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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Verluste - Enttäuschung über ZFS gewinnt die Oberhand

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat seine Startgewinne am Donnerstag bis zum Mittag abgegeben und ist ins Minus gerutscht. Die Enttäuschung über die Zahlen von ZFS hat Händlern zufolge die Oberhand über die positiv aufgenommenen Ergebnisse und den Ausblick der Swiss Re gewonnen. Zudem sei bereits eine gewisse Zurückhaltung vor den US-Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag zu spüren, sagte ein Händler.
Im weiteren Verlauf werde mit Spannung auf die Zinsentscheidung der EZB und auch der Bank of England geschaut. Marktbeobachter machen sich Hoffnung auf Hinweise, wann ein nächster Zinsschritt in Europa ansteht. Am Nachmittag liefern die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe den letzten Hinweis auf den Arbeitsmarktbericht.
Der SMI fällt gegen 12.00 Uhr um 0,69% auf 6'425,55 Zähler. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,77% auf 1'012,67 Zähler nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,58% auf 5'931,50 Punkte.
Swiss Re halten sich mit plus 0,8% unter den Top-Werten im SMI. Der Rückversicherer erlitt im ersten Quartal zwar aufgrund hoher Kosten durch Naturkatastrophen einen Verlust. Dieser fiel aber nicht so hoch aus wie von Analysten befürchtet. Analysten schätzen die Zahlen zwar als gemischt ein, der Ausblick wird aber gelobt.
Deutlich unter Druck kommen hingegen am Indexende ZFS mit minus 3,8%. Der Versicherer verfehlte die Erwartungen der Analysten sowohl beim Betriebs- als auch beim Reingewinn, der um mehr als 30% einbrach. Kritik gab es auch zum Rückgang des Geschäftsvolumens und der tiefen Eigenkapitalrendite. Unisono begrüssen die Analysten dagegen die solide Kapitalseite des Versicherers.
Actelion (-0,7%) stehen mit der Generalversammlung im Fokus, auf der es zum "Showdown" zwischen dem Verwaltungsrat und dem britischen Hedgefund Elliott Advisors kommt. 60,41% des stimmberechtigten Kapitals sind anwesend. In der einleitenden Ansprache unterstrichen VRP Robert Cawthorn und CEO Jean-Paul Clozel die Wichtigkeit der GV. "Lassen Sie keinen Minderheitsaktionär ohne klare Strategie die Kontrolle über unser Unternehmen übernehmen", forderte Clozel die Aktionäre auf. Elliott-Vertreter Dominik Dolenec stiess derweil mit seinen Ausführungen auf wenig Zustimmung.
Transocean fallen nach Q1-Zahlen um 2,2%. Der Ölbohrkonzern hat bei rückläufigen Umsätzen nicht einmal mehr die Hälfte des Vorjahresgewinns erzielt. Der Gewinn unterm Strich lag zudem laut Händlern nur wegen einer Vielzahl von Einmaleffekten über den Erwartungen.
Holcim kommen mit minus 2,4% weiter unter Druck. Bereits am Vortag hatten die Titel unter enttäuschenden Zahlen gelitten. Nun senkte Konkurrent Lafarge seine Prognose für die Zementnachfrage leicht und sorgte damit für Verstimmung im ganzen Sektor.
Unter den weiteren Verlierern liegen Adecco vor dem US-Arbeitsmarktbericht mit minus 1,9%. Auch die Banken zeigen sich schwächer. UBS verlieren 1,6%, CS geben um 1,4% nach und Julius Bär fallen um 1,0%. Marktbeobachter erwähnen in diesem Zusammenhang schwache Quartalszahlen der Mitbewerber SocGen, BBVA und Lloyds. Angeführt wird der SMI/SLI indes von Syngenta mit plus 1,5%.
Sonova geben nach der Eröffnung einer Untersuchung durch die SIX wegen möglicher Verletzung der Adhoc-Publizität im Zusammenhang mit der Gewinnwarnung von Mitte März um 1,4% nach.
Einen kräftigen Kursschub um 9,4% gab es im breiten Markt für die Aktien von Petroplus. Der Raffineriebetreiber hat mit den um Ölpreisveränderungen bereinigten Zahlen über den Erwartungen der Analysten abgeschnitten.
Santhera schnellen nach positiven Studiendaten für das Friedreich-Ataxie-Mittel Catena um 12,0% hoch. Komax gewinnen nach einer positiven Gewinnwarnung 5,8%.
Meyer Burger sacken derweil mit 3,9% ins Minus. Zwar hat der Solarzulieferer von der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin grünes Licht für die Übernahme von Roth&Rau bekommen. Allerdings bleiben die Widersacher an Bord. Die zypriotische KLK Holdings hat ihre Beteiligung an Roth & Rau auf 10,09% von zuvor 5,19% erhöht. Meyer Burger-CEO Peter Pauli sagte im Gespräch mit AWP, er wolle so schnell wie möglich über die Schwelle von 50% kommen.
dm/ra

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