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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse zeigt sich am Dienstag zur Mittagszeit weiter leicht fester. Der hiesige Markt kann vor allem dank Sektorstudien und einer damit verbundenen Nachfrage nach den Indexschwergewichten Nestlé sowie nach UBS stärker zulegen als andere europäische Handelsplätze. Unternehmensnews der grossen Firmen gibt es kaum, dafür haben zahlreiche Firmen aus der zweiten Reihe ihre Abschlüsse präsentiert.
Grosses Thema seien allerdings weiterhin die Rohölnotierungen. Zwar kam es im asiatischen Handel zu einigen Gewinnmitnahmen, doch sind die Notierungen weiter hoch. Man befürchte im Markt, dass die Unruhen in Libyen auf andere wichtige Ölstaaten wie Saudiarabien oder Kuwait übergreifen könnten, hiess es. Die steigenden Ölpreise könnten zu einer Belastung für die Konjunktur werden, falls die Entwicklung länger anhält.
Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12.00 Uhr 0,60% höher auf 6'534,55 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt derweil um 0,60% auf 1'051,64 Stellen zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,59% auf 5'925,41 Punkte.
Gesucht sind am Berichtstag weiterhin vor allem zyklische Valoren. Die prozentual grössten Avancen im SMI/SLI verzeichnen Holcim (+1,5%), die laut Händlern von Aussagen des Mitbewerbers Italcementi profitieren, dessen Management den Boden in der Zementbranche erreicht sieht. Unter den konjunktursensitiven Titeln legen im Zuge hoher Rohölkurse Transocean und Petroplus beide je 1,4% zu. Weitere grössere Gewinner unter den Zyklikern sind Geberit (+1,1%).
Finanztitel ziehen ebenfalls deutlicher an, nachdem diese Werte am Vortag europaweit etwas im Angebot gelegen hatten. UBS (+1,3%) und etwas weniger CS (+0,8%) könnten von einer Sektorstudie von JP Morgan profitieren, hiess es im Handel. In der Studie werden die europäischen Investmentbanken als die grossen Gewinner regulatorischer Arbitrage-Möglichkeiten bezeichnet.
Auch die Versicherungen liegen mit Swiss Re (+1,3%), Bâloise (+1,2%), Swiss Life (+0,8%) oder ZFS (+0,7%) gut im Rennen. Bei Swiss Re werde weiterhin spekuliert, dass die Schadenschätzungen für das Erdbeben in Neuseeland von 800 Mio USD sich als zu vorsichtig erweisen könnten, so Marktbeobachter.
Defensive Titel stehen für Morgan Stanley im Zuge eines sich verschlechternden Chancen-/Risiko-Verhältnisses wieder im Vordergrund. So wurde defensive Branchen auf "neutral" hochgestuft, darunter der Telekom-Sektor sogar auf "maximum overweight". Davon würden Nestlé (+1,2%) deutlich profitieren, hiess es im Handel. Die Nahrungsmittelwerte sind damit für rund die Hälfte der Avancen des Leitindexes verantwortlich. Swisscom (+0,7%) können ebenfalls etwas überdurchschnittlich zulegen.
Zurückhaltender zeigen sich die Anleger indessen in Roche (+0,2%). In Novartis (-0,2%) wird im späteren Tagesverlauf eine Empfehlung der vorberatenden Kommission der US-Gesundheitsbehörde zum Zulassungsantrag für Arcapta Neohaler/Onbrez Breezhaler erwartet. Im Trend bewegen sich u.a. Givaudan, Syngenta, ABB, und Adecco mit Gewinnen um 0,4-0,6%.
Prozentual grösste Verlierer im SMI/SLI sind zur Berichtszeit Clariant (-1,1%). Gewinnmitnahmen erfolgen nach den Vortagesavancen im Zuge der überraschenden Übernahme von Bulgari durch LVMH in Richemont (-1,0%) und (etwas weniger) in Swatch (-0,2%).
Bei Actelion (-0,4%) hat die Übernahmefantasie weiter nachgelassen. Der Grossaktionäre Rudolf Maag hatte sich am Vortag in einer Mitteilung vollumfänglich hinter das Management gestellt.
Im breiten Markt profitieren Weatherford (+2,9%) von den Ölpreisen und der noch diesen Monat stattfindenden Aufnahme in den SLI. AFG (+2,4%) haben die Konsenserwartungen der Analysten übertroffen, ausserdem wurde ein neuer CEO bekannt gegeben. Die Trendwende beim Umsatz erwartet dieses Jahr Charles Vögele (+5,2%). Auch Schulthess (+7,6%) hat mit den Zahlen die Erwartungen übertroffen. Die Zahlen der VZ Holding (+0,9%) fielen ungefähr im Rahmen der Schätzungen aus. Ebenfalls ihren Abschluss vorgelegt haben die Immobilienunternehmen Mobimo (+0,7%) und Peach Property (+3,9%).
rt/uh

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