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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag deutlich tiefer geschlossen. Weiterhin beschäftigen die Unruhen im arabischen Raum und insbesondere auch die deswegen kräftig ansteigenden Ölpreise die Marktteilnehmer. Auch mache der wieder erstarkende Franken den exportorientierten Unternehmen zu schaffen. Entsprechend sei die Stimmung derzeit "sehr schlecht", sagte ein Händler. Andererseits biete die derzeitige Korrektur auch wieder Einstiegschancen.
Überzeichnet wurden die Verluste im SMI allerdings durch den Kursrückgang der ex-Dividende gehandelten Novartis-Aktie. Deutliche Abgaben erlitten auch Transocean nach der Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal 2010. Am Nachmittag publizierte US-Makrodaten haben am hiesigen Markt kaum für Impulse gesorgt.
Der Leitindex SMI schloss um 1,61% tiefer auf 6'515,97 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab 1,52% auf 1'039,91 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) - bei dem die Dividende nicht herausgerechnet wird - sank 0,95% auf 5'865,20 Zähler.
Der Ölbohrkonzern Transocean (Aktie -4,5%) enttäuschte die Erwartungen des Marktes mit seinem am Vorabend präsentierten Jahresergebnis, die Titel mussten deutliche Verluste hinnehmen. Das Unternehmen rutschte im vierten Quartal in die roten Zahlen und wies im Gesamtjahr einen starken Gewinnrückgang aus. Noch deutlichere Verluste erlitten indes Petroplus (-8,0%), welche die grössten Verluste unter den Bluechips hinnehmen mussten. Ein Marktteilnehmer sprach von "aggressiven" Abgaben aus dem Ausland. Branchenkollege Weatherford (-0,9%) aus dem breiten Markt hielt sich hingegen deutlich besser.
Federn liessen auch Swatch (-2,5%) und Richemont (-3,0%). Der Markt befürchte Folgen der Unruhen im Nahen Osten auf den Luxusgüterabsatz, hiess es. So würden rund 10% der Schweizer Uhrenexporte in die Region gehen. Auch weitere zyklische Werte wie Adecco (-1,9%) und Holcim (-1,0%) gaben nach.
Massiv besser hielten sich ABB (+0,9%), welche neben Syngenta (+0,9%) und Sonova (+0,5%) als einzige nicht im roten Bereich schlossen. Das Unternehmen sei zwar von den Unruhen betroffen, es sei aber in einer besseren geografischen Situation als die Konkurrenz, hiess es bei Händlern. Sonova profitieren derweil von einer am Markt positiv beurteilten Vereinbarung mit den Aktionären der US-Tochter InSound Medical.
Die ex-Dividende notierten Novartis gaben um 4,9% bzw. 2,65 CHF nach. Die Dividende belief sich auf 2,20 CHF; die Abgaben hielten sich demnach nach Abzug der Dividende in Grenzen. Dem Abwärtssog nicht entziehen konnten sich die Titel der Novartis-Branchenkollegin Roche (-0,6%). Desgleichen Nestlé (-0,5%), wenn auch die Abgaben unter dem Marktdurchschnitt lagen.
Credit Suisse verbilligten sich 2,2%. In den USA wurde die Anklageerhebung gegen vier Schweizer Banker bekanntgegeben, die mit der CS in Verbindung gebracht werden. Die Grossbank sieht sich selbst nicht als Gegenstand der Ermittlungen. Auch die anderen Finanzwerten erlitten Verluste, so UBS (-1,7%) und Julius Bär (-1,7%), sowie die Versicherer Swiss Re (-1,8%) und ZFS (-0,5%).
Im breiten Markt fiel der Einbruch bei den Aktien von Micronas (-20,9%) auf, nachdem das Unternehmen für das letzte Quartal einen von den Analysten nicht erwarteten Verlust ausgewiesen hat. Ebenfalls ungnädig aufgenommen wurden die Jahreszahlen von Kudelski (-4,2%). Die Resultate hätten die Erwartungen am Markt verfehlt, hiess es in Analystenkommentaren.
Mit nur leichten Abgaben schlossen Sulzer (-0,2%). Zwar setzte das Industrieunternehmen 2010 etwas weniger um, der Reingewinn und der EBIT ohne Restrukturierungskosten wurden dagegen deutlich gesteigert. Auch die Guidance für 2011 wurde am Markt positiv beurteilt, teils aber auch als etwas konservativ eingeschätzt.
BCV (-1,2%) gaben nach Jahreszahlen hingegen nach. Auch Bank Sarasin (-2,4%) schlossen tiefer, nachdem das Institut mit den Gewinnzahlen nicht überzeugte. Allreal (+0,6%) reagierten hingegen positiv auf die vorgelegten Zahlen.
dl/uh

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