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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag mit höheren Kursen eröffnet und die Gewinne im Verlauf weiter ausgebaut. Entsprechend notieren die wichtigsten Indizes zur Mittagszeit klar im Plus. Die Stimmung sei nach den positiven US-Konjunkturdaten vom Vortag weiter sehr gut, heisst es bei Händlern. Vor allem der deutlich über den Erwartungen ausgefallene ADP-Arbeitsmarktbericht wirke nach. Nun müssten sich die guten Konjunkturzahlen in den USA aber bestätigen.
Marktteilnehmer warten entsprechend mit Spannung auf die für den Nachmittag angesagten Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sowie den Arbeitsmarktbericht am (morgigen) Freitag. Die Volumen bewegten sich angesichts der dünnen Nachrichtenfront aber insgesamt weiter im tiefen Bereich, was immer auch schnelle Bewegungen in die andere Richtung möglich mache, so eine Marktstimme.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht kurz vor Mittag 0,86% höher auf dem Stand von 6'575,22 Punkten, das bisherige Tageshoch liegt gar bei 6'588. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avanciert derweil um 1,14% auf 1'044,55 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,82% auf 5'900,39 Zähler.
Grösster Gewinner unter den 30 Top-Titeln ist weiter die Aktie des Ölbohrkonzerns Transocean (+4,0%). Hier sorgt der Untersuchungsbericht der US-Regierungskommission zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko für Interesse. In einem vorab veröffentlichten Kapitel heisst es u.a., dass die involvierten Firmen es versäumt hätten, sicherzustellen, dass ihre Handlungen keine Gefahr darstellten. Laut einem Händler dürfte mit diesem Bericht die Grundlage für die zu erwartenden Bussen gelegt sein. Die Höhe sei nach wie vor unklar, der Hinweis auf systemische Risiken deute aber auf verkraftbare Beträge hin.
Nobel Biocare (+3,0% auf 18,09 CHF) profitieren von einer Ratingerhöhung auf "Kaufen" durch Kepler mit einem aggressiven Kursziel von 23,50 CHF. Zudem legen dank den guten Arbeitsmarktdaten in den USA auch Adecco (+2,6%) erneut klar zu. Zu den Topwerten gehören um die Mittagszeit ausserdem die beiden Versicherer Swiss Life (+3,2%) und Swiss Re (+2,7%). Und Logitech (+2,4%) können einen Teil des gestrigen Verlustes (-3,6%) wieder wettmachen. Im Bereich von +2% oder etwas darunter bewegen sich ausserdem noch die konjunktursensitiven SGS und Petroplus, sowie Syngenta im Vorfeld der am Nachmittag anstehenden Zahlen des US-Konkurrenten Monsanto.
Die CS-Aktien gewinnen ebenfalls erneut (+1,9%). Die Analysten der US-Grossbank JP Morgan haben für den Schweizer Konkurrenten das Kursziel auf 50 (von 53) CHF gesenkt, halten aber an ihrem Rating "Übergewichten" fest. Der Titel habe nach der extrem schwachen Performance im Vorjahr einiges Aufholpotential, heisst es im Markt. Die Aktien der anderen Grossbank UBS (+2,1%) profitieren sogar noch mehr von der verbesserten Stimmung für Banken. Etwas zurück bleiben Julius Bär (+0,3%).
Mühe haben in diesem Umfeld einmal mehr die defensiven Werte. Der Pharmakonzern Roche (+0,1%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA zwar eine erweiterte Zulassung für das Medikament Actemra gegen rheumatoide Arthritis erhalten, was aber von Analysten erwartet und entsprechend neutral eingestuft wurde. Ebenfalls nur mässig verändert notieren die anderen SMI-Schwergewichte Novartis (+0,4%) und Nestlé (+0,1%). Letztere hatten in den letzten Tagen stark unter einer Branchenrotation weg von den Nahrungsmittel-Titeln gelitten. Am Schluss der Tabelle stehen derzeit Sonova (-0,8%) und Givaudan (-0,3%), wo die jüngsten Gewinnmitnahmen weiter gehen.
Im breiten Markt sind vor allem Basilea im Fokus der Börsianer. Der Titel des Biotech-Unternehmens gewinnen bei hohen Volumen fast 8%. Händler führen die deutlich anziehenden Notierungen auf wieder aufgeflammte Übernahmespekulationen zurück. Starke Gewinne verbuchen ausserdem Cytos (6,0%), EFG (+5,3%) und schon wieder Micronas (+4,7%). Unter den grössten Verlierern sind u.a. Tornos (-3,8%) und Evolva (-3,4%).
uh/cf

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