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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich bis gegen Mittwochmittag leicht in die Pluszone vorgearbeitet. Dabei sei das Marktgeschehen eher träge und die Volumen seien gering, sagt ein Händler. Unternehmensnews liegen kaum vor. Die Entwicklung beim US-Wirtschaftswachstum und die Schuldenkrise der Eurozone sorgten weiter für Unsicherheit. Allerdings gebe es nach jüngsten Aussagen der OECD verhaltene Zuversicht.
Am Nachmittag dürfte die Entwicklung in den USA die Marschrichtung vorgeben. Nicht nur durch den Verlauf an Wall Street, sondern auch durch einige Konjunkturdaten, darunter die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für April. Derzeit könnten die Märkte in beide Richtungen ausschlagen, heisst es im Handel.
Der SMI gewinnt bis um 12 Uhr 0,13% auf 6'462,39 Punkte und der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) 0,11% auf 1'006,27 Stellen. Der breite Swiss Performance Index (SPI) rückt um 0,03% auf 5'941,79 Punkte vor.
Logitech (-3,7%) sind im Tagesverlauf und nach den gestrigen Abgaben wieder massiv unter Druck geraten. Der Computerzubehör-Hersteller sieht sich in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert und eine weitere ist auf dem Weg. Dem Unternehmen und einigen Managern wird vorgeworfen, im Vorfeld der jüngsten Gewinnwarnung gegen das US-Börsengesetz verstossen und die Anleger nicht ausreichend informiert zu haben.
Ein Analyst der Bank Vontobel räumt den Klagen zwar wenig Aussicht auf Erfolg ein, auch angesichts der soliden Vorquartalszahlen per Ende Dezember. Allerdings entstünden dem Unternehmen dadurch Rechtskosten, betont der Experte. Die Fundamentaldaten blieben aber unverändert. Seit Anfang Jahr haben Logitech rund 40% an Wert verloren.
Auch andere konjunktursensitive Titel wie ABB (-0,9%), Nobel Biocare (-2,0%), Swatch (-0,5%) und Richemont (-0,7%) geben nach. Dagegen notieren die defensiven Schwergewichte Roche (+0,1%) und Nestlé (-0,1%) im Mittelfeld.
Besser stehen Novartis (+0,3%) da. Der Pharmakonzern hat nach guten Phase-III-Studienergebnissen mit dem Mittel Ilaris (ACZ885) zur Therapie von schwerer gichtartiger Arthritis Zulassungsanträge in der EU, den USA sowie in Kanada und der Schweiz eingereicht.
Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der alternden Gesellschaft dürften solche Medikamente zunehmend an Bedeutung gewinnen, urteilen Marktkommentatoren. Analysten prognostizieren für das Mittel bei der Indikation Gicht einen Spitzenumsatz von 400 Mio bis 1 Mrd USD. Zudem gab Novartis einen positiven Gerichtsentscheid im Patentstreit um das Produkt Patanol der Tochtergesellschaft Alcon bekannt.
Bei Synthes (-0,2%) erwirbt der amerikanische Medizinaltechnikkonzern Kensey Nash die Aktiven der Tochter Norian für 22 Mio USD in bar. Norian produziert ein Portfolio von orthobiochirurgischen Produkten, welche ausschliesslich von Synthes vertrieben werden.
Die Finanzwerte notieren nach einem schwachen Start freundlich. Marktteilnehmer verweisen auf Aussagen der OECD, die für Erleichterung gesorgt hätten. Demnach halte es die Organisation für möglich, dass Griechenland im Jahr 2012 zu nachhaltigem Wachstum zurückkehren könne. Insgesamt werde die Wirtschaftserholung in der Eurozone in diesem und dem kommenden Jahr an Fahrt gewinnen. CS gewinnen an der Spitze im SMI/SLI 0,9%, gefolgt von UBS (+0,9%). Julius Bär legen um 0,5% zu und auch die Assekuranzen zeigen sich neutral bis freundlich.
Im breiten Markt verlieren SHL nach Erstquartalszahlen 2,1%. Der Telemedizinanbieter musste weitere Einbussen beim Umsatz und Profitabilität verzeichnen. Dagegen konnte Feintool (Aktie unv.) im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 den Umsatz deutlich steigern und wieder Gewinn schreiben.
Basilea gewinnen 1,2%. Das Pharmaunternehmen hat mit dem Antibiotikum BAL30072 in der der ersten klinischen Phase-I-Studie für die Behandlung von Infektionen durch sehr resistente Bakterien positive Ergebnisse erzielt.
Temenos (+1,0%) profitieren dem Vernehmen nach von Aussagen des Managements am Kundenforum in Lissabon. Der Hersteller von Bankensoftware konnte in den letzten beiden Tagen ausserdem neue Aufträge vermelden.
Flughafen Zürich geben um 1,5% nach. Der isländische Vulkan Grimsvötn spuckt offenbar keine Asche mehr in die Atmosphäre. Die Lage für den europäischen Luftverkehr soll sich bald entspannen. GAM (-2,1%) werden von einer Rückstufung auf "Neutral" ("Buy") durch Goldman Sachs belastet.
cc/rt

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