um 0,30% auf 6'476,59 Punkte. Kurz vor der Mittagspause scheiterte der SMI mit dem Versuch, die Marke von 6'500 Stellen zu überschreiten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann am Ende 0,33% auf 1'030,45 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,37% auf 5'959,25 Zähler dazu.
UBS waren mit einem Plus von 3,9% mit Abstand die grössten Gewinner bei den Bluechips. Allerdings hatten die Titel in der ersten Handelshälfte um teilweise weit über 5% zugelegt. Insbesondere mit dem Gewinn der Investment Bank und mit dem Zufluss neuer Kundengelder zeigten sich die Investoren zufrieden. Die Rückkehr des Neugeldzuflusses auf ein Vorkrisen-Niveau wurde von Analysten als positive Überraschung bezeichnet.
Credit Suisse (+1,2%) - die Bank legt am Mittwoch Quartalszahlen vor - und Julius Bär (+2,1%) konnten von den UBS-Zahlen stark profitieren. Allerdings wurden auch sie gegen Börsenschluss hin von den Tageshöchstnotierungen zurückgenommen.
Im Luxusgütersegment starteten Swatch (+0,7%) und Richemont (+0,4%) den Handel noch mit Abschlägen, kletterten dann aber bald in die Gewinnzone und konnten sich bis zum Schluss dort halten. Dabei wurden die neuesten Uhrenexportdaten der Schweiz veröffentlicht. Das Wachstum habe sich trotz des sehr ungünstigen Basiseffekts aus dem Vorjahr fortgesetzt, hiess es von Seiten des Uhrenverbandes.
Weit vorne im Kurstableau des SMI/SLI waren etwa auch noch Weatherford (+1,8%), Kühne + Nagel (+1,5%) oder Clariant (+1,7%) zu finden. Clariant gab den Abschluss der Übernahme der deutschen Süd-Chemie bekannt. ABB (+1,1%) waren im Vorfeld der Zahlenpublikation vom Mittwoch ebenfalls gefragt. Der Markt stelle sich auf ein solides Ergebnis ein, hiess es.
Auf der Verliererseite standen Transocean (-2,9%) weit hinten. Ein US-Bericht sieht eine Mitschuld des Ölplattformbetreibers an der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko im vergangenen Jahr. Noch kräftiger gaben Swisscom (-4,3% bzw. 17,50 CHF) nach. Das Minus war jedoch nur rein optisch, denn die Titel wurden mit einem Dividendenabschlag von 21 CHF gehandelt.
Adecco (-1,0%) litten derweil nach dem Kurssprung in der Vorwoche unter Gewinnmitnahmen. Grössere Verluste mussten etwa auch Sonova (-1,3%) oder Synthes (-1,4%) hinnehmen. Zu den Verlierern gehörten auch die Pharmaschwergewichte Novartis (-0,5%) und Roche (-0,2%). Nestlé hielten mit einem Plus von 0,4% dagegen.
Bei den Nebenwerten büssten Galenica (-4,3%) deutlich ein. Die Produktion des Galenica-Eisenproduktes Venofer wurde in Nordamerika gestoppt. Der nordamerikanische Lizenzpartner Luitpold habe die Produktion und den Vertrieb vorübergehend eingestellt, hiess es.
EGL legten dagegen um 3,4% zu. Die Gesellschaft gab den Abschluss einer Grundsatzvereinbarung mit der türkischen Botas bekannt. Damit komme sie einen Schritt weiter in den bisher eher zähen Verhandlungen mit der Türkei bezüglich dem Transport von Erdgas, urteilt die ZKB.
Die Luzerner Kantonalbank (+1,4%) legte Ergebnisse für das 1. Quartal vor und konnte dabei leicht verbesserte Gewinnzahlen ausweisen.
mk/rt

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