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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Vorzeichen gewechselt und tendiert am Donnerstagmittag mit Aufschlägen. Negative US-Vorgaben und vorsichtige Aussagen von Fed-Chef Bernanke zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft seien inzwischen eingepreist, sagt ein Händler. Die Stimmung sei positiv, nun warte der Markt vor allem auf die Ergebnisse der Stresstest für europäische Banken am morgigen Freitag.
Positive Signale von Konjunkturseite hätten die Marktteilnehmer wieder zuversichtlicher gestimmt, so der Händler weiter. Der Umsatz der britischen Einzelhändler ist im Juni stärker als erwartet gestiegen und der Auftragseingang in der Industrie des Euroraums hat sich im Mai ebenfalls weitaus besser entwickelt als erwartet. Hierzulande stehen vor allem die Bluechips ABB, Credit Suisse, Lonza, Roche und Syngenta nach Zahlen im Blick der Anleger.
Bis um 11.50 Uhr gewinnt der SMI 0,69% auf 6'174,86 Punkte und der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) 0,46% auf 942,17 Zähler. Der breite Swiss Performance Index (SPI) rückt 0,51% auf 5'454,28 Stellen vor.
Julius Bär (+2,9%) sind sehr gefragt, im Nachgang zum gestrigen Zahlenausweis gibt es mehrere Kurszielerhöhungen. Die Privatbank sieht sich in Deutschland indes nach Übernahmeobjekten um und ist konkret an der BHF Bank interessiert, wie CEO Boris Collardi in der deutschen Presse sagte.
ABB (+2,7%) zählen ebenfalls zu den grössten Gewinnern. Das am Morgen präsentierte Quartalsergebnis hat die Erwartungen der Analysten übertroffen, entsprechend wohlwollend fallen die Kommentare aus. Nebst der weitergehenden Erholung der Basisaufträge seien auch die tiefer als bisher veranschlagten Kosten für das Restrukturierungsprogramm positiv, heisst es etwa bei der ZKB. Ausserdem helle sich auch der Ausblick auf das spätzyklische Geschäft auf.
Bei Roche (+1,2%) fallen die Kommentare zu den Halbjahreszahlen mehrheitlich neutral aus. Das Ergebnis wird mit Ausnahme des Betriebsgewinns als im Rahmen der Erwartungen bezeichnet. Die Aussagen zum Umsatzpotenzial des Krebsmedikaments Avastin gelten hingegen als ermutigend. In den letzten Tagen hatten die Genusscheine unter einer sich abzeichnenden negativen Empfehlung des vorberatenden FDA-Ausschusses für Avastin bei Brustkrebs gelitten. Positive Vorzeichen tragen auch die anderen grosskapitalisierten Titel Novartis (+0,6%) und Nestlé (+0,8%).
Lonza (+1,3%) gewinnen ebenfalls. Das vom Lifescienceunternehmen für das erste Semester vorgelegte Ergebnis hat die Erwartungen der Analysten erfüllt bis übertroffen, sagen Beobachter. Die bekräftigte Guidance für das Gesamtjahr habe das Sentiment gestützt, heisst es.
Syngenta (-5,5%) stehen dagegen massiv unter Druck und am Tabellenende im SMI/SLI. Das Unternehmen erfüllte zwar die Prognosen beim Umsatz, verfehlte diese jedoch auf Gewinnebene. Zudem wurde der Ausblick für den Betriebsgewinn gesenkt. Hier setzt denn auch die Kritik der Analysten an, die sich teilweise enttäuscht zeigen.
Auch CS (-2,3%) notieren mit Abschlägen. Die Zahlen für das zweite Quartal vermochten die Anleger nur bedingt zu überzeugen. Wohl lag der ausgewiesene Quartalsgewinn über den Erwartungen, dies ist aber hauptsächlich auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Um diese bereinigt, verfehlte die Grossbank die Erwartungen. UBS gewinnen dagegen 1,5%. Händler sprechen von Umschichtungen aus den CS-Papieren. Die ZKB hat zudem in ihrem Aktienportfolio Schweizer Standardwerte CS durch UBS ersetzt.
Bei Sonova (-1,2%) belasten neue Daten zum US-Hörgerätemarkt, wie am Markt zu vernehmen ist.
Im breiten Markt notieren Sulzer (-0,1%) nach Halbjahreszahlen zum Berichtszeitpunnkt kaum verändert. Die Kommentare sind durchaus positiv, die Aktie hatte aber am Vortag bereits über 3% zugelegt. Cytos tendieren unverändert. Das Biotech-Unternehmen weist dank eines Einmaleffekts für das zweite Quartal einen Reingewinn aus. Phoenix Mecano gewinnen 2,2%, was am Markt unter anderem mit dem angehobenen Ausblick für 2010 erklärt wird. Bei Cham Paper (-3,4% oder -7,50 CHF) gibt es eine Nennwertreduktion um 12,50 CHF.
cc/uh

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