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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt muss am Donnerstag seiner starken Entwicklung in den letzten zwei Handelstagen Tribut zollen und hat seine Verluste bis zur Mittagsstunde ausgeweitet. Nach Händlerangaben prägen Gewinnmitnahmen in den zuletzt gut gelaufenen Zyklikern und Finanzwerten das Bild. Die hiesige Börse werden überdies von Abgaben in den grosskapitalisierten Nestlé-Aktien belastet, die unter Verkaufsempfehlungen leiden.
Der weitere Handelsverlauf werde sich wohl am amerikanischen Aktienmarkt anlehnen. "Ich wäre nicht überrascht, wenn wir den Tag im Minus abschliessen", sagt der Marktteilnehmer. Die anstehenden Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäische Zentralbank EZB hätten hingegen wenig Potenzial für eine Überraschung.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 12.10 Uhr um 0,68% auf 6'568,53 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) büsst 0,59% auf 1'047,96 Punkte ein und der breite SPI 0,68% auf 5'896,64 Einheiten.
Nestlé belasten die hiesigen Aktienindizes mit einem Abschlag von 2,1%. Die Papiere machen fast ein Viertel der SMI-Kapitalisierung aus. Für Nestlé haben sowohl Merrill Lynch, als auch das Aktienresearch von Nomura die Empfehlung drastisch auf "Underperform" respektive "Reduce" von zuvor "Buy" gesenkt. Es besteht nach Ansicht der zuständigen Analysten ein Risiko, dass die Erwartungen für 2011 nicht erfüllt werden.
Auch die anderen defensiven Schwergewichte Roche (-0,2%) und Novartis (-0,8%) fallen etwas zurück.
Am deutlichsten nach unten geht es mit Geberit (-7,2%). Der Sanitärhersteller hat Umsatzzahlen für 2010 publiziert, die leicht unter den Erwartungen lagen. Als eigentliche Ursache für die Abschläge wird im Handel allerdings eine Abstufung auf "Sell" durch die Citigroup genannt. Kursstützend dürften sich indes ein angekündigter Aktienrückkauf auswirken.
Holcim büssen um 2,5% auf 68,95 CHF ein. Auch der Zementhersteller wurde von der Citigroup auf "Sell" von bisher "Hold" zurückgenommen. Das Kursziel wurde auf 63 nach bisher 65 CHF gesenkt. Der Markt trage den Auswirkungen des starken Schweizer Franken auf den Zementhersteller noch nicht richtig Rechnung, lautet der Analystenkommentar.
Auch in anderen Zyklikern wie SGS (-1,8%), Logitech (-1,4%), Kühne + Nagel (-1,0%) und Clariant (-1,9%) werden Gewinne mitgenommen. Letztere Papiere standen bereits am Vortag unter Abgabedruck, der von Gerüchten um eine bevorstehende Prognosesenkung ausgelöst wurde.
Eine Ausnahme unter den zyklischen Aktien stellen ABB mit einem Kursplus von 1,3% dar. Die Titel profitieren nach Händlerangaben von einer positiven Branchenanalyse, die von Merrill Lynch publiziert wurde. Die grössten Gewinne bei den Blue Chips gehen allerdings ohne fundamentale News auf Synthes (+1,5%).
Eine markante Kehrtwende haben im Tagesverlauf die Finanzwerte vollzogen. Credit Suisse (-0,9%), Julius Bär (-1,1%) wie UBS (-0,9%) haben ihre teilweise deutlichen Gewinne preisgegeben und sind weit nach hinten in der SMI/SLI-Rangliste gerutscht. Hier würden Gewinnmitnahmen dominieren, hiess es.
Die zuletzt relativ erfolgreich verlaufenen Anleiheemissionen Spaniens und Italiens hätten die Stimmung nicht umkehren können, hiess es. Die Bond-Auktionen der beiden Mittelmeeranrainer sind einem Händler zufolge "insgesamt inline" verlaufen.
Syngenta (+1,0%) ziehen hingegen deutlich an und folgen den Vorgaben von verschiedenen US-Peers vom Vorabend. Gestern hatte das US-Agrarministerium (USDA) in seinem Quartalsbericht seine Schätzungen zur US-Produktion an Mais und Soja gesenkt. Das trieb die Preise für die beiden Feldfrüchte in die Höhe.
Im breiten Markt sinken Sulzer um 4,2%. Der Industriekonzern hat am Morgen den Bestellungseingang von 2010 präsentiert und dabei die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Analysten sprechen von einem soliden Ausweis und einem sequenziellen Wachstum im letzten Jahresviertel. "Sell on good news", sagten Branchenbeobachter hierzu.
Der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter Partners Group (Aktie: +0,8%) hat die verwalteten Vermögen per Ende Jahr gezeigt. Analysten sprechen von einem soliden, aber nicht spektakulären Ausweis.
Noch am Vorabend haben Calida (Aktie unverändert) überraschend den Umsatz für 2010 vorgelegt. Valora (-0,6%) und Schaffner (+0,9%) reagieren mit unterschiedlichen Vorzeichen auf die bestätigten Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Ein Kursplus von 6,5% geht auf das Konto von Evolva, nachdem das Pharmaunternehmen hat eine Kooperations- und Entwicklungsvereinbarung mit dem Aromen- und Riechstoffhersteller IFF angekündigt hat.
ra/ps

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