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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Verluste ausgebaut - Finanzwerte weiter unter Druck

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 12:30 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag seine Verluste im Laufe des Morgens weiter ausgebaut. Angesichts fehlender anderer Impulse gehe der Abwärtsdruck immer noch von den schwachen Vorgaben aus Übersee aus, sagte ein Händler in Zürich. Allerdings seien nach der Auffahrt auch nur wenige Anleger aktiv. "Da viele Investoren einen Brückentag machen, sind die Handelsvolumina gering." Am Nachmittag könnten dann eine Reihe von US-Konjunkturdaten die Weichen für den weiteren Verlauf stellen.
Belastet von Gerüchten um die Ermittlung der US-Staatsanwaltschaft stehen die Finanzwerte weiterhin deutlich unter Druck. Kreisen zufolge sind verschiedene Banken, darunter auch UBS und CS, ins Visier der amerikanischen Staatsanwaltschaft und Börsenaufsicht geraten.
Bis um 11.45 verliert das Blue Chips Barometer SMI 1,19% auf 6'496,58 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 1,37% auf 999,21 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,20% auf 5'738,33 Zähler.
Händler sprachen wieter von der anhaltenden Sorge um die Schuldenkrise und dass die strikten Sparpläne das Wirtschaftswachstum in Europa beeinträchtigen könnten. Wenig förderlich waren auch Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der sich in einem Interview skeptisch zur Rückzahlung griechischer Staatsschulden zeigte.
Weiterhin notieren CS (-3,7%), UBS (-3,3%) und GAM (-2,5%) am Tabellenende des SMI/SLI. Hier belasten angebliche Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft den Sektor. Pressemeldungen zufolge sind UBS und CS wegen des Verdachts der Manipulation von Rating-Agenturen im Zusammenhang mit der Strukturierung komplexer Wertpapiere ins Visier der amerikanischen Staatsanwaltschaft und Börsenaufsicht geraten. "Fürs Sentiment der Grossbanken ist der neuerlicher negative Fokus schlecht", kommentierte der Händler.
Besonders schwach notieren auch Swiss Life (-2,8%), Swiss Re (-2,6%) und Baloise (-2,6%). ZFS verlieren 1,7%. Der Versicherer gibt sich per Juli eine neue Managementstruktur und hat in diesem Zusammenhang neue Konzernleitungsmitgliedern ernannt.
Mit am Tabellenende finden sich auch einige zyklische Werte wie Adecco (-2,4%), Richemont (-2,4%), ABB (-2,2%) oder Logitech.
Die defensiven Schwergewichte Nestlé (-0,7%), Novartis (-0,5%) und Roche (unv.) stehen etwas besser da. Die UBS hat das Kursziel für Nestlé aufgrund von Währungseffekten leicht erhöht und die Gewinnschätzungen angepasst. Das Rating wird mit "Buy" bekräftig.
An der Spitze des SMI/SLI halten sich derzeit SGS (+0,4%) und Nobel Biocare (+0,4% auf 22,28 CHF). Morgan Stanley hat das Rating für Nobel Biocare auf "Equal Weight" von "Underweight" hochgestuft. Allerdings sei die Aktie kein Schnäppchen und um eine Neubewertung zu vermeiden, müsse sich der Umsatz 2011 deutlich besser entwickeln, schreiben die Analysten. Das Kursziel wurde auf 22 von 25 CHF gesenkt. Gleichzeitig hat auch Goldman Sachs das Kursziel für die Titel überarbeitet und auf 27 von 34 CHF reduziert.
Gut behauptet notieren Synthes (+0,2% auf 127,30 CHF). Goldman Sachs hat das Kursziel für den Titel auf 162 von 157 CHF erhöht, die Aktie wird weiterhin zum Kauf empfohlen.
Am breiten Markt verlieren Transocean 2,0%. Das Unternehmen hat an einem US-Gericht in Texas einen Antrag auf Haftungsbeschränkung im Zusammenhang mit der gesunkenen Bohrinsel Deepwater Horizon eingereicht.
Allreal sinken um 0,7%. Die Immobiliengesellschaft hat am Mittwochabend den erfolgreichen Abschluss einer Kapitalerhöhung über 225 Mio CHF bekannt gegeben.
u-blox verlieren inzwischen 0,3%. Das Unternehmen liefert künftig Module für das Global Positioning System (GPS) und den Technologiestandard GSM an die taiwanesische Helioversal Technology.
ch/cf

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