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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Kursgewinne aus dem frühen Handel am Donnerstagmittag weitgehend wieder abgegeben und zeigt sich uneinheitlich. Der SMI hält sich vorwiegend dank den starken Nestlé-Titeln weiterhin im positiven Bereich. Nach den Aussagen verschiedener Notenbanken zur Konjunktur und schwachen Wirtschaftsdaten aus China dominierten weiterhin Wachstumssorgen, hiess es im Handel.
Die Märkte bewegten sich derzeit bei geringen Handelsvolumen weitgehend parallel zu den US-Futures, kommentierte ein Marktbeobachter. Generell litten die konjunktursensitiven Werte wie auch Technologietitel unter der negativen Stimmung. Auch die als zyklisch geltenden Valoren des Sanitärtechnikunternehmens Geberit, das am Donnerstag als einziger "Blue Chip" Halbjahreszahlen vorgelegt hat, geben deutlich nach.
Das Blue-Chips-Barometer SMI notiert um 11.50 Uhr 0,22% höher bei 6'279,63 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert dagegen 0,2% auf 960,92 Zähler während der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,11% auf 5'542,96 Punkte zulegt.
Nestlé (+1,6%) führen den SMI nach der Vorlage guter Halbjahreszahlen durch den Nahrungsmittelkonzern am Vortag an. Eine Reihe Analysten haben am Donnerstagmorgen ihre Buy- respektive Overweight-Ratings für die Valoren des Nahrungsmittelkonzerns bestätigt, weitere haben ihre Einschätzung Neutral bekräftigt.
Zulegen können auch ZFS (+0,4%). Goldman Sachs hat die Aktien im Rahmen einer Branchenstudie auf Buy von Neutral hochgestuft. Die Titel hätten seit Ende Juli den Sektor um 10,5% unterperformt, schreiben die Analysten. Zudem hätten sie nur schwach auf die Resultate des zweiten Quartals reagiert, die im Rahmen der Erwartungen ausgefallen seien.
Daneben behaupten sich die defensiven Swisscom (+0,8%) und Roche (+0,4%) im positiven Bereich. Novartis (-0,3%) geben dagegen nach. Givaudan (+0,1%) dürften von einer Kurszielerhöhung durch JPMorgan profitieren. Die volatilen Transocean stehen am Mittag noch mit 0,4% im Plus.
Die Bankenwerte halten sich in etwa im Marktdurchschnitt. UBS (+0,1%) notieren gar leicht im Plus während Credit Suisse (-0,4%) nachgeben. In den Medien war über weiteren Druck der deutschen Justiz auf CS-Kunden in Deutschland berichtet worden.
Am unteren Ende der Tabelle befinden sich dagegen Adecco (-3,2%), die ebenfalls am Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt hatten. Das Aktienresearch von ING hat nun seine Anlageempfehlung für die Titel auf Hold von Buy gesenkt. Der zuständige Analyst hat bei den Zahlen die "erwartete Überraschung" vermisst, wie er schreibt. Dagegen haben UBS und Société Générale ihr Kursziel für die Adecco-Valoren leicht erhöht.
Starke Abgaben müssen auch Nobel Biocare (-2,9%) hinnehmen, die bereits am Vortag nach schwachen Semesterzahlen mehr als 10% verloren hatten. In der Folge haben am Donnerstag zahlreiche Analysten ihr Kursziel für die Aktien gesenkt. Stark im Minus notieren auch Petroplus (-3,6%).
Am breiten Markt hat vorbörslich eine Reihe von Unternehmen Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Valoren des Reisedetailhändlers Dufry (-0,4%) konnten nach einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Ergebnis zunächst zulegen, werden aber mittlerweile tiefer gehandelt. Auch Gategroup (-0,1%) fallen bis am Mittag zurück, obwohl das Semesterresultat ebenfalls über den Erwartungen lag.
Phoenix Mecano (-2,0%) geben nach, obwohl der Gehäuse- und Komponentenhersteller im Halbjahr starke Umsatz- und Gewinnsteigerungen bekanntgeben konnte. Nach der Veröffentlichung erster Eckdaten im Juni waren die Ergebnisse gemäss Analysten aber bereits erwartet worden. Deutliche Abgaben müssen die Valoren von Tecan (-4,9%) nach Semesterzahlen hinnehmen. Am Markt wurden dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich gemacht.
Swisslog (+2,5% auf 0,82 CHF) profitieren dagegen von einer Kaufempfehlung der UBS. Die Experten empfehlen die Swisslog-Aktie neu zum Kauf (bisher Neutral) und erhöhen das Kursziel auf 1,10 CHF nach 0,90 CHF.
tp/rt

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