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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Solides Plus - ABB sehr stark

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 18:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit einem soliden Plus aus der Sitzung gegangen. Nach einem noch stärkeren Beginn fielen die Indizes bis gegen Mittag wieder etwas zurück und tendierten am Nachmittag vorwiegend seitwärts, mit Ausnahme der Schlussauktion, in der die Kurse noch einmal nach oben getrieben wurden. Getragen wurde die insgesamt freundliche Stimmung vom positiven Start der Unternehmens-Berichtssaison in den USA, wo Alcoa am Vorabend die Erwartungen übertroffen hatte. Sehr gesucht waren dabei ABB.
Weder der erwartete Entscheid der Entscheid der EZB, die Zinsen unverändert zu lassen, noch Daten zu den Arbeitslosenanträgen in den USA oder zu den dortigen Lagerbeständen des Grosshandels vermochten den SMI am Nachmittag noch gross zu bewegen.
Der SMI legte schliesslich 0,73% auf 6'305,8 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 1,06% auf 976,92 Punkte und der breite SPI 0,73% auf 5'444,87 Punkte.
ABB (+4,3%) beendeten den Handel zuoberst auf der Liste. ABB erhielten vom Abschluss einer neuen Kreditfazilität über 2 Mrd USD sowie von einer Aufstufung durch die UBS auf "Buy" Rückenwind. Nachdem das Papier am Vortag noch zu den grössten Verlierern gehört hatte, überwogen heute die positiven Faktoren.
Nebst dem positiven Kommentar durch die UBS äusserten sich weitere Banken wohlwollend zu ABB. So verwies der Broker Helvea auf ein Abkommen zwischen der National Grid Plc und der norwegischen Statnett SF, welches die Möglichkeit abklären soll, England und Norwegen mit einem Stromkabel zu verbinden. Dies sei für ABB eine grosse Chance, da ABB einer der wenigen wettbewerbsfähigen Anbieter in diesem Bereich sei. Unterstützung schliesslich erhielten ABB auch von optimistischen Kommentaren eine Verwaltungsrates von ABB in Österreich.
Sehr stark zeigten sich auch Syngenta (+3,7%). JP Morgan rechnet für den Agrochemie-Konzern ab dem ersten Quartal 2010 mit einer verbesserten Nachfragesituation und hat deshalb das Rating auf "Overweight" von zuvor "Neutral" erhöht.
Überdurchschnittlich schnitten zudem Kühne+Nagel (+3,5%), Clariant (+2,7%) oder Adecco (+2,8%) ab.
Von den Finanzwerten hielten sich Swiss Life (+2,5%) weit oben sowie auch Julius Bär (+3,1%) und die Bär-Abspaltung GAM (+1,8%). Für Julius Bär haben sowohl Nomura als auch die Bank Vontobel haben das Kursziel erhöht. Die gestern bekanntgegebene Übernahme des Schweizer Privatbanken-Geschäfts der niederländischen ING Gruppe wurde erneut lobend hervorgehoben.
Von den übrigen Banken gehörten UBS (-0,3%) zu den wenigen Verlierern, wogegen sich CS (+0,3%) im Plus halten konnten. Hier stützte eine Kurszielerhöhung durch HSBC auf 70 CHF bei gleichzeitiger Bestätigung des Ratings "Overweight" etwas.
Eher weniger Zuspruch fanden defensive Werte wie Swisscom (-1,8%) als grösster Verlierer oder Nestlé (-0,2%) und Roche (+0,1%). Novartis (+0,8%) hielten sich etwas besser, nachdem das Unternehmen vom US-Biotechunternehmen Paratek Pharmaceuticals die Vermarktungsrechte am einem Breitbandantibiotikum-Produktekandidaten erworben hatte.
Im breiten Markt fielen Mondobiotech mit einem Plus von 13,1% auf. Allerdings hatte das Papier seit dem Börsengang von Ende August gegen den Trend markant an Terrain eingebüsst.
Temenos (+4,7%) profitierten von einer Aufstufung durch die UBS auf "Buy".
Wenig Bewegung war bei Mobimo (-0,2%) auszumachen. Das Übernahmeangebot der Luzerner Immobiliengesellschaft an die Aktionäre der Lausanner LO Holding (-0,1%) ist wie erwartet zustande gekommen.
cf/rt

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