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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hält sich am Freitagmittag weiterhin im Plus. Dabei hat er aber wie andere europäische Börsenplätze einen guten Teil der frühen Gewinne wieder eingebüsst und tendiert weiter nach unten. Das Geschäft am grossen Verfall bleibe von einer gewissen Nervosität geprägt, hiess es in Handelskreisen. Die Stimmung der Investoren sei derzeit verschiedensten Einflüssen und grösseren Schwankungen unterworfen.
Stützend dürften sich die koordinierten Interventionen am Devisenmarkt durch die Finanzminister und Notenbankpräsidenten der G7 auswirken, welche einer weiteren Aufwertung des Yen entgegenwirken. Die Kurse seien zudem jetzt wieder günstig, was Schnäppchenjäger angezogen habe. Allerdings blieben die zahlreichen Unsicherheitsfaktoren weiterhin sehr präsent. Ein Belastung ist aktuell die sich anbahnende Eskalierung in Libyen, sollte sich dort die internationale Gemeinschaft unter Waffengewalt in den Konflikt Ghadhafi gegen den grossen Rest von Libyen einmischen.
Bis um 12.05 Uhr verliert der SMI 0,08% auf 6'016,51 Punkte und der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) rückt um 0,60% vor auf 974,44 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) um 0,53% auf 5'543,16 Punkte zu.
Die atomare Katastrophe in Japan werden aktuell zwar noch nicht als grosse Bedrohung für die Weltwirtschaft empfunden, gelinge aber nicht bald eine klare Eingrenzung der Schäden und komme es in der Folge zu grösserem Strahlenaustritt aus einem Atomkraftwerk, könne dies schnell ändern, hiess es weiter im Handel.
Actelion (+3,7%) behaupten nach wie vor die Spitze. Die Bank Vontobel hat Actelion auf "Buy" von "Hold" hochgestuft und das Kursziel auf 72 von 50 CHF angehoben. Es gebe verschiedene Gründe die Aktie zu kaufen, hiess es dort zur Begründung. Unter anderem erwartet die Bank positive Impulse von Studiendaten aus der Produktepipeline von Actelion. Aber auch der Umstand, dass das Unternehmen Goldman Sachs engagiert habe, wird als stützend hervorgehoben. Möglicherweise sei dies geschehen, um einen so genannten weissen Ritter gegen die Pläne von Grossaktionär Elliott zu finden.
Dahinter weisen Clariant (+2,9%), Kühne+Nagel (+2,4%), Petroplus (+2,6%) und Swatch (+2,5%) Gewinne von über 2% aus.
Ebenso Swiss Life (+2,3%), während Swiss Re (+1,5%) den Schwung aus der Eröffnungsphase nicht ganz mitnehmen konnten. Swiss Re sind von Barclay auf "Equalweight" hinauf gestuft worden, nachdem die Bank ihre Schätzungen für die gesamte Rückversicherungsbranche nach der Katastrophe in Japan überarbeitet hat. Swiss Re sei mit seiner Bilanz und dem Überschusskapital am besten positioniert, um von der Erneuerungsrunde im April und möglicherweise auch noch im Mai und Juni zu profitieren und den dortigen Versicherern Kapital zur Verfügung zu stellen.
Überdurchschnittlich fest zeigen sich ausserdem Transocean (+1,9%), SGS (+1,7%), Julius Bär (+1,7%) oder ABB (+1,3%).
Mit einem Plus von 0,2% stehen Nestlé relativ weit hinten. ING hat das Kursziel für Nestlé leicht reduziert, die Kaufempfehlung aber bestätigt. Die Aktie scheine nach dem jüngsten Abschwung überverkauft, heisst es dazu.
Für das Schlusslicht Sonova (Aktie -1,2%) hat im Anschluss an die Gewinnwarnung vom vergangenen Mittwoch mit der Citigroup ein weiteres Institut das Kursziel gesenkt, nämlich auf 120 von 144 CHF. Allerdings bleibt die Citigroup bei der Einstufung "Buy". Sonova können sich damit nicht vom massiven Einbruch vom Mittwoch erholen.
Weiter stehen UBS (-0,7%) und CS (-0,2%) oder Holcim (-0,5%) im roten Bereich.
Im breiten Markt ziehen Publigroupe nach dem Jahresergebnis um 6,9% kräftig an. Die operativen Fortschritte der Werbevermarkterin im vergangenen Jahr werden am Markt positiv aufgenommen.
Schmolz+Bickenbach (+0,1%) legen nach den Jahreszahlen nur leicht zu. Von Analysten wird vor allem die geplante Kapitalerhöhung zur Umwandlung der Hybridanleihe in Eigenkapital negativ eingestuft.
cf/ps

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