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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagmittag etwas leichter und trägt damit den fünften Tag in Folge ein negatives Vorzeichen. Zwar sei in vielen Aktien eine technische Gegenreaktion zu sehen, doch Abgaben in Nestlé und den Grossbankenaktien verhindern beim Gesamtindex ein Plus. Die Stimmung auf dem Börsenparkett sei noch immer zurückhaltend, heisst es. Experten verweisen auf den wachsenden Pessimismus über die US-Wirtschaft und anhaltende Sorgen über die finanzielle Situation in Griechenland.
Am Nachmittag werden Marktteilnehmer gespannt auf EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und seine Aussagen über eine mögliche weitere Zinserhöhung im Juli warten. Auch Wirtschaftsdaten aus den USA stehen im Tagesverlauf auf dem Programm.
Um 12 Uhr notiert der Schweizer Leitindex SMI 0,09% tiefer auf 6'251,34 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt derweil 0,06% auf 973,07, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,09% auf 5'753,84 Punkte nachgibt.
Nestlé sinken um 0,7% und sind damit zu einem grossen Teil für die verhaltene Performance des hiesigen Leitindex verantwortlich. Das Aktienresearch der Credit Suisse hat das Kursziel für die Valoren auf 55 CHF von bisher 60 CHF gesenkt. Das Rating lautet unverändert Neutral. Mit der gleichen Begründung hat Barclays im Nachgang der Investorentage Nestlé auf Equal Weight von bisher Overweight sowie das Kursziel auf 58 CHF von vorher 63,50 CHF gesenkt.
Die anhaltend schwachen Wachstumsaussichten in den USA sowie vor allem die Diskussion um eine Umschuldung Griechenlands belasten die Stimmung für die Banken. Insbesondere die deutsche Forderung nach einer Beteiligung privater Gläubiger sorge für Nervosität an den Märkten, hiess es. Credit Suisse geben um 0,9% und UBS um 0,2% nach. Die Versicherungswerte von ZFS (+0,6%) und Swiss Re (+0,5%) halten sich hingegen deutlich besser.
Clariant verteuern sich im Nachgang zum Investorentag um 0,3%. Die Citigroup hat die Papiere neu auf ihre "Most Preferred"-Liste aufgenommen. Ebenfalls auf die "Most Preferred"-Liste der Citigroup hat es Syngenta geschafft, deren Aktien um 1,5% höher umgehen. Am Nachmittag wird der wichtige Erntebericht des US-Landwirtschaftsministeriums erwartet.
Mit Gewinnen zeigen sich auch andere Zykliker wie ABB (+0,8%) und Adecco (+1,0%). Auch Weatherford (+0,7%) legen weiter zu und erholten sich von den jüngsten Abgaben. Marktbeobachter verweisen auf anhaltende Deckungskäufe. Viele US-Grossinvestoren seien im Ölservicesektor derzeit untergewichtet. Der jüngste Kurszerfall ziehe nun Käufe nach sich.
Um 1,2% nach unten geht es hingegen mit Swatch. Die Untersuchung der Wettbewerbskommission wegen der geplanten Einstellung der Belieferung anderer Uhrenhersteller mit Komponenten war am Vortag Thema am Markt.
Beim Logistiker Kühne + Nagel (Aktie +0,7%) kommt es nach einem Pressebericht zu einem "Radikalumbau". Sowohl CEO Reinhard Lange als auch Finanzchef Gerard van Kesteren sollen Ende 2012 abgelöst werden, berichtet die "Financial Times Deutschland". Hinzu komme der im Mai überraschend angekündigte Abgang von Peter Ulber, Chef des K+N-Kerngeschäfts mit See- und Luftfracht.
Pharmawerte sehen mehrheitlich freundliche Notierungen: Actelion steigen um 0,3%, Roche um 0,1% und Novartis ebenfalls um 0,1%. Letztere hat mit positiven Studiendaten aufgewartet: Der Meningokokken-Impfstoffkandidat Bexsero habe in einer zulassungsrelevanten Studie gute Ergebnisse gezeigt, heisst es.
In der zweiten Reihe stehen Swissmetal (Aktie -3,3%) im Blick. Der Kupferprodukte-Hersteller verschiebt erneut seine Generalversammlung. Das Unternehmen, das sich Luft verschaffen will, führt dies auf die andauernden Gespräche über Finanzierungsmöglichkeiten mit potenziellen Investoren zurück. Swissmetal hatte vergangenen Monat einen Kapitalschnitt mit nachfolgender Kapitalerhöhung angekündigt.
Lem, der Hersteller von Elektronik-Komponenten, hat im Geschäftsjahr 2010/11 mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktien tendieren 0,6% fester.
ra/cc

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