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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Schwächer - Verschnaufpause nach Vortagesrally

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 13:00 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Dienstag nach der Rally vom Vortag schwächer, auch wenn die Verluste geringer ausfallen als im übrigen Europa. Nach dem starken Anstieg vom Montag als Reaktion auf die Rettungsaktion für den angeschlagenen Euro hat der Markt eine "Verschnaufpause" eingelegt. Es sei "sehr, sehr ruhig", sagte ein Händler: "Es gibt niemanden, der sich aus dem Fenster lehnen will."
An der Börse nimmt zudem die Skepsis zu, ob die Rettungsaktion der Euro-Staaten den Märkten längerfristig Auftrieb zu geben vermag - auch wenn man vorerst vielleicht den Hedge Funds etwas "den Schnauf genommen" habe. Am Schweizer Markt gehören am Dienstag vor allem Finanzwerte, die am Montag noch deutlich zugelegt hatten, zu den Verlierern. Daneben hat eine Reihe von Unternehmen aus dem breiten Markt Zahlen vorgelegt.
Das Blue Chips Barometer SMI steht um 12.12 Uhr um 0,61% tiefer bei 6'442,38 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,79% auf 989,71 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,61% auf 5'685,4 Zähler.
Die deutlichsten Abgaben im SMI müssen Swiss Re (-1,8%) hinnehmen, die am Vortag noch 10% zugelegt hatten. Goldman Sachs hat die Aktien auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft und in die "Conviction Buy List" aufgenommen. Auch die ZKB-Analysten haben ihr Rating auf Übergewichten von Marktgewichten hochgestuft. ZFS (-1,9%) liegen klar im Minus, obwohl die CS das Kursziel erhöht und die Einstufung "Outperform" bestätigt hat.
CS (-1,5%) geben nach ihrem Vortagesanstieg von 8,7% etwas deutlicher ab als UBS (-1,3%), die am Montag noch 9,3% gewonnen hatten. Morgan Stanley hat die Aktien auf "Overweight" von "Equal Weight" hochgestuft und das Kursziel erhöht. Die Analysten zeigen sich bezüglich des europäischen Bankensektors zuversichtlicher und bevorzugen dabei unter anderem die beiden hiesigen Grossbankentitel.
Julius Bär (-1,3%) zeigten sich nach Vorlage des Interim Statements für die ersten vier Monate volatil, liegen aber am Mittag ebenfalls deutlich tiefer. In der ersten Handelsstunde hatte die Aktie noch für kurze Zeit im Plus notiert. Marktbeobachter sprechen von Eckwerten im Rahmen der Erwartungen und ohne Überraschungen.
Die defensiven Nestlé (-0,1) notieren wenig verändert, während Roche (+0,7%) bei den Investoren der Branchenkollegin Novartis (-1,0%) klar vorgezogen wird. Zu den wenigen Gewinnern zählen auch Swisscom (+1,0%). Das Unternehmen hat am Dienstag den Zukauf von drei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 180 Mio CHF bekannt gegeben. Swatch (Aktien +0,8%) hat eine Zusammenlegung von Tochtergesellschaften zur Vereinfachung der Konzernstruktur angekündigt.
Im breiten Markt verlieren LifeWatch (-4,4%) wie auch Tornos (-2,3%) nach der Vorlage von Quartalszahlen deutlich. Dagegen konnte PSP (+1,0%) ebenso wie SHL Telemedicine (+1,4%) positiv überraschen. Auch Huber+Suhner (+2,1%) liegen deutlich im Plus, nachdem das Unternehmen über einen Bahn-Auftrag aus Australien im Wert von rund 40 Mio CHF informiert hat.
Die Valoren des Pharmaunternehmens Addex klettern gar um 7,5%. Das Pharmaunternehmen, das Ende letzten Jahres einen Rückschlag bei seinem Haupt-Wirkstoffkandidaten hatte hinnehmen müssen, präsentiert am Dienstag an einem Forschungstag Daten aus präklinischen Studien für weitere Kandidaten und finanzielle Details zu einer Entwicklungspartnerschaft.
tp/cf

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