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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Montagmittag leicht im Minus und hat somit die Gewinne aus dem frühen Geschäft wieder abgegeben. Allerdings hält sich der Verlust des Gesamtmarktes in engen Grenzen. Seit rund zwei Stunden ist die Tendenz vor allem seitwärts. Etwas unter Druck stehen derzeit eher zyklische Werte, während die Defensiven sowie die beiden Grossbanken gehalten bis leicht positiv notieren.
Nach dem bisher positiv verlaufenen Start ins neue Jahr sei derzeit eine kleine Verschnaufpause angesagt, hiess es in Händlerkreisen. Ausserdem hätten verschiedene Indikatoren eine überkaufte Situation angezeigt, weshalb das Potential nach oben im Moment etwas beschränkt sei. Ausserdem komme die Berichtssaison in der Schweiz langsam ins Rollen - am Mittwoch und Donnerstag stellen Lonza, Novartis und Logitech Zahlen vor -, was die Investoren zu Wochenbeginn noch etwas zurückhaltend agieren lasse.
Der SMI steht um 12.05 Uhr 0,14% tiefer bei 6'558,04 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) fällt um 0,24% zurück auf 1'039,41 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,17% auf 5'866,04 Punkte.
Die grössten Verlierer sind wie bereits im frühen Geschäft Holcim (-2,2%). Die Titel des Baustoff-Herstellers leiden etwas unter einer Rückstufung durch die UBS auf "Neutral" von zuvor "Buy". Gleichzeitig hat die Bank das Papier von der "Most Preferred List" gestrichen, dies trotz einer Hochstufung des Sektors Baumaterialien. Die UBS begründet die vorsichtigere Haltung gegenüber Holcim vor allem mit Bewertungsgründen, ausserdem gebe es kurzfristige Risiken bezüglich der Energiekosten im Emergingmarkets-Portefeuille des Unternehmens.
Adecco (-2,1%) verzeichnen Gewinnmitnahmen, nachdem das Papier seit Ende August mehr oder weniger kontinuierlich angestiegen ist. Für etwas Druck auf diese Titel sorgt allerdings auch eine Neueinschätzung der Lage durch die Bank CA Cheuvreux. Diese hat im Rahmen einer Verlagerung in Richtung defensiver Aktien und Sektoren den europäischen Konsumgüter- und den Industriesektor zurückgestuft, ebenso den Geschäftsdienstleistungssektor sowie die Untersektoren Investitionsgüter und Transport.
So verbilligen sich denn auch ABB (-1,5%) überdurchschnittlich, während Kühne+Nagel ein moderateres Minus von 0,7% verzeichnen. Verluste von knapp über 1% erleiden zudem Nobel Biocare, Julius Bär und Synthes.
An der Spitze der Bluechips stehen noch immer Swatch (+1,5%). CEO Nick Hayek hat in verschiedenen Interviews mit der Wochenendpresse verlauten lassen, dass im Geschäftsjahr 2010 ein Rekordgewinn erwirtschaftet worden sei. Dies überrascht nach dem in der vergangenen Woche publizierten Rekordumsatz allerdings nicht gross. Weiter hat Hayek Preissteigerungen angekündigt.
Die Aktie erhält zudem Auftrieb von einer Aufstufung durch den Broker Kepler auf "Buy". Die jüngste Kursschwäche (bisherige Jahresperformance -8%) biete sich als günstige Einstiegsgelegenheit an, hiess es dort zur Begründung. Die Befürchtungen bezüglich negativer Auswirkungen auf den Umsatz infolge einer Wirtschaftsabkühlung in China sowie bezüglich des Margendrucks infolge der Frankenstärke seien übertrieben, so Kepler.
Zusammen mit Swatch bilden UBS (+0,7%), ZFS (+0,5%), CS (+0,5%) und Roche (+0,5%) die Tabellenspitze.
Novartis (-0,2%) geben ähnlich minim nach wie Nestlé (-0,1%). Der Pharmakonzern hat am Morgen die Akquisition der an der Nasdaq kotierte Genoptix angekündigt. Genoptix ist auf die Diagnose von Knochenmarkkrebs, Blut und Lymphknoten spezialisiert. Die Unternehmensführung des kalifornischen Labors stimmte der Übernahme bereits zu und empfiehlt den Aktionären das Angebot zur Annahme. Ausserdem gab Novartis den Erhalt weiterer Zulassungen für das Medikament Gilenia in der Schweiz und in Australien bekannt.
Im breiten Mark verzeichnen Zehnder nach den starken Umsatzangaben vom vergangenen Freitag ein Plus von 6,3%. Am Montag hat Vontobel das Kursziel für den Titel deutlich nach oben revidiert. Die Aktien eines weiteren Bauzulieferers, AFG, verteuern sich ebenfalls um 2,4%. AFG wird am Dienstag den Umsatz für das Geschäftsjahr 2010 bekanntgeben.
Mikron ziehen um 5,4% an und setzen damit den Aufwärtstrend der vergangenen Woche fort. Die Kurssteigerung dürfte im Zusammenhang stehen mit den anhaltenden Spekulationen - zuletzt in der Wochenendpresse - bezüglich einer möglichen Zusammenlegung verschiedener Schweizer Maschinenbauer.
cf/uh

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