Navigation

AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Verhalten - Freundliche Tendenz setzt sich nicht durch

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 18:15 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem überwiegend freundlichen Verlauf kaum verändert geschlossen. Gestartet war die Börse im Minus, zeitweise Aufschläge wurden vor allem als technische Gegenbewegung auf die starken Verluste vom Freitag gesehen. Fundamental habe sich nichts geändert und die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in der Eurozone seien noch gross, hiess es.
Aus den USA kamen durchwachsene Signale, was die Kurse am Nachmittag dämpfte: Die Wall Street tendierte zunächst knapp behauptet und rutschte später ab. Auch der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe in der Region fiel schlechter als erwartet aus. Nach Handelsende in Europa folgt der NAHB-Stimmungsindex der Bauunternehmen im Mai.
Bei Börsenschluss notierte das Blue Chips Barometer SMI unverändert bei 6'428,86 Punkten (Tageshoch 6'495), wobei vor allem die grosskapitalisierten Nestlé stützten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor um 0,38% auf 984,76 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,04% auf 5'678,08 Zähler.
Die Finanzwerte waren zeitweise sehr gefragt, darunter CS (+0,02%) und UBS (-0,2%). Marktteilnehmer verwiesen auf Umschichtungen innerhalb des europäischen Bankensektors und Deckungskäufe. Im späten Handel verloren die Titel jedoch an Terrain. GAM (+1,6%) arbeiteten sich indes an die Spitze vor. Eine Übernahe in der Branche sorge für Fantasie, hiess es. Der börsennotierte Hedgefonds Man Group übernimmt den Rivalen GLG Partners, wie am Nachmittag bekannt wurde.
Grössere Aufschläge gab es noch für Syngenta (+1,2%) und Swiss Life (+1,0%). Bei Nestlé (+1,2%) verwies ein Marktbeobachter auf eine Kombination aus dem organischen Wachstumspotenzial, dem defensivem Charakter und der starken Stellung in den aufstrebenden Märkten, welche Interesse auf die Papiere ziehe.
Bei den ebenfalls defensiven Novartis (-0,1%) und Roche (+0,3%) fiel die Entwicklung verhaltener aus.
Sonova (-0,6%) wurden im Vorfeld der für morgen Dienstag angesagten Jahreszahlen bis Handelsschluss tiefer gestellt.
Swatch (-3,50 CHF oder -1,1%) wurden ex Dividende von 4 CHF gehandelt. Unterstützung erhielten die Titel von Barclays, die das Rating auf "Overweight" von "Equalweight" erhöhten. Für Richemont (-0,3%) wurde die Einstufung "Overweight" bestätigt, bei leicht erhöhtem Kursziel.
Schwächer zeigten sich neben Julius Bär (-2,3%), Kühne+Nagel (-1,8%) und Synthes (-1,8%) auch ABB (-2,4%). Der Technologiekonzern will den Anteil an der indischen Tochtergesellschaft ABB Limited auf 75% von rund 52% erhöhen. Den möglichen Gesamtwert der Transaktion beziffert das Unternehmen auf rund 965 Mio USD. Analysten honorierten die Förderung und langfristige Entwicklung des indischen Geschäfts, sahen den Preis aber eher als hoch an.
Tief im Minus notierten auch Actelion (-2,5%). Marktbeobachter verwiesen auf die European Healthcare Conference der BNP Paribas in der Vorwoche. Der Erfolg des Unternehmens mit dem Schlafmittel Almorexant werde von Analysten als immer unwahrscheinlicher beurteilt und die Präsentation habe das Sentiment nicht verbessert, hiess es.
Im breiten Markt zogen Oridion (+4,3%) nach Quartalszahlen deutlich an. Hügli (+1,7%) profitieren von einer leichten Erhöhung der Guidance für das Gesamtjahr. Diese wurde anlässlich der Bekanntgabe der Trennung von einer Produktelinie in Tschechien kommuniziert.
Sulzer (+2,4%) wurden von Goldman Sachs auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft und auf die "Pan-Europe Conviction Buy List" gesetzt. Nach Ansicht der Analysten wird das Unternehmen materiell von der Erholung der Endmärkte profitieren.
Bei Transocean (+1,6%) sprachen Händler von einer überfälligen Erholung der stark auf die Nachrichten von der Ölpest reagierenden Titel. Orascom (-3,4%) standen nach der Vorlage von Quartalszahlen dagegen unter Druck.
cc/mk

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?