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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Dienstagmittag weiterhin Abgaben auf breiter Front. Die Stimmung am Markt werde von makroökonomischen Unsicherheiten und von der Angst vor einem Double Dip getrübt, sagen Händler. Es sei von einer kräftigeren Korrektur die Rede. "An den Märkten wird seit Freitag von der zweiten Auslösung des sogenannten 'Hindenburg Omens' an der Wall Street gesprochen", sagte ein Händler in Zürich. Charttechnisch versierte Analysten halten die Bestätigung des Omens für eine Warnung vor einem Aktien-Crash.
Belastet Sorgen um die wirtschaftliche Erholung stehen die zyklischen Titel überproportional unter Verkaufsdruck, allen voran Petroplus. Im Zusammenhang mit den Konjunktursorgen dürften am Nachmittag die ausstehenden US-Hausverkäufe besondere Beachtung finden.
Um 12.10 sinkt das Blue-Chips-Barometer SMI um 0,77% auf den Stand von 6'161,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,89% auf 937,71 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,79% auf 5'451,53 Punkte.
Die rote Laterne halten im SMI/SLI Petroplus (-2,9%). Zeitweise wurden die Titel der Raffineriebetreiberin deutlich stärker zurückgeschraubt als andere konjunktursensitive Werte wie Clariant (-2,7%), Adecco (-1,8%) oder Logitech (-1,3%). "Bei Petroplus fallen Konjunktursorgen vor dem Hintergrund der gedrückten Margen und schwachen Bilanz besonders stark ins Gewicht", sagte ein Beobachter. Bereits am Vortag waren wieder Gerüchte aufgeflackert, wonach Petroplus demnächst einige Kreditlinien neu aushandeln müsse.
Den Papieren von Holcim (-1,9%) macht neben ihrem zyklischen Charakter eine Gewinnwarnung des irischen Baustoffherstellers CRH zu schaffen, wie es im Handel heisst. Zudem haben im Nachgang an den Semesterausweis des Zementkonzerns weitere Bankanalysten ihre Kursziele für den Titel nach unten angepasst.
Überdurchschnittlich werden im SMI/SLI auch die meisten Finanzwerte verkauft. Die grössten Verluste gehen dabei zu Lasten von CS (-1,3%), UBS (-1,0%), Baloise (-0,9%) oder Swiss Re (-0,8%). Swiss Life (+0,2%) notieren dagegen gut behauptet. Julius Bär (-0,7%) werden durchschnittlich zurückgenommen. Am breiten Markt haussieren die Titel der aus Abspaltung von Julius Bär hervorgegangenen GAM (+3,7%). Der Asset Manager hat Analysten zufolge ein überzeugendes Halbjahresergebnis ausgewiesen.
Roche (-0,7%) verlieren wie die anderen beiden defensiven Indexschwergewichte Novartis (-0,7%) und Nestlé (-0,5%) in etwa mit dem Marktdurchschnitt. Die britische Gesundheitsbehörde NICE hat das Medikament Avastin zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs weiterhin als zu teuer abgelehnt - trotz eines neuen Preisvorschlags von Seiten des Pharmakonzerns. Am Dienstag wurde auch bekannt, dass Roche mit dem amerikanischen Biopharmazeutik-Unternehmen Aileron eine Zusammenarbeit vereinbart. Im Rahmen der Vereinbarung leistet Roche an Aileron eine sogenannte Upfront-Zahlung von 25 Mio USD.
Auf der Gegenseite finden sich neben Swiss Life nur noch Sonova (+0,1%) leicht im Plus.
Am breiten Markt profitieren Huber+Suhner (+6,6%) am deutlichsten von den ausgewiesenen Halbjahreszahlen. Analysten sprechen von einem überraschend starken Ergebnis. Auch bei Lindt & Sprüngli (PS +1,7%, N +2,8%) wird von einem "guten" Ergebnis gesprochen. Edisun avancieren um 5,0%. Das Unternehmen hat am Montag Halbjahreszahlen ausgewiesen und am Dienstag einen Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrates bekannt gegeben.
Verluste nach Zahlen schreiben dagegen Kudelski (-6,3%), Komax (-3,1%), Charles Vögele (-2,8%) und Von Roll (-1,8%).
Ypsomed verlieren 3,6%. Die Medizinaltechnikerin strafft die Unternehmensführung in der Schweiz und baut gleichzeitig den europäischen Vertrieb weiter aus.
ch/ra

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