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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montagmittag bei dünnem Volumen mit schwacher Tendenz. Die Unruhen in Ägypten hinterlassen an der Schweizer Börse ihre Spuren. Die schweren Proteste gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak und die daraus resultierende Unsicherheit um die Lage im Nahen Osten sorge für Unruhe am Markt, sagt ein Händler. "Ungewissheiten sind Gift für die Börse", kommentiert ein weiterer Marktteilnehmer.
Am Nachmittag könnte es neue Impulse von US-Konjunkturdaten geben. In der weltgrössten Volkswirtschaft werden Daten zu den privaten Einkommen und Ausgaben sowie der Chicago Einkaufsmanagerindex veröffentlicht.
Gegen 12.10 Uhr steht der SMI um 0,50% tiefer bei 6'495,52 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,67% auf 1'035,69 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,52% auf 5'824,06 Punkte.
Die sozialen Unruhen in Nordafrika sind für die Märkte aus Expertensicht nicht gerade förderlich, zumal die Lage in mehreren ölproduzierenden Staaten unsicher erscheine. Die Titel der Raffineriebetreiberin Petroplus (-3,1%) bleiben davon nicht verschont. Branchennachbar Transocean (-0,6%) verlieren wesentlich weniger.
Deutlich nach unten geht es bei Swatch (-2,3%). Exane senkt das Anlagerating auf "Underperform" von "Neutral". Die Titel seien zwar nach dem jüngsten Rückschlag nicht teuer, auf relativer Basis zum Sektor erscheine es aber wenig wahrscheinlich, dass das Momentum für die Aktien so unterstützend bleibe wie in der Vergangenheit. Richemont verbilligen sich um 1,4%.
UBS (-0,9%), CS (-0,9%) und Julius Bär (-0,7%) stehen ebenso im Minus, da die Sorgen vor einer Wiederbelebung der Staatsfinanzkrise auch wieder eine Rolle spielt, wie es heisst. Die Versicherungswerte ZFS (-0,8%) und Swiss Re (-0,9%) können sich dem negativen Trend ebenso wenig entziehen.
Auch Nestlé (-0,2% auf 51,25 CHF) belastet den Markt. ING senkt das Kursziel auf 58,50 von 61,00 CHF. Die Analysten verringern im Vorfeld der Ergebnispublikation 2010 die EPS-Schätzungen 2011 und 2012 um 5%. Die Anpassung erfolge in erster Linie vor dem Hintergrund der Wechselkursentwicklung, schreiben die Analysten.
Holcim (-0,6%) zeigen sich im Einklang mit den europäischen Bauwerten mit schwacher Tendenz aber dennoch besser als die Konkurrenzpapiere von Lafarge. Die politischen Verwerfungen in Nordafrika belasten aus Sicht von Marktbeobachtern Holcim wesentlich weniger als den französischen Zementhersteller.
Novartis (unv.) meldet von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für den Einsatz des Meningokokken-Impfstoffs Menveo für Kinder über 2 Jahren erhalten zu haben. Eine Absage erteilte die FDA dagegen dem Einsatz des Impfstoffs bei Kleinkindern. Die ZKB geht weiter von sukzessiven Zulassungen für Menveo aus und schätzen ein Umsatzpotenzial von 2 Mrd USD im Jahr 2015. Roche, die am Mittwoch die Bilanz vorlegen geben um 0,1% nach.
Auf der Gewinnerseite zeigen sich lediglich Syngenta (+0,3%) und Lonza (+1,7% auf 74,00 CHF). Merrill Lynch erhöht das Anlagerating für Lonza auf "Buy" von bisher "Underperform". Das Kursziel heben die Analysten auf 81 (70) CHF an.
Bei den Nebenwerten stehen die Titel der ägyptischen Orascom (-1,6%) mit den politischen Verwerfungen in Kairo im Blick der Anleger. Am Freitag gaben die Aktien 6,8% nach. Orascom generiert einen grossen Teil des Umsatzes in Ägypten. Die ZKB stuft derweil die Titel auf "Marktgewichten" von zuvor "Übergewichten" herab.
Die Börse in Kairo an der Orascom ebenso kotiert ist, wurde am Montag gar nicht erst geöffnet, nachdem die Kurse dort in der vergangenen Woche rapide in den Keller gerauscht waren. Der Reiseveranstalter Kuoni (-4,8%) wird in den Strudel der Ägypten-Krise gezogen und ist damit bislang schlechtester Wert.
Kaba (+0,6%) veräussert das Geschäftssegment Door Automation an die japanische Nabtesco Gruppe. Kaba hat aus Sicht der ZKB den erwarteten Verkauf von Door Automation zu einem etwas besser als erwarteten Preis angekündigt. Damit werde das Profitabilitätsprofil der Gruppe weiter verbessert. Auf der Gewinnerseite stehen noch CKW (+3,9%) und Mikron (+3,6%).
ps/ra

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