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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Montagmittag leicht im Plus und knüpft damit an die Aufwärtsbewegung von vergangener Woche an. Allerdings halten sich die Ausschläge der einzelnen Titel in engen Grenzen und auch der SMI bewegt sich in einer engen Bandbreite von gut 30 Punkten. Nach einem Absinken knapp in die Verlustzone in der ersten halben Handelsstunde mit einer darauffolgenden Erholung steht der Schweizer Leitindex wieder in etwa da, wo er eröffnet hat.
Nach dem Anstieg um über 4% in der vergangenen Woche, sei nun vorerst eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne angesagt, hiess es in Handelskreisen. Aus charttechnischer Sicht sehen sowohl die ZKB als auch die Bank Sarasin weiteres Potential nach oben bis rund 6'400 Punkte oder leicht darüber.
Bis um 12.05 Uhr steigt der SMI um 0,20% auf 6'364,97 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,10% auf 1'014,17 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) 0,17% auf 5'785,42 Punkte.
Die Aktienmärkte hätten sich in der vergangenen Woche erstaunlich gut geschlagen und stünden teilweise bereits wieder über dem Niveau von vor dem Erdbeben in Japan, so die Einschätzung der ZKB. Angesichts der vielen Unsicherheiten, welche momentan auf den Märkten lasten würden, sei dies doch eine "bemerkenswerte Robustheit". Andererseits gelte nach wie vor, dass die Unternehmensgewinne sprudelten und die Bewertungen vielerorts attraktiv seien. Dennoch scheine die V-Erholung der Aktienmärkte etwas gar schnell abgelaufen zu sein, weshalb kurzfristig mit Rückschlägen oder zumindest mit einer Konsolidierung der Kursanstiege der vergangenen Tage zu rechnen sei.
Am meisten gesucht sind derzeit mit Swiss Re (+1,1%) und CS (+1,0%) zwei Finanzwerte. Swiss Re tendieren seit dem starken Rückschlag im Zusammenhang mit der Katastrophe in Japan seit vier Tagen insgesamt seitwärts. Am Markt machen neben den Schätzungen über die Höhe der möglichen Belastungen für Swiss Re auch bereits Schätzungen über die zu erwartenden Preiserhöhungen in der Rückversicherungsbranche die Runde, welche bis 20% reichen. Um 0,6 und 0,7% verteuern sich ZFS und UBS.
Roche und Novartis legen ebenfalls je 0,6% zu. Roche steht auch nachdem der Pool der Erbenfamilien Hoffman und Oeri die Stimmenmehrheit verloren hat nicht zum Verkauf, wie Roche-Vizeverwaltungsratspräsident André Hoffmann, in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" erklärte. Angesprochen auf eine Fusion mit Lokalrivale Novartis, der ein Drittel der Stimmen an Roche kontrolliert, sagte Hoffmann, dieser Zusammenschluss mache heute noch weniger Sinn als vor fünf oder zehn Jahren. Weiter hat Roche über positive Studienresultate mit dem Augenmedikament Lucentis berichtet. Die Inhaberaktie von Roche zieht um 3,3% kräftiger an, nachdem das Papier bereits am Freitag um über 5% zugelegt hatte.
Sonova (+0,8%) setzen die seit Mitte vergangener Woche dauernde, leichte Erholungstendenz fort. Allerdings sind die Avancen im Vergleich mit dem Einbruch nach der Gewinnwarnung von vorletzter Woche noch sehr bescheiden. Die jüngste Umstufung kommt von Goldman Sachs. Das Institut hat das Rating für das Papier auf "Neutral" von "Buy" gesenkt und das Kursziel auf 95 von 155 CHF markant zurückgenommen.
Kühne+Nagel stehen unverändert. Das Unternehmen hat am Morgen zusätzlich zur bereits angekündigten Dividende eine Ausschüttung von 1,50 je Aktie aus Kapitaleinlagen angekündigt, was den Titel etwas stützen könnte. Insgesamt erhalten die Aktionäre damit 4,25 CHF je Aktie.
Die grössten Verluste erleiden Syngenta (-1,6%) und Givaudan (-1,5% oder -13,50 CHF auf 902,00 CHF). Givaudan werden am Montag ex-Dividende von 21,50 CHF gehandelt, womit sich der Verlust mehr als erklärt.
Ähnlich stehen Bâloise (-1,5%) unter Druck, nachdem die Credit Suisse das Rating für das Papier auf "Underperform" von "Neutral" gesenkt hat. Nach Ansicht der CS-Experten sieht die Bewertung des Schweizer Versicherers gegenüber der Vergleichsgruppe unattraktiv aus.
Je rund 1% büssen Logitech, Adecco und Actelion ein. Actelion hat sich mit einem Brief an die über 10'000 eingetragenen Aktionäre gewandt und sich darin erneut gegen die Forderungen des Hauptaktionärs Elliot Partners gestellt. Dieser strebt bedeutende Veränderungen an und will u.a. sechs neue Mitglieder in den Actelion-Verwaltungsrat wählen lassen.
Julius Bär (-0,4%) halten sich im breiten Mittelfeld. Die Privatbank sieht sich gemäss der Wochenendpresse im laufenden Jahr gut unterwegs. "Allerdings spüren wir die Folgen der Unsicherheit und die ungünstigen Wechselkurse", sagte Julius-Bär-CEO Boris Collardi in einem Interview mit der "Sonntagszeitung".
Im breiten Markt ziehen Addex um 4,6% kräftig an. Rückenwind erhalten die Papiere von einem Interview mit AWP, in welchem sich CEO Vincent Mutel positiv zur Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit Johnson & Johnson geäussert hat. Nebst Addex legen weitere Werte aus dem Medizinal- oder Biotechsektor wie Evolva (+5,6%) oder SHL Telemedicine (+3,7%) überdurchschnittlich zu.
Nach dem Jahresergebnis weisen Gurit ein leichtes Minus von 0,7% auf und Romande Energie ein solches von 0,4%.
cf

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