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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwoch deutlich tiefer. Nach dem US-Notenbankbericht vom Vorabend dominieren an der Börse weiterhin Sorgen um das schwache Wirtschaftswachstum. Auch die am Morgen vorgelegten Quartals- und Halbjahreszahlen mehrerer Unternehmen vermögen die Stimmung nicht zu heben. Positiv aufgenommen werden einzig die Nestlé-Semesterzahlen: Die Nestlé-Valoren behaupten sich als einzige SMI-Werte im Plus.
Eigentlich könnten die Unternehmen - auch diejenigen aus der zweiten Reihe - gute Zwischenabschlüsse vorweisen, sagte ein Händler: "Es gibt aber einfach keine Euphorie mehr für das zweite Halbjahr." Einen Stimmungsumschwung erwarte er bei der derzeitigen negativen Stimmung nicht. Ein anderer Marktteilnehmer beschwor das "Double-Dip-Gespenst", das derzeit umgehe.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 12.00 Uhr 1,04% tiefer bei 6'328,53 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) büsst derweil 1,39% auf 974,28 Zähler ein, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gibt 1,06% auf 5'592,06 Punkte nach.
Nestlé (+0,1%) vermögen sich weiterhin knapp im Plus zu behaupten. Mit den vorbörslich vorgelegten Halbjahreszahlen konnte der Nahrungsmittelkonzern vor allem bei der EBIT-Marge positiv überraschen. Als leicht enttäuschend wurde das operative Ergebnis eingeschätzt, das unter den Erwartungen ausgefallen war. Neben Nestlé notierten am Vormittag zeitweilig auch die defensiven Swisscom (-0,3%) im Plus.
Zu den klaren Verlierern gehören dagegen trotz starker Quartalszahlen die Adecco-Valoren (-2,4%). Händler sprachen allerdings von Gewinnmitnahmen, nachdem sich der Markt bereits vor den Zahlen auf eine deutliche Geschäftsbelebung eingestellt habe. "Buy the rumours, sell the figures", kommentierte ein Händler. Die Analysten zeigten sich in den ersten Kommentaren zufrieden mit den Zahlen.
Nobel Biocare (-13,3%) bauen ihre massiven Verluste nach Vorlage eines enttäuschenden Quartalsausweises bis am Mittag noch weiter aus. Der "turn-around" lasse weiter auf sich warten, hiess es auf Händlerseite. Die Zahlen würden belegen, dass Nobel Biocare weiterhin Marktanteile an die Konkurrenz verliere.
Auch andere konjunktursensitive Titel notieren am Mittwoch stark im Minus. Deutliche Abgaben müssen etwa die Valoren der Luxusgüterhersteller Swatch (-3,1%) und Richemont (-2,2%) hinnehmen. Aber auch ABB (-2,8%) und Holcim (-2,0%) notieren deutlich tiefer.
Bei den Pharmawerten behaupten sich Roche (-0,6%) etwas besser als der Marktdurchschnitt. Am Vorabend hatte die Tochtergesellschaft Genentech von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zustimmung für eine Verlängerung der Therapiedauer mit dem Medikament Valcyte bei Nierentransplantation erhalten. Die Valoren der Konkurrentin Novartis (-0,8%) fallen nach den deutlichen Avancen des Vortages ebenfalls zurück.
Klare Abgaben müssen zudem die Bankenwerte hinnehmen: So geben CS wie auch UBS beide um 2,1% nach. Auch Julius Bär stehen mit -2,8% deutlich in den roten Zahlen. Ein Händler verwies auf die Unsicherheiten um mögliche neue Belastungen für die Bankenbranche.
Im breiten Markt profitieren die Valoren der Bank Vontobel (+2,5%) von erfreulichen Halbjahreszahlen. Die Bank konnte den Gewinn in den ersten sechs Monaten deutlich steigern und verzeichnete einen starken Neugeldzufluss. Dagegen geben Rieter (-1,9%) bis am Mittag deutlich nach, nachdem die Aktien am Morgen nach Vorlage der Semesterzahlen noch im Plus gestartet waren.
Interroll (+5,0%) legen bei überdurchschnittlichen Umsätzen stark zu. Das Unternehmen konnte mit deutlich besser als erwarteten Halbjahreszahlen überraschen. Zu den Gewinnern gehören zudem ADB (+1,6%) nach einem Auftrag aus Indonesien. Auch u-blox (+0,5%) können von positiven Unternehmensnachrichten profitieren.
tp/rt

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