Navigation

AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: SMI dreht in die Verlustzone

Dieser Inhalt wurde am 29. November 2010 - 12:54 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag um die Mittagsstunden etwas tiefer. Nach einem sehr freundlichen Start mit teilweise deutlichen Avancen hat der Leitindex SMI in die Verlustzone gedreht. Händler verweisen auf schwächere Notierungen an den europäischen Börsen, wo etwa der deutsche Dax oder der CAC in Paris ebenfalls ins Minus gerutscht seien. Die Situation an der Börse sei mit Blick auf die Schuldenkrise in Europa und dem Konflikt in Korea weiterhin von grossen Unsicherheiten geprägt und die Volatilität im Handel ziemlich hoch, hiess es.
Die Spreads auf spanische und portugiesische Staatsanleihen hätten sich im Tagesverlauf erneut ausgeweitet, hiess es zur Begründung des Rückschlags. Die Sorge, dass sich die Krise nach dem Rettungspaket für Irland auf Portugal und Spanien ausdehnen könnte, sei allgegenwärtig. In den USA nehmen die Anleger nach dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag und dem verkürzten Handel am Freitag heute eine volle Börsenwoche in Angriff. Der Start ins Weihnachtsgeschäft am "Black Friday"-Wochenende wird von US-Detailhändler als sehr zufriedenstellend bezeichnet.
Bis um 12.00 Uhr steht der Swiss Market Index (SMI) um 0,11% tiefer bei 6'476,37 (Tageshöchst: 6'554; Tagestiefst: 6'465) Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,14% auf 1'014,07 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,03% auf 5'786,10 Punkte.
Der Umschwung an den internationalen Börsen ist am Montag vor allem von Finanzaktien ausgegangen. Dabei wurden die Grossbankentitel, die sich zunächst von den Verlusten der Vorwoche stark erholt gezeigt hatten, deutlich zurückgenommen. In der Schweiz steigen UBS noch um leichte 0,1%, während Credit Suisse um 0,7% nachgeben.
Die Irland-Rettung hat somit nur kurzfristig für Auftrieb gesorgt. Nun rücken die Probleme in Portugal und Spanien in den Vordergrund. Ausserdem hat SNB-Präsident Philipp Hildebrand übers Wochenende im Schweizer Fernsehen das Geschäftsmodell der Grossbanken kritisiert.
Auch Julius Bär (-0,2% auf 38,49 CHF) gaben die Gewinne des frühen Handels preis. Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel auf 50 von 48 CHF erhöht und die "Buy"-Einschätzung bestätigt. Gleichzeitig hob das US-Institut im breiten Markt die Kursziele für Sarasin (Aktie: -0,3%), EFG (-0,8%) und Bank Vontobel (-4,7%) an.
Bei den Versicherungen können ZFS (+0,4% auf 230,50 CHF) nach wie vor zulegen. Die Analysten von Macquarie starten die Einschätzung mit "Outperform" und einem Kursziel von 290 CHF. Zudem hat ZFS am Freitag eine nachrangige Anleihe über 700 Mio CHF erfolgreich platziert. Am Mittwoch wird der weltweit tätige Erstversicherer einen Investorentag abhalten.
Swiss Life rutschten mit dem Gesamtmarkt in die Verlustzone und geben derzeit um 1,0% auf 114,90 CHF nach. Sowohl Morgan Stanley (Rating: "Underweight") als auch Credit Suisse ("Neutral") haben das Kursziel für den Lebensversicherer auf 130 von 125 CHF respektive auf 156 von 151,65 CHF erhöht. Die Analysten haben ihre Schätzungen im Anschluss an den Investorentag von vergangener Woche leicht nach oben korrigiert.
Noch deutlicher verlieren im SMI/SLI nur noch Actelion (-1,7%) und Lonza (-1,1%). Leicht schwächer tendieren die Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche (je -0,3%).
Am breiten Markt steigen Aryzta nach guten Umsatzzahlen im ersten Quartal um 5,6%. Nach der schwachen Kursentwicklung in den vergangenen Wochen würden die Resultate den unterbewerteten Aktien Auftrieb verleihen, so ein Analyst.
Basilea klettern um 3,2% in die Höhe. Das Pharmaunternehmen soll wegen einer Verletzung von Lizenzvereinbarungen 130 Mio USD von Johnson & Johnson erhalten, die Bank Vontobel hatte lediglich mit einer Zahlung von 50 Mio CHF gerechnet und erhöhte das Kursziel.
Weiter steigen Ascom nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS um 2,8%.
mk/ra

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen