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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat im Vorfeld der Abstimmung in Griechenland bis am Mittwochmittag die Gewinne weiter ausgebaut. Marktbeobachter erwarten klar, dass das griechische Parlament das einschneidende Sparpaket gutheisst und damit den Weg für weitere Milliardenhilfen frei macht. Die möglichen Folgen einer Ablehnung des Sparpakets werde das griechische Parlament wohl nicht auf sich nehmen wollen, heisst es.
Der Optimismus bezüglich der Griechenland-Krise lässt die Kurse vor allem der zyklischen Titel sowie der Bankenwerte steigen. Skeptische Stimmen mahnen allerdings, dass die Probleme in Europa bei weitem nicht gelöst sind. Die derzeitigen Avancen dürften eher ein "kurzfristiges Aufschnaufen" als eine Trendwende der Aktienmärkte bedeuten, sagte etwa ein Händler. Die Schweizer Unternehmen würden zudem weiterhin von der Frankenstärke belastet.
Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12.06 Uhr noch 1,45% höher auf 5'996,31 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt um 1,75% auf 947,11 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,42% auf 5'595,11 Zähler.
Die stärksten Avancen unter den Bluechips verbuchen zur Mittagszeit allerdings Logitech (+7,0%). Am Markt wird vor allem von aggressiven Deckungskäufen beim Technologietitel gesprochen, nachdem dieser in den letzten Wochen massiv unter Druck geraten sei. Eine ähnliche Bewegung vollziehen auch die im SPI notierten Kudelski (+5,3%). Bei den zyklischen Titeln zeigen sich insbesondere Holcim (+2,8%) sowie ABB (+2,6%) fester.
Komplett gedreht hat im Tagesverlauf die Stimmung bezüglich Actelion (+3,2%), die noch als einzige SMI-Titel mit Verlusten eröffnet hatten und am Mittag zu den stärksten Gewinnern gehört. Das Allschwiler Pharmaunternehmen hatte am Morgen eine Rückstellung von 577 Mio USD im Hinblick auf den Rechtsstreit mit der japanischen Asahi Kasei bekanntgegeben. Analysten gehen dennoch davon aus, dass der Rechtsstreit mit einer geringeren Zahlung beigelegt werden wird.
Weiterhin fest zeigen sich Nobel Biocare (+2,4%), die von einer Erhöhung des Anlageratings durch die Analysten der UBS auf "Buy" von bisher "Neutral" profitieren. Die Titel der im SMIM notierten Basler Konkurrentin Straumann (+1,1%) haben die Bankanalysten im Gegenzug auf "Neutral" von bisher "Buy" heruntergestuft.
Die Bankentitel profitieren europaweit von der Hoffnung auf die Abwendung des griechischen Staatsbankrotts wie auch auf eine günstige Einigung zur Beteiligung des Privatsektors an der Griechenland-Hilfe profitieren. UBS gewinnen 2,4% während CS 1,6% zulegen. Bei den Versicherern gewinnen ZFS mit 1,5% leicht unter dem Marktdurchschnitt, nachdem die Gesellschaft den Abgang von Finanzchef Dieter Wemmer per Ende Jahr vermeldet hatte. Da Wemmer den Versicherer aber erst zum Jahresende verlässt, mindere dies die Unsicherheit, hiess es am Markt.
Weiterhin weniger gefragt sind die defensiven Titel: Das Börsenschwergewicht Nestlé präsentiert sich mit +0,3% als schwächster Bluechip. Pharmatitel legen im Rahmen des Gesamtmarktes zu. Novartis liegen 1,5% im Plus und Roche legen 1,7% zu, nachdem die Roche-Tochter Genentech mit dem Augenheilmittel Lucentis positive Studienergebnisse vermelden konnte.
Deutlich zulegen können im breiten Markt die zyklischen Sulzer (+4,8%) sowie Meyer Burger (+4,3%). Das Solarunternehmen hat vom chinesischen Solarwafer-Anbieter GCL Poly Energy Holding einen Auftrag über 160 Mio CHF bekommen. Valiant legen 1,4% zu. Die Regionalbank gab eine Vertriebskooperation mit der ZKB bekannt, zudem wird das Staatsinstitut mit einem Anteil von 3% zum Valiant-Grossaktionär.
Schwach notieren die Aktien des Energiekonzerns BKW (-1,0%). Der Konzern nimmt das Kernkraftwerk Mühleberg bereits fünf Wochen vor Beginn der normalen jährlichen Revision vom Netz und kann den bisherigen Ausblick für 2011 nicht mehr bestätigen. Die Titel des Solarunternehmens Edisun (+3,0%) notieren dagegen fester. CEO und CFO Mirjana Blume hat am Morgen ihren Abgang im vierten Quartal angekündigt.
tp/cc

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