Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: SMI fester - Breite Erholung dank guter Konjunkturdaten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende deutlich im Plus abgeschlossen und sich damit von den Kursverlusten der Vorwoche erholt gezeigt. Der Leitindex SMI legte, angeführt von finanz- und konjunkturabhängigen Aktien, um beinahe ein Prozent zu. Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus China hätten die technische Gegenbewegung ausgelöst, meinten Händler. In der zweiten Tageshälfte liessen die zumeist über den Erwartungen liegenden US-Konjunkturdaten sowie verbesserte Aussichten für das Schweizer Bankensystem die Kurse weiter ansteigen.
In China ist die Inflation im Mai zwar weiter in die Höhe geklettert, allerdings seien die Sorgen vor einer ausufernden Inflation abgeebbt, hiess es im Handel. Zudem meldete die US-Regierung für den abgelaufenen Monat einen überraschend schwachen Rückgang bei den Einzelhandelsumsätzen. Im Gegensatz dazu ist die Schuldenkrise in der Eurozone etwas in den Hintergrund gerückt. In Brüssel haben die Euro-Finanzminister über das weitere Vorgehen in Griechenland beraten, wobei der Finanzkollaps mit einem neuen Rettungspaket abgewendet werden soll.
Der Schweizer Leitindex SMI stieg bis Börsenschluss um 0,94% auf 6'255,68 Punkte und lag damit etwas hinter dem Tageshöchstwert von 6'270 Stellen zurück. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,70% auf 972,03 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,73% auf 5'748,31 Punkte.
Bei den Blue Chips wussten Zykliker zu gefallen. So stiegen SGS um 2,3%, Logitech um 1,4% oder ABB um 1,2%. Kühne + Nagel legten ebenfalls um 1,1% zu, nachdem der Logistikkonzern mit Horst-Joachim Schacht und Tim Scharwath die Leitung der Seefracht respektive der Luftfracht neu besetzt hat.
Erholungstendenzen waren auch bei den Luxusgütertiteln der Swatch Group (+0,8%) und etwas weniger ausgeprägt bei Richemont (+0,6%) auszumachen. Die Titel hatten in der Vorwoche vier respektive fünf Prozent an Wert verloren.
Die Grossbankentitel hatten in der letzten Woche beinahe ebenso deutlich nachgegeben. Am Dienstag gewannen UBS 0,9% und Credit Suisse lediglich 0,2%. Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Schweizer Banken auf "stabil" von "negativ" erhöht. Moody's begründete dies mit der Erholung der Schweizer Wirtschaft und der reduzierten Unsicherheit bezüglich des Schweizer Bankgeheimnisses. Allerdings warnten die Experten auch vor den Risiken bei den Grossbanken.
Die Versicherungswerte ZFS (+2,0%) und Swiss Life (+1,2%) waren im Zuge der Markterholung in der vorderen Tabellenregion zu finden. Dabei ist der Lebensversicherer Swiss Life mit der Onlinebank Swissquote (Aktie: -1,9%) eine strategische Zusammenarbeit im Bereich Bankprodukte eingegangen. Swiss Life erhofft sich daraus, die Wiederanlagequote aus auslaufenden Lebensversicherungen verbessern zu können. Swissquote will so die Anzahl Kontoinhaber stark steigern.
Zurückhaltung war dagegen bei Swiss Re (unv.) angesagt, nachdem die Erde in Neuseeland in der Region Christchurch zum zweiten Mal in diesem Jahr stark gebebt hat. Die Experten der Risikomodellierungsfirma Eqecat schätzten die versicherten Schäden auf 3 bis 5 Mrd USD. Damit sind die Schadenerwartungen halb so hoch, wie noch aus der Erdbebenkatastrophe in Christchurch im ersten Quartal.
Zu den grossen Verlierern gehörten Weatherford (-3,8%). Am Vortag gaben die Titel an der New Yorker Börse bereits um 4% nach. Händler begründeten den Verkaufsdruck mit dem Ausscheiden aus dem Russell-1000-Index. Zur Schwäche neigten etwa auch noch Clariant (-0,5%) oder Transocean (+0,6%).
Dagegen stützten die Indexschwergewichte Nestlé (+0,9%), Novartis (+1,4%) sowie Roche (+1,1%) die Erholung an der Börse.
Im breiten Markt profitierten Meyer Burger (+2,3%) von Äusserungen des CEO in der Wochenendpresse. Sulzer (+1,2%) erholten sich etwas von den Einbussen vom Freitag nach der Ankündigung des CEO-Abgangs.
Escor gaben dagegen um 7,0% nach. Die Casino-Betreiberin soll gemäss Presseberichten bei der Vergabe der Casino-Lizenz in Zürich leer ausgehen. Publigroupe (-1,5%) reagierten negativ auf den Verkauf eines Minderheitsanteils an der chinesischen City Media.
mk/tp

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.