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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Verluste - Gewinnmitnahmen bei Bankenwerte belasten

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 18:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem grösstenteils schwächeren Verlauf mit Verlusten geschlossen. Nach einer tieferen Eröffnung hatte sich der SMI kurzzeitig ins Plus vorgearbeitet und ein neues Jahreshoch bei 6'539,51 Punkten markiert. Danach bröckelten die Kurse bei einem uninspirierten Handel aber sofort wieder ab. Gebremst wurde der Markt von Gewinnmitnahmen bei den Bankentiteln, unterstützt dagegen durch Aufschläge bei den schwergewichtigen Pharmawerten. Im späteren Verlauf belastete zudem die negative Performance der US-Börsen.
Das Handelsgeschehen wurde am Markt als vorweihnachtlich ruhig beschrieben. Vor den Feiertagen wolle sich niemand mehr exponieren, zudem fehle es an Impulsen, meinte ein Beobachter. Auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten vermochten das hiesige Marktgeschehen kaum zu bewegen.
Bei Börsenschluss verlor der SMI 0,66% auf 6'489,23 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) sank um 0,74% auf 992,03 Punkte und der breite Swiss Performance Index um 0,66% auf 5'571,12 Zähler.
Zu den schwächsten Werten zählten am Berichtstag die Bankenwerte CS (-2,8%), UBS (-2,3%) und Julius Bär (-1,2%). Im Handel wurde von Gewinnmitnahmen nach der guten Performance vom Vortag gesprochen. Die Stimmung im Sektor sei aber auch von der Verschiebung des Verkaufs von Citigroup-Aktien durch das US-Finanzministerium gedämpft worden, heisst es. Ausserdem trübten die voraussichtlich ab Ende 2012 strengeren Eigenkapitalanforderungen des Basler Ausschusses das Sentiment.
Mit deutlichen Abgaben fielen auch Swiss Life (-1,9%) auf. Die UBS hat den Lebensversicherer auf die "Least Preferred List" aufgenommen und Merrill Lynch bestätigte am Donnerstagmorgen trotz einem nach oben nachgezogenen Kursziel das Rating "Underperform". Weniger Einfluss hatte dagegen die Erhöhung des Swiss-Life-Kursziels durch die Deutsche Bank.
Etwas besser hielten sich die übrigen Assekuranzen ZFS (-0,9%), Swiss Re (-0,7%) und Baloise (-0,8%). Letztere profitierten etwas davon, dass die UBS den Titel auf ihre "Most Preferred List" aufgenommen hat.
Nobel Biocare (-2,9%) wurden von Gewinnmitnahmen nach der Vortageshausse ans Tabellenende gedrängt.
Die grosskapitalisierten Nestlé (-0,8%) verbilligten sich in etwa mit dem Marktdurchschnitt. Dagegen stützten Novartis (+0,3%) und Roche (+0,1%) zeitweise mit grösseren Aufschlägen. Roche musste am Mittwochabend bekannt geben, dass ein vorberatender Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA einen negativen Vorentscheid für Tarceva als Erstlinien-Erhaltungsherapie für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs gefällt hat. Heute schob der Konzern eine positive Mitteilung nach, wonach der Wirkstoff Taspoglutid in zwei weiteren Phase-III-Studien bei Diabetes Typ 2 die primären Endpunkte erreicht hat.
An der Tabellenspitze schlossen Richemont (+0,9%) und Givaudan (+0,9%).
Am breiten Markt zeigten sich Addex (+7,1%) nach dem Kursabsturz vom Vortag (-64,7%) wieder im Plus. Nach dem Scheitern des Leitprodukts des Unternehmens haben am Donnerstag noch einmal weitere Analysten ihre Kursziele drastisch nach unten korrigiert.
Kudelski gewannen 5,7%. Das Unternehmen hatte am Mittwochabend die Übernahme der französischen Medialive mitgeteilt. Rückenwind verlieh zudem eine Kaufempfehlung durch die Bank Vontobel.
ch/ps

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