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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist bis am Mittwochmittag weiter in die Verlustzone abgerutscht. Belastend auf den Leitindex SMI wirkt dabei wie bereits am Vortag die Schwäche beim Indexschwergewicht Nestlé. Unter Druck stehen aber auch einige zyklische sowie die Luxusgüterwerte.
Die heutigen Verluste des Gesamtmarktes würden von vielen Händlern nicht als Trendwende oder Beginn einer Januar-Schwäche gewertet, hiess es in Marktkreisen. Optimisten erwarteten eine Trendwende, wenn sich Käufer von Dividendenwerten wieder vermehrt zu engagieren beginnen. Pessimisten hingegen gingen von einer anhaltenden Seitwärtsentwicklung aus, verbunden mit einer gewissen Volatilität.
Das Blue-Chips-Barometer Swiss Market Index (SMI) notiert um 12.00 Uhr um 0,87% tiefer bei 6'437,53 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 1,05% auf 1'019,02 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,94% auf 5'789,44 Punkte.
An Wirtschaftsdaten könnten der europäische Einkaufsmanagerindex am Vormittag sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht oder der ISM-Index aus den USA am Nachmittag für Impulse sorgen.
Gleich zu Handelseröffnung an die Spitze der Bluechips gesprungen sind Syngenta (+1,5%). Syngenta profitieren am Mittwoch insbesondere von einer positiven Studie. Merrill Lynch hat die Titel des Agrochemiekonzerns auf die Empfehlungsliste "Europa 1 List" aufgenommen. Das sorgt für Nachfrage und hilft den Papieren, sich gegen den schwächelnden Gesamtmarkt zu stemmen. Ausserdem wird das Papier von guten Zahlen des Branchenverwandten Mosaic gestützt.
Neben Syngenta legen mittlerweile auch Actelion (+1,5%) deutlicher zu.
Ganz am Ende der SLI-Tabelle notieren dagegen weiterhin Logitech (-5,0% auf 16,97 CHF). Morgan Stanley hat die Titel auf "Underweight" von bisher "Neutral" heruntergestuft und das Kursziel auf 16 CHF von bisher 18,50 CHF zurückgenommen. Risiken berge nicht nur die Ausrichtung auf neue Wachstumsfelder, sondern angesichts des strukturellen Gegenwinds auch die langfristige Wachstumsguidance, begründet das Institut diesen Schritt.
Ebenso geben Richemont (-2,7%) und Swatch (-2,6%) deutlicher nach. Auch eine Kurszielerhöhung von Kepler für beide Titel hilft wenig. Kepler bestätigt für Swatch die Einstufung "Hold" und für Richemont "Buy".
Bei den Zyklikern verlieren vor allem ABB (-1,5%) und Holcim (-1,7%) Terrain. Ebenfalls tief im roten Bereich notieren SGS (-1,9%).
Bei den Finanztiteln verlieren UBS (-1,2%) mehr als Julius Bär (-0,8%). Die UBS plant gemäss Aussagen des Wealth-Management-CEOs Jürg Zeltner die Reorganisation des Vermögensverwaltungsgeschäfts, wie es in einem Artikel der "NZZ" heisst. Mit dem Zufluss an Neugeldern ist der Turnaround gemäss Zeltner noch nicht geschafft.
Demgegenüber haben CS (+0,3%) ins Plus gedreht. Die Titel würden von der Schwäche der UBS profitieren, hiess es. Die CS-Aktie hinke derzeit der UBS hinterher. Aufgrund der besseren Erholung des Geschäfts berge der Titel der CS aber eigentlich mehr Potenzial.
Bei den Assekurranztiteln verlieren Swiss Re (-1,1%) deutlicher als ZFS (-0,4%).
Die grösste Belastung für den SMI geht jedoch von der Schwäche der Indexschwergewichte aus, allen voran Nestlé (-1,1%), gefolgt von Roche (-0,5%) und Novartis (-0,6%).
Der CEO von Kühne + Nagel (Aktie -1,3%) erklärte gegenüber der FuW, dass der Logistikkonzern über 1 Mrd freie Mittel verfüge. Dabei sollen in den nächsten fünf Jahren 400 Mio CHF in den Ausbau des Landverkehrs in Europa, die Expansion in Indien und China sowie in einer späteren Phase in die USA investiert werden.
Lonza (Aktie -0,7%) kündigte an, mit einem neuen Datenmanagement die Abwicklung seiner Bioprozesse optimieren zu wollen. Hierfür sei als Partner IDBS, ein Anbieter von Datenmanagement und Analytiklösungen, ausgewählt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Im breiten Markt verhandelt BKW (Aktie +0,4%) mit Ascometal über den Kauf der französischen Allevard-Gruppe, wie gestern bekannt wurde.
Bei Burkhalter (-0,5%) hat der CEO Marco Syfrig gegenüber der FuW die Umsatzziele für 2011 bestätigt und zudem angekündigt, dass Elektroinstallations-Firma auch grössere Akquisitionen ins Auge fasse.
dl/cf

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