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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag nach den Verlusten in den beiden vorangegangenen Sitzungen mit etwas festeren Kursen abgeschlossen. Der Leitindex SMI eröffnete klar fester, wobei Signale der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) stützten, die auf eine mögliche Anhebung der Öl-Fördermenge hindeuteten. Dies führte zugleich zu einem leichten Rückgang bei den Ölpreisen. In der Folge bröckelten die Gewinne im SMI jedoch ab und der Index rutschte für kurze Zeit gar ins Minus, ehe er sich wieder ins Plus und über die Marke von 6'500 Punkte vorarbeiten konnte.
An der Börse blieb auch am Dienstag die angespannte geopolitische Lage in Nordafrika und im Nahen Osten sowie die nach wie vor hohen Ölnotierungen das Hauptthema. Die grösste Sorge im Markt ist Händlern zufolge, dass die Unruhen in Libyen auf andere wichtige Ölstaaten wie Saudi Arabien oder Kuwait übergreifen könnten und sich das Rohöl so weiter verteuern würde. Ausserdem sei mit rekordhohen Renditen auf griechischen Staatsanleihen auch die europäische Schuldenkrise wieder verstärkt in den Fokus der Anleger gerückt, hiess es.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Ende um 0,24% höher auf 6'511,21 Punkten (Tageshoch/-tief 6'552/6'480). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,35% auf 1'049,05 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,29% auf 5'907,56 Punkte.
Bei den Blue-Chips-Unternehmen blieb die Nachrichtenlage ziemlich dünn. Als Marktstützen erwiesen sich die Schwergewichte Nestlé (+0,6%) und UBS (+1,3%), die beide von Sektorstudien getragen wurden. Die Nestlé-Papiere hätten von einer Studie aus dem Hause Morgan Stanley profitiert, hiess es. Die Analysten der US-Bank schreiben den defensiven Werten bei dem sich verschlechternden Chancen-/Risiko-Verhältnis am Markt eine zunehmende Bedeutung zu. Von diesen Aussagen konnten die defensiven Pharmawerte von Roche (unverändert) und Novartis (-0,8%) jedoch keinen Profit schlagen.
Bei UBS habe eine Branchenstudie von JP Morgan zu den Avancen geführt, hiess es am Markt. Darin wurden die europäischen Investmentbanken als die grossen Gewinner regulatorischer Arbitrage-Möglichkeiten bezeichnet. Auch andere Finanzaktien konnten dazugewinnen. Gefragt waren etwa Swiss Life, die sich um 0,8% verteuerten, Baloise (+0,9%), Julius Bär (+1,1%) oder Swiss Re (+0,5%). Die Aktien der Credit Suisse (+0,1%) und von ZFS (+0,2%) gingen derweil kaum verändert aus dem Handel.
Weiter gehörten einige zyklische Valoren zu den Tagessiegern. Weit vorne im SMI/SLI-Tableau reihten sich Holcim (+1,2%) und Geberit (+1,0%) ein. Händlern zufolge profitierten Holcim von Aussagen des Mitbewerbers Italcementi, dessen Management den Boden in der Zementbranche erreicht sieht. Derweil bauten die Luxusgüteraktien von Richemont (+0,7%) und der Swatch Group (+0,3%) aus. Die Übernahme von Bulgari durch den französischen Konzern LVMH beflügelt die Branche.
Petroplus gewannen 1,4%. Gestern wurde bekannt, dass die Titel nur noch bis am 21. März im Bluechip-Index SLI enthalten sein werden. Die Meldung hat seither jedoch keinen Kursrutsch ausgelöst. Petroplus werden im SLI durch die Aktien des Erdölservice-Unternehmens Weatherford abgelöst. Weatherford legten am Dienstag um 3,9% zu.
Im breiten Markt machten das Industrieunternehmen Schulthess (Aktie: +7,8%) und der Modekonzern Charles Vögele (+6,4%) mit überraschend guten Jahreszahlen auf sich aufmerksam. Schulthess hat im Geschäftsjahr 2010 zwar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen, konnte aber die Erwartungen am Markt übertreffen. Auch Charles Vögele lag mit den Gewinnzahlen über den Vorgaben. Bei Vögele scheine der Wandel zum "Lifestyle-Anbieter" Früchte zu tragen, kommentierten Marktbeobachter den Ausweis.
Nebst Schulthess und Charles Vögele berichteten einige weitere Unternehmen aus der zweiten Reihe über das abgelaufene Jahr. Dabei konnten Peach Property (+4,2%) und AFG Arbonia Forster (+3,5%) ebenfalls deutlich dazugewinnen. Die Aktienkurse bei Mobimo (+0,3%), Swisslog (unv.), Alpiq (unv.) sowie VZ Holding (unv.) bewegten sich kaum.
mk/tp

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