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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Freitag zur Mittagszeit weiter leicht im Minus, wobei sich der Leitindex SMI bisher in einer relativ engen Bandbreite von knapp 40 Punkten bewegt. Laut Händlern drückt weiter vor allem die Angst vor einer verstärkten Abschwächung der Konjunktur in den USA und in Europa auf die Stimmung. Nachdem es vor kurzem noch so ausgehen habe, dass der SMI aus dem Band von 6'000 bis 6'500 Punkten nach oben ausbrechen könne, sei davon nun nicht mehr die Rede, heisst es.
Für eine kurzfristig etwas bessere Laune sorgte der um 10 Uhr veröffentlichte deutsche Ifo-Index, der besser ausgefallen ist als erwartet. Die überraschend robuste Lageeinschätzung der deutschen Unternehmen im September habe den europäischen Aktienmärkten einen kleinen Aufwärtsschub besorgt, der dann allerdings schon bald wieder verpufft sei, hiess es. Eingegrenzt werden die Verluste hierzulande von Novartis, die nach schlechten News für einen Konkurrenten gesucht sind.
Das Leitindex SMI notiert kurz nach Mittag 0,34% tiefer auf dem Stand von 6'281,73 Punkten, das laufende Wochenminus steht damit bei rund 1,7%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt derweil um 0,55% auf 961,32 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,28% auf 5'568,33 Zähler.
Von Unternehmensseite gibt es nur sehr wenige News. Der Fokus bleibe auf internationale Konjunkturdaten gerichtet, heisst es im Markt. So könnte es am Nachmittag noch Impulse aus den USA geben, wo weitere Indikatoren zur Veröffentlichung anstehen. Aufgrund der derzeitigen Futures-Kurse ist in den USA mit einer leichten Erholung zum Handelsbeginn zu rechnen.
Zu den schwächsten Werten hierzulande gehören aufgrund der Konjunktursorgen und der Nervosität an den Finanzmärkten erneut die Grossbanken. Ausserdem gehen immer mehr Marktteilnehmer davon aus, dass die Banken ein sehr schwieriges drittes Quartal hinter sich haben und im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbussen erlitten haben dürften. Credit Suisse und UBS büssen zur Berichtszeit 1,6% bzw. 1,0% ein.
Aber auch Julius Bär (-1,5%) neigen zur Schwäche. Am Tabellenende sind allerdings SGS (-3,3%), wo es nach der Festlegung von neuen Firmenzielen Anfang Woche zu weiteren Gewinnmitnahmen kommt, zudem die zyklischen Petroplus (-3,0%) und Adecco (-1,8%). Der Personaldiensleister hatte gestern anlässlich von Investorentagen seine Ziele zwar bestätigt. Investoren glauben aber, dass Adecco aufgrund der hohen Abhängigkeit von den USA und Frankreich schlechter als andere europäische Mitbewerber aufgestellt sei-
Positiv in Szene setzen können sich dagegen die Papiere des Pharmakonzerns Novartis (+1,6%). Marktbeobachter verweisen dabei auf den Rückschlag beim deutschen Mitbewerber Merck im Rennen um die erste Multiple-Sklerose-Behandlung in Europa in Tablettenform. Das sei zwar eine Enttäuschung für Merck, aber eine gute Nachricht für Novartis, schreibt die Bank Vontobel in einer Stellungnahme. Der am Berichtstag ebenfalls kommunizierte Verkauf der US-Rechte am Medikamente Enablex an eine irische Firma für 400 Mio USD wird hingegen als mehr oder weniger kursneutral eingestuft. Weiter gehen dagegen die (Verleider)-Verkäufe bei Roche (-1,6%). Immer mehr Investoren scheinen von Roche in Novartis umzuschichten, heisst es im Markt.
Stärkster Wert sind zur Berichtszeit allerdings Kühne+Nagel (+2,6%). Der Logistik-Dienstleister führt am (heutigen) Freitag ebenfalls einen Investorentag durch. Baloise (+1,3%) profitieren von einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs im Rahmen einer Branchenstudie. Zudem kursieren seit Mittwoch Gerüchte um ein Übernahmeinteresse der deutschen Allianz, nachdem sich diese von zwei Schweizer Töchtern getrennt hatte.
Im breiten Markt zeigen sich AFG (+2,2%) freundlich. Zurückgeführt wird das auf positikve Aussagen des Firmenchefs Edgar Oehler. "Wir sind besser unterwegs als erwartet", meinte er in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Bilanz. Grössere Gewinne gibt es ansonsten noch für Edisun (+4,2%), Santhera (+3,5%) oder New Venturetec (+2,0%), schwache präsentieren sich u.a. Dottikon ES (-4,2%) oder Orascom (-2,7%).
uh/ps

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