Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Donnerstag bei niedrigen Volumen erneut schwach. Zwar hat der SMI im Verlauf des Vormittags die Marke von 6'100 Punkten noch eine Weile verteidigt, am Mittag liegt der Index aber klar darunter. Belastet werden die Börsen von Konjunktursorgen, nachdem die US-Notenbank am Mittwochabend ihre Wachstumsprognosen gesenkt hat. Am Schweizer Markt ist aber auch die Frankenstärke wieder ein Thema, nachdem der Euro unter 1,20 CHF gefallen ist und sich dem Allzeittief von vergangener Woche nähert.
Nachrichten von Unternehmensseite gibt es derweil kaum. Ein Händler sprach von einem typischen Sommerloch: Bis zum Beginn der Halbjahressaison seien kaum Impulse absehbar. Die Quartalsberichte würden dann allerdings aufzeigen, wie heftig die Frankenstärke die Schweizer Unternehmen getroffen habe, sagte er. Am Donnerstagnachmittag stehen noch einige Konjunkturdaten aus den USA an, so Daten zur Arbeitslosigkeit und zum Häusermarkt.
Bis um 12.05 Uhr liegt der Schweizer Leitindex SMI 0,73% im Minus bei 6'068,72 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,91% auf 942,50 und der breite Swiss Performance Index (SPI) notiert 0,74% tiefer auf 5'581,64 Punkte.
Zu den stärksten Verlierern unter den Blue Chips gehören Lonza (-3,6%) und Clariant (-2,9%). Händler sehen insbesondere den Währungsdruck als Grund für die Abgaben. "Derzeit revidieren Analysten reihenweise ihre Schätzungen aufgrund der Frankenstärke", sagte ein weiterer Händler. Unter anderem hat die Bank Vontobel die Gewinnschätzungen und das Kursziel für Lonza deutlich gesenkt, die holländische ING bewertet Clariant mit einem zurückhaltenden "Hold".
Ebenfalls starke Abgaben erleiden Sonova (-3,4%), die damit den Abwärtstrend vom Mittwochnachmittag fortsetzen. Belastet werden die Titel von einer Studie von Morgan Stanley zum Medizinaltechniksektor, in welchem die Analysten den Sonova-Konkurrenten William Demant loben.
Zu den starken Verlierern gehören zudem Holcim (-2,6%), die sich in den USA mit einer Klage wegen Umweltschutzgesetzen konfrontiert sehen. BNP Paribas hat ihre Anlageeinstufung für die Papiere des Zementkonzerns auf "Underperform" heruntergestuft.
Bei den Finanzwerte präsentieren sich insbesondere CS (-2,1%) schwach, während UBS mit 1,2% etwas moderater im Minus sind.
Julius Bär verlieren 1,1%. Die Analysten von Goldman Sachs haben in einer Branchenstudie ihr Kursziel für den Vermögensverwalter wegen der Aktienmarktentwicklung und der Währungssituation zwar leicht gekürzt, die Aktie verbleibt aber mit dem Rating "Buy" auf der "Focus List". Auch die Valoren von Sarasin (-1,3%) und Vontobel (-0,5%) behalten ihr "Buy"-Rating bei leicht tieferen Kurszielen.
Swiss Re geben 1,1% nach. Die Versicherung hatte am Morgen den Kauf des Run-Off-Geschäfts der belgischen Ageas bekanntgegeben. Swiss Life liegen 1,2% und ZFS 0,9% im Minus.
Roche (+0,3%) gehören zu den wenigen Gewinnern. Bei den weiteren defensiven Schwergewichten liegen Novartis (-0,8%) sowie Nestlé (-0,5%) etwas besser als der Gesamtmarkt.
Die einzigen anderen Gewinner im SMI neben Roche sind Swatch (+0,6%). Dagegen haben die Aktien der Branchenkollegin Richemont (-0,8%) bis am Mittag ihre frühen Gewinne wieder abgegeben. Die Luxusgüterkonzerne sind am Vormittag von den guten Exportdaten der Schweizer Uhrenindustrie gestützt worden. Swatch sind zudem von den Analysten der französischen Investmentbank Cheuvreux in einer Studie positiv beurteilt worden.
Am breiten Markt fallen Temenos (-6,0%) mit starken Verlusten auf. Der zuständige Analyst von Cheuvreux hat in einem Kommentar Zweifel geäussert, dass der Hersteller von Bankensoftware seine Jahresziele erreichen kann. Sein Anlagerating hat er auf "Underperform" von zuvor "Outperform" zurückgenommen.
Deutlich im Minus stehen zudem Micronas (-5,2%), die damit die starken Gewinne des Vortages zum grössten Teil wieder abgegeben haben. Der Milchverarbeiter Hochdorf hat für 2011 einen Gewinnsprung angekündigt, die Aktien sind an der Schweizer Börse allerdings unverändert.
tp/cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???