Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch nach einer gehaltenen Eröffnung schnell in die Minuszone gerutscht und tendiert seither bei lauem Handel ohne grössere Schwankungen. An der Börse gehe es fast "lethargisch" zu, sagte denn auch ein Händler: Derzeit warteten die Märkte vor allem die Eröffnung der US-Börsen am Nachmittag ab, welche dann die weitere Entwicklung vorgeben dürften. Neuigkeiten von Unternehmensseite gibt es am Schweizer Markt kaum.
Die gewonnene Vertrauensabstimmung für die griechische Regierung wurde an den Märkten zwar als eine gute Nachricht gewertet, sie war aber so erwartet worden. Der nächste Termin sei nun die Genehmigung der nächsten Tranche der Griechenlandhilfe durch die EU-Finanzminister, sagte der Händler. Am Mittwochabend steht zudem der Zinsentscheid der US-Notenbank an, wo wohl vor allem die Wortwahl der Fed-Verantwortlichen unter die Lupe genommen werden dürfte.
Bis um 12.00 Uhr liegt der Schweizer Leitindex SMI 0,69% im Minus auf 6'128,39 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,47% auf 952,34 und der breite Swiss Performance Index (SPI) notiert 0,52% tiefer auf 5'634,65 Punkte.
Zu den klaren Verlierern bei den Blue Chips gehören Richemont (-1,6%). Die Analysten von Exane BNP haben das Rating für die Aktien des Luxusgüterherstellers auf Neutral von Outperform gesenkt, wobei sie unter anderem auf steigende Kosten und den starken Franken verweisen. Auch die Valoren der Branchenkollegin Swatch (-0,8%) geben nach.
Schwach präsentieren sich zudem die Bankenwerte, wobei vor allem CS (-1,6%) deutlich im Minus liegen. Die Papiere der UBS (-0,4%), die einen Abgang im Investment-Banking in London hinnehmen muss, sinken dagegen etwas unter Marktdurchschnitt.
Novartis notieren 0,9% tiefer, nachdem sich ein Ausschuss der Gesundheitsbehörde FDA in der Nacht auf Mittwoch wegen Sicherheitsbedenken gegen eine Zulassung des Medikaments Ilaris bei gichtartiger Arthritis ausgesprochen hatte. Die Einschätzungen der Analysten weichen voneinander ab: Während die ZKB die Auswirkungen für den Pharmakonzern als "marginal" einstuft, spricht Unicredit von einer klar negativen Überraschung.
Auch weitere defensive Aktien notieren am Mittwoch klar im Minus. So verlieren die Aktien der Novartis-Branchenkollegin Roche bar 1,0%. Das Börsenschwergewicht Nestlé lastet mit Abgaben von 0,9% ebenfalls auf den Indizes.
Bei den Versicherern verbuchen Swiss Re (-0,9%) weitere Verluste. Der Rückversicherer hat die Anpassung der Unternehmensführung an die neue rechtliche Struktur bekanntgegeben. Unter den Einzelversicherern verlieren ZFS 0,2%, während Bâloise mit +0,1% und Swiss Life mit +1,2%) zu den bisherigen Tagesgewinnern gehören.
Die stärksten Gewinne unter den Blue Chips verzeichnen allerdings Nobel Biocare (+2,2%), die vom Verkauf des Dentalgeschäfts Astra Tech durch Astrazeneca an Dentsply beflügelt werden. Nachdem Nobel Biocare zuletzt Marktanteile an Astra Tech abgegeben habe, dürften die Schweizer davon profitieren, dass Astra Tech mit Integrationsaufgaben beschäftigt sein werde, kommentiert Morgan Stanley.
Avancen verbuchen auch Syngenta (+1,2%), die bereits am Dienstag nach den Unternehmensaussagen am Capital Markets Day in Grossbritannien zu den stärksten Gewinnern gehört hatten. Weitere Analysten-Kommentare vom Mittwoch sind freundlich, wenn auch zum Teil etwas zurückhaltender als das Management selbst.
Im breiten Markt bleiben Micronas (+7,9%) deutlich im Plus, nachdem das Unternehmen eine Entwicklungskooperation mit Siemens bei den Brandmeldern angekündigt hat. Analysten werten in ersten Kommentaren die künftige Zusammenarbeit als positiv. Insbesondere die Diversifizierung weg von der Automobilindustrie wird als Pluspunkt angesehen.
Feintool verlieren dagegen 0,3%. Das Industrieunternehmen hatte vorbörslich den Verkauf der Tochtergesellschaft Afag an die deutsche Schaeff-Gruppe bekanntgegeben. Der Batteriehersteller Leclanché (Aktie +4,1%) hat einen Grossauftrag für die Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien mitgeteilt. Unter den grössten Gewinner im breiten Markt sind neben Micronas u.a. LifeWatch (+8,8%), Autoneum (+6,0%) oder Comet (+4,6%) zu finden.
tp/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.









The citizens' meeting

The citizens' meeting

1968 in der Schweiz

???source_awp???