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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag stark nachgegeben. Nachdem der Leitindex SMI bereits mit Verlusten in den Handel gestartet war, weitete er die Abgaben in der Folge kontinuierlich aus und rutschte gar unter die Marke von 6'500 Punkten. Dabei hatten am Nachmittag die unter den Erwartungen ausgefallenen US-Konjunkturdaten zum Häusermarkt und zur Industrieproduktion die Stimmung an den Börsen zusätzlich gedämpft.
Insgesamt sei das Geschäft jedoch ziemlich impulslos und in ruhigen Bahnen verlaufen, meinte ein Händler. Zu den Unternehmen im SMI/SLI hatte es kaum kursrelevante Nachrichten gegeben. Auf den Gesamtmarkt drückten vor allem die schwergewichtigen Pharmatitel von Roche und Novartis. Die Anleger hätten die zuletzt erzielten Avancen teilweise mitgenommen. Ausserdem konnten sich die Bankenwerte nur bis zur Handelshälfte in der Gewinnzone halten und gaben anschliessend ebenfalls nach.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss 1,03% tiefer bei 6'496,56 Punkten (Tageshoch 6'561; Tagestief 6'487). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 1,37% auf 1'014,02 Stellen, während der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,08% auf 5'976,68 Zähler verlor.
Weatherford (-6,3%) waren mit Abstand die grössten Verlierer, ohne dass es zum Ölservice-Unternehmen kursbelastende News gegeben hätte. US-Anleger hatten bereits am Montag die Weatherford-Titel tiefer gestellt. Die Papiere des US-Ölbohrspezialisten Transocean büssten mit 3,2% ebenfalls deutlich an Wert ein.
Weiter gehörten Syngenta mit 3,7%, Nobel Biocare mit 3,1% oder Logitech mit 2,4% zu den grössten Verlierern. Die Aktien des Computerzubehörherstellers fallen per Ende Mai offenbar aus dem MSCI Equity Index Switzerland. Ausserdem hätten verhaltene Aussagen des Grosskunden Hewlett Packard zur künftigen Entwicklung im PC-Geschäft zusätzlich auf den Logitech-Kurs gedrückt, hiess es.
Bei den Börsenschwergewichten fielen die Abgaben von Roche (-1,4%) und Novartis (-1,2%) auf, während sich Nestlé (-0,4%) relativ schadlos hielten. Nebst den Gewinnmitnahmen hätten die Pharmawerte auch unter einer Studie von Morgan Stanley gelitten. Die Experten raten weiterhin zur Zurückhaltung gegenüber dem europäischen Pharmasektor.
Clariant sanken um 1,9% auf 17,94 CHF. Der Spezialchemiekonzern hat im Zuge der Übernahme des Wettbewerbers Süd-Chemie das Pflichtangebot für die noch ausstehenden 3,85% der Anteile vorgelegt, was sich allerdings kaum auf den Kurs ausgewirkt haben dürfte. Vielmehr werde bei Clariant derzeit ein erbitterter Kampf zwischen Haussiers und Bassiers um die wichtige Marke von 18 CHF geführt, so ein Händler. Heute hatten die Baissiers die Nase vorn.
Die zuletzt abgestraften Bankentitel standen lange gut da. Allerdings rutschten auch sie in die Verlustzone. Credit Suisse verbilligten sich am Ende um 0,4%, Juliuse Bär um 0,6% und UBS gar um 1,2%. Die Vorschläge des Bundesrats zum Umgang mit den Risiken der Grossbanken haben unterdessen eine erste Hürde genommen. Die Wirtschaftskommission des Ständerats sprach sich am Vorabend für die Annahme der "Too-big-to-fail"-Vorlage aus, mit einigen Änderungen. Ausserdem sollen die Schweiz und Deutschland in den Verhandlungen um ein Steuerabkommen kurz vor einer Einigung stehen.
Die geringsten Abgaben im SMI/SLI gingen auf das Konto von Actelion und Synthes (je -0,1%).
Aus dem MSCI Global Small Cap Indizes fallen unter anderen die am breiten Markt gehandelten Titel von LifeWatch. Die Aktien verbilligten sich um 7,5%. Dagegen konnten etwa Huber + Suhner (+1,1%) oder Valiant (+2,9%) von der Aufnahme in diesen Index profitieren.
Im breiten Markt haben einige Unternehmen über den jüngsten Geschäftsverlauf informiert: Reisedetailhändler Dufry (+6,7%) überzeugte - zumindest währungsbereinigt - im ersten Quartal mit starken Wachstumszahlen. Die Aktien des Edelmetallproduzenten International Minerals (-1,2%) und der Immobiliengesellschaft SPS (+0,4%) bewegten sich nach Zahlen weniger stark.
Weiter wurden die Valoren des Milchverarbeiters Hochdorf am Dienstag erstmals an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Hochdorf starteten mit einem Kurs von 113,00 CHF und gingen mit 113,90 CHF aus dem Handel. Die Dekotierung von der Berner Börse BX Berne Exchange soll innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgen. Dort lag der Schlusskurs am Montag bei 116,70 CHF.
Derweil sollen die Aktien des Verlagshauses Edipresse (-6,0%) ganz von der Börse verschwinden. Die Besitzerfamilie Lamunière startet ein Rückkaufangebot für die noch öffentlich gehaltenen Aktien.
mk/dm

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