Navigation

AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Gewinne ausgebaut - Richemont noch immer SMI-Leader

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 13:00 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die frühen Gewinne im Verlauf des Donnerstagvormittags noch etwas ausgebaut. Grosse Verschiebungen unter den Titeln gab es dabei aber nicht. Das Geschäft verlaufe mangels Impulsen in ruhigen Bahnen, hiess es in Marktkreisen, viele Marktteilnehmer befänden sich - wenn nicht physisch, so doch psychisch - bereits auf dem Weg nach Süden ins lange Osterwochenende. Noch immer halten sich Richemont unter den SMI-Aktien am besten.
Die Gewinne der Unternehmen seien wieder am Steigen und die Bewertungen schienen fair, weshalb Aktien noch immer attraktiv seien, umschreibt eine Privatbank die aktuelle Lage. Dennoch sei eine gewisse Vorsicht geboten. Denn es gebe einige wichtige wirtschaftliche Probleme, welche noch ungelöst seien und das Wirtschaftswachstum sei noch immer schwach. Schwer vorherzusagen seien zudem die politischen Entwicklungen. Dies alles belaste das allgemeine Sentiment.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 12.00 Uhr 0,30% höher bei 6'893,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,59% auf 1'062,74 Punkte und der breite SPI 0,62% auf 6'045,15 Punkte.
Unter den Bluechips sind weiterhin Clariant (+7,4%), nach einer Kaufempfehlung einer europäischen Grossbank, und Petroplus (+4,7%) gesucht.
Das Tableau der SMI-Papiere führen allerdings noch immer Richemont (+1,9%) an. Richemont hat eine Offerte zur Vollübernahme der britischen Onlinehändlerin von Luxusmode, NET-A-PORTER Limited, vorgelegt. Richemont, bereits im Besitz von rund 33% des Unternehmens, dessen Gesamtwert auf 350 Mio GBP veranschlagt wird, will auch die übrigen Anteile übernehmen und hat bereits Zusagen um den Anteil auf über 80% zu erhöhen.
Die Akquisition dieses Online-Retailers sei strategisch sinnvoll, da auch im Luxusgütersegment der Online-Vertriebskanal immer wichtiger werde, hiess es in einer Einschätzung der ZKB. Insgesamt sei die Transaktion allerdings eher kursneutral zu werten.
Swatch (+1,3%) folgen hinter Richemont, auch wenn sich Morgan Stanley in einem Kommentar etwas kritisch zu den beiden Titeln zeigt und dabei auf die hohe Bewertung verweist.
Weitere Aktien mit Avancen von 1 bis rund 1,5% sind UBS, Swiss Re, Swiss Life, Adecco, SGS oder Logitech.
CS (+0,6%) fallen unter den Finanzaktien etwas ab. Im Gespräch ist das Unternehmen nach Bekanntgabe der Details zum Entschädigungsprogramm für das Management aus dem Jahr 2004.
Gemäss dem "Performance Incentive Plan" (PIP I) werden den CS-Führungskräften insgesamt 56,6 Mio Aktien zugeteilt. Zum gestrigen Schlusskurs der CS-Aktie von 54,35 CHF entsprechen die zugeteilten Aktien einem Wert von rund 3 Mrd CHF vor Abzug der Quellensteuer. Die grösste Zuteilung geht an Konzernchef Brady Dougan. Er erhält rund 1,3 Mio Aktien im Gesamtwert von knapp 71 Mio CHF.
Gar am Tabellenende stehen ZFS (-3,9% auf 259,70 CHF; -10,60 CHF), deren Dividendenabzug von 16,00 CHF lange den SMI ins Minus gedrückt hatte.
Minim schwächer notieren daneben einzig noch Synthes, Novartis und Nobel Biocare.
Im breiten Markt interessieren OC Oerlikon, welche vom Plus ins Minus hin- und herwechseln. Das Unternehmen ist am Morgen mit weiteren Details zur Refinanzierung bzw. Entschuldung sowie mit den Jahreszahlen an die Öffentlichkeit getreten. Die Zahlen seien zwar schwach, hiess es in Börsenkreisen, wichtig sei aber vor allem, dass nun offenbar ein gangbarer Weg für die finanzielle Restrukturierung gefunden worden sei, hiess es in Marktkreisen. Deren Hauptpunkte seien aber ja schon bekannt gewesen und auch die Ergebnisse hätten in etwa den Erwartungen entsprochen. Grosse Überraschungen seien somit ausgeblieben.
Basilea (+3,6%) werden von einer Aufstufung durch die Citigroup auf "Buy" getrieben. Die CS hat zudem das Kursziel für den Titel leicht erhöht.
Acino (-1,4% auf 157,30 CHF) werden Ex-Dividende von 2,50 CHF gehandelt, ebenso Allreal (-0,7% auf 129,00 CHF; Dividende 5,00 CHF).
cf/ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?