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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch schwächer geschlossen. Marktteilnehmer sprachen von einem sehr ruhigen Geschäft, Unternehmensnachrichten gab es nur wenige. Die Erleichterung über die die gewonnene Vertrauensabstimmung für die griechische Regierung verpuffte, da sie bereits erwartet worden war. Auch positive Daten vom US-Häusermarkt konnten dem Markt nicht auf die Sprünge helfen.
Es herrschte allgemeine Zurückhaltung vor der nach europäischem Börsenschluss anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und insbesondere den Kommentaren auf der anschliessenden Pressekonferenz. Entsprechend verhalten präsentierten sich zunächst auch die US-Börsen. Experten rechnen vor allem nach den zuletzt schwachen Konjunkturdaten mit einer Fortsetzung der expansiven Geldpolitik.
Der SMI schloss um 0,93% tiefer auf 6'113,44 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,60% auf 951,16 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,72% auf 5'623,13 Punkte nach.
Für Novartis ging es um 1,0% nach unten. Ein Ausschuss der Gesundheitsbehörde FDA hatte sich in der Nacht auf Mittwoch wegen Sicherheitsbedenken gegen eine Zulassung des Medikaments Ilaris bei gichtartiger Arthritis ausgesprochen. Derweil bricht der deutsche Konkurrent Merck den weltweiten Zulassungsprozess für das MS-Mittel Cladribin ab. Allerdings könnte Marktteilnehmern zufolge die noch in der Entwicklung steckende MS-Pille von Biogen Idec wieder ein Thema werden. Einige Experten hielten das Präparat für revolutionär und stellen die Schätzungen für Gilenya von Novartis in Frage, hiess es von einem Händler.
Schwächer zeigten sich auch die beiden anderen Schwergewichte und lasteten damit deutlich auf dem Index. Nestlé verloren 1,0%, für Roche ging es um 1,3% nach unten. Schlusslicht waren Logitech nach der Gewinnwarnung des Elektronikkonzerns Philips mit minus 3,1%.
Finanzwerte kamen unter Druck. CS fielen als einer der schwächsten Werte um 2,1%, UBS gaben um 1,2% nach. Auch einige der Versicherer mussten Federn lassen. So ging es für ZFS um 1,2% nach unten, Bâloise verloren 0,9% und der Rückversicherer Swiss Re 0,6%. Aktien von Swiss Life legten hingegen um 0,9% zu.
Fest zeigten sich Nobel Biocare mit plus 1,9%. Die Titel wurden vom Verkauf des Dentalgeschäfts Astra Tech durch Astrazeneca an Dentsply beflügelt. Nachdem Nobel Biocare zuletzt Marktanteile an Astra Tech abgegeben habe, dürften die Schweizer davon profitieren, dass Astra Tech mit Integrationsaufgaben beschäftigt sein werde, hiess es bei Morgan Stanley. Zudem sah die Citigroup das Unternehmen als potenzielles Übernahmeziel.
Auch Syngenta waren einen Tag nach dem Capital Markets Day weiter gefragt und stiegen um 0,2%. Der Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta sieht sich mit seinem geplanten Wachstumskurs auf gutem Weg. Zudem profitierten die Titel von einer positiven Branchenstudie von Nomura.
Transocean hielten sich mit unveränderten Kursen noch im vorderen Mittelfeld. Der Ölbohrkonzern hat einen internen Untersuchungsbericht zur Katastrophe im Golf von Mexiko veröffentlicht und deutliche Kritik an BP geäussert. Weatherford, die Anfang der Woche eine Vereinbarung mit BP geschlossen hatten, stiegen an der Indexspitze um 3,6%. Weatherford stellt den Briten, wie bereits bekannt, 75 Mio USD für einen Entschädigungsfonds zur Verfügung und wird im Gegenzug von Forderungen freigestellt.
Unter den Titeln im breiten Markt gehörten Micronas mit plus 7,2% zu den Favoriten, nachdem das Unternehmen eine Entwicklungskooperation mit Siemens bei Brandmeldern angekündigt hatte. Analysten werteten die künftige Zusammenarbeit als positiv.
Feintool gaben um 0,3% nach. Das Industrieunternehmen verkauft die Tochtergesellschaft Afag an die deutsche Schaeff-Gruppe. Der Batteriehersteller Leclanché (Aktie +2,4%) konnte indes einen Grossauftrag für die Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien verbuchen.
dm/cc

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