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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Freitag gegen Mittag klar schwächer, hält sich damit aber noch etwas besser als andere europäische Börsenplätze. Ein schweres Erdbeben in Japan sorgt derzeit für Unruhe bei den Anlegern. Neben den politischen Unruhen in der arabischen Welt, dem hohen Ölpreis und schwachen Makrozahlen aus China sei das jetzt noch das "Tüpfelchen auf dem 'i'", sagt ein Händler.
Derzeit deute aber noch alles auf eine normale Korrektur am Schweizer Aktienmarkt hin, die ingesamt zwischen 5 und 7% liegen dürfte, so der Experte weiter. Wie es weitergeht, hängt nicht zuletzt von der Eröffnung der Wall Street und den für den Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten in den USA ab.
Bis um 12.05 Uhr sinkt der SMI um 0,73% auf 6'357,89 Punkte. Der 30 Titel umfassende, um die Gewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) steht 0,92% tiefer auf 1'018,87 Stellen und der breite Gesamtmarkt (SPI) büsst 0,75% auf genau 5'767 Punkte ein.
Swiss Re sinken um deutliche 5,7% und sind damit grösster Verlierer im SMI/SLI. Ein schweres Erdbeben in Japan setzt die Aktien des Rückversicherers unter Druck. Zwar ist es für die Industrie noch zu früh, um verlässliche Schätzungen zum Schadenausmass abzugeben, doch sei mit grösseren Belastungen zu rechnen, hiess es im Handel.
Nach den Überschwemmungen in Australien und dem Erdbeben in Neuseeland handelt es sich bereits um das dritte grosse Naturkatastrophenereignis im Jahr 2011. Swiss Re hatten bereits am Vortag unter den verhaltenen Geschäftsaussichten der Konkurrentin Munich Re gelitten.
ZFS verlieren 2,6%. Auch dieser Versicherer könnte - wenn auch in geringerem Ausmass als die Rückversicherer - vom Erdbeben in Japan betroffen sein. Swiss Life (-1,7%) und Bâloise (-0,6%) sinken ebenfalls.
Nachrichten aus den Reihen der Bluechips sind ansonsten Mangelware. Die Titel der Raffineriebetreiberin Petroplus (- 1,3%) und des Ölbohrkonzerns Transocean (-1,1%) stehen weiter unter Druck. Händler befürchteten, dass die Krise in Libyen den gesamten Ölsektor längere Zeit negativ beeinflussen könnte.
Auch die konjunktursensitiven Werte werden verkauft, dies gilt für Richemont (-1,8%) und Swatch (-1,4%) ebenso wie für Holcim (-1,0%), Logitech (-1,4%) und ABB (-1,0%).
Knapp im Plus stehen Bankenwerte CS (+0,1%) und UBS (+0,2%). Die Anleger rechnen beim informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone am Berichtstag mit verschiedenen Szenarien, wie ein Rettungsschirm für die kriselnden Mitgliedsländer aussehen könnte.
Die defensiven Schwergewichte Roche (-0,3%), Nestlé (-0,2%) und Novartis (-1,0%) halten sich teils überdurchschnittlich gut. Dies gilt auch für Swisscom (-0,1%).
Clariant (+1,9%) profitieren von einer Kaufempfehlung der UBS. Geberit (-0,3%) erhalten nach der Zahlenpublikation am Vortag und starken Kursverlusten noch Feedback von Analysten. Die Experten reagieren mit unterschiedlichen Vorzeichen auf den Ergebnisausweis des Sanitärtechnikkonzerns.
Im breiten Markt hat eine ganze Reihe von Unternehmen Zahlen vorgelegt. Mobilezone (+1,9%), Winterthur Technologie (+2,2%) und Mikron (+0,5%) reagieren positiv auf den Zahlenausweis. Bachem verlieren dagegen um 4,4%. Massiv fallen Schweiter (-9,0%), die nach den Zahlen von Vontobel auf "Hold" herabgestuft wurden.
Vor allem Weatherford (-0,3%) könnten nach Einschätzung der ZKB von Änderungen im Indexreglement der Schweizer Börse betroffen sein, die per Juli gelten. Neu gibt es ein Zusatzkriterium für Aktien mit mehreren Primärkotierungen, deren Umsätze an der SIX Swiss Exchange unter 50% ausmachen. Entsprechend könnte die anstehende Aufnahme der Aktien in den SLI nur von kurzer Dauer sein.
cc/rt

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