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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstagmittag weiterhin solid im Plus. Nach freundlichem Beginn sind die Kurse im Verlauf des Vormittags zuerst etwas zurückgekommen, zuletzt aber wieder leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich der Gesamtmarkt aber wenig bewegt. Das Börsensentiment sei derzeit allgemein freundlich, nachdem die amerikanische Notenbank am Vorabend ein vorläufiges Festhalten an der Tiefzinspolitik signalisiert habe, hiess es am Markt.
Angesichts des Spannungsfeldes zwischen guten Unternehmenszahlen aus den USA und dafür negativen Nachrichten zur Inflation sowie vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten um eine mögliche Umschuldung Griechenlands könnten sich die Märkte in naher Zukunft aber weiter im Zick-Zack-Kurs bewegen, so die Einschätzung einer internationalen Grossbank. Erst auf mittlere Frist dürften dann die positiven Faktoren Oberhand gewinnen.
Der Leitindex SMI steht um 12.00 Uhr 0,41% höher bei 6'499,13 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,46% auf 1'032,98 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,36% auf 5'976,24 Punkte.
Bezüglich SMI stellt sich derzeit die Frage, ob er in den kommenden Monaten im Vergleich mit anderen wichtigen Börsenplätzen weiterhin eine Underperformance zeigen wird. Händler befürchten, dass die im SMI stark gewichteten defensiven Papiere in den nächsten Monaten stagnieren könnten, weil viele Marktteilnehmer Zykliker und Trendwende-Kandidaten bevorzugen.
Logitech verzeichnen um die Mittagszeit ein Minus von noch 0,3%, womit ein Teil der frühen Verluste wieder aufgeholt wurde. Das am Morgen vorgelegte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2010/11 hat vor allem bei der Gewinnentwicklung die Erwartungen enttäuscht. Das für das Schlussquartal vorgelegte Ergebnis liegt noch einmal unter den vor kurzem gesenkten firmeneigenen Prognosen. Nicht überraschend wurden auch die Prognosen für das Geschäftsjahr 2011/12 nach unten revidiert.
In Marktkreisen wird immerhin darauf hingewiesen, dass die Differenz zwischen den effektiven Zahlen und den Erwartungen nicht zuletzt auf ausserordentliche Abschreibungen zurückzuführen sei. Dass der Kurs nicht noch stärker unter Druck steht, wird ausserdem mit der bereits sehr schwachen Performance der vergangenen zwei Monate erklärt.
Nobel Biocare (+1,7%) gehören als zweiter Blue Chip, der Zahlen vorgelegt hat, zur Spitzengruppe im SMI/SLI-Tableau. Das Quartalsergebnis hat zwar ebenfalls die Erwartungen auf Gewinnstufe verfehlt, da es durch die Katastrophe in Japan und den CEO-Wechsel beeinträchtigt wurde. Die Umsatzentwicklung wird aber von einigen Analysten gelobt. Das Ergebnis deute auf eine langsame Erholung hin, was Hoffnung aufkommen lasse, hiess es etwa. Und auch der Arbeitsbeginn des neuen CEO ab Mai sollte für neuen Wind sorgen.
Mit Abstand Spitzenreiter sind ABB (+3,8%), welche die frühen Gewinne noch weiter ausgebaut haben. Die am Vortag publizierten Quartalsergebnisse geben weiteren Rückenwind und haben neue, positive Analystenkommentare und Aufstufungen zur Folge gehabt. ABB befinden sich aktuell auf einem Jahreshoch und kosten so viel wie seit dem dritten Quartal 2008 nicht mehr.
In der erweiterten Kopfgruppe der Bluechips befinden sich auch Swiss Re (+1,8%), ZFS (+1,4%) und Syngenta (+1,3%). Die Versicherungen (Swiss Life +0,9%, Bâloise +0,8%) werden damit den Banken vorgezogen.
Julius Bär (-0,6%) und CS (-0,4%) stehen nämlich im Minus, während UBS (+0,1%) nur knapp in der Gewinnzone stehen. Die Reden des VR-Präsidenten und des CEO anlässlich der aktuell laufenden Generalversammlung haben keine grossen Wellen geworden. Die GV der Credit Suisse folgt am Freitag.
Die eingangs erwähnte These der schwächelnden defensiven Schwergewichte wird aktuell von Nestlé (-0,4%) und Novartis (-0,1%) gestützt, wogegen sich Roche (+0,7%) klarer ins Plus geschoben haben. Nestlé würden zudem etwas unter den Zahlen des Konkurrenten Unilever leiden, heisst es.
Im breiten Markt fallen Myriad (+5,7%) mit einem starken Plus auf, nachdem mit Telefonica Moviestar einen Fünfjahresvertrag für "Myriad Social Networking Services" abgeschlossen werden konnte. Meyer Burger legen nach einem weiteren Grossauftrag um 0,8% zu. Nach Zahlen fallen Bucher Industries (-1,2%) leicht und ADB (-9,6%) massiv zurück. Also-Actebis (+0,6%) ziehen dagegen leicht an.
cf/uh

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