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Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag auf der Basis vorbörslicher Indikationen fester eröffnen. Positive Vorgaben von der Wall Street sollten dem hiesigen Markt Raum für Kursgewinne geben, hiess es unter Marktbeobachtern. Die Kurse an den US-Börsen drehten am Vorabend im Anschluss an die Zinsentscheidung der US-Notenbank erholt und ins Plus gedreht.
Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial (DJIA) lag am Morgen gegenüber dem Europa-Schluss rund 1,3% höher und in Tokio schloss der Nikkei-225-Index ebenfalls fest.
Im Fokus des Interesses der Anleger stehen heute Lonza mit dem 2009er Abschluss. Daneben gibt es unter anderem News von Roche und Bâloise. Zudem haben zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe Zahlen vorgelegt. In der zweiten Handelshälfte wiederum stehen zahlreiche Abschlüsse von US-Unternehmen sowie US-Makrodaten auf dem Programm.
Der vörbörslich von Clariden Leu berechnete SMI steigt bis um 08.20 Uhr um 0,87% auf 6'529,61 Punkte.
Das Ergebnis 2009 von Lonza (+1,6%) wird vom Markt positiv aufgenommen. Der Life-Science-Konzern hat mit dem Abschluss die Prognosen der Analysten ausser beim Umsatz übertroffen. Für die Zukunft zeigt sich das Management des Life-Science-Konzerns trotz eines anhaltend unstabilen Umfelds optimistisch, was die eigenen Möglichkeiten betrifft. Die Life-Sciences-Wachstumstrategie werde weiterhin langfristiges Wachstum generieren. Der Trend aus dem ermutigenden Q1 2010 werde aber nicht über das ganze Jahr anhalten. Es wird ein Gewinn 2010 auf etwa Vorjahreshöhe in Aussicht gestellt.
Roche (+1,0%) profitiert von einer wichtigen Indikationserweiterung für Herceptin. Das Medikament ist von der EU-Kommission für die Therapie von HER2-positivem, metastasierendem Magenkrebs zugelassen worden. Bisher war es zur Therapie von HER2-positivem Brustkrebs verfügbar. Roche rechnet auch in anderen Regionen der Welt demnächst mit einer Erweiterung der Zulassung. Auch Novartis (+0,8%) sind gesucht. Unter den weiteren Indexschwergewichten avancieren Nestlé ebenfalls um 0,8%.
Avancen in einer Grössenordnung von 0,8-0,9% gibt es zudem für die meisten anderen Valoren, so auch bei den am Vortag arg unter Druck geratenen Banken.
Unter den SLI-Titeln machen Bâloise in Deutschland vorwärts. Der Versicherer hat im Streit um die Entflechtung seiner Deutscher-Ring-Tochtergesellschaften vom Deutschen Ring Krankenversicherungsverein die Initiative ergriffen und baut für ihre beiden Töchter eine neue, zusätzliche Vertriebsorganisation auf. Allerdings bleibe die bisherige Vertriebsorganisation der drei DR-Gesellschaften nebenher erhalten.
Im breiten Markt richtet sich die Aufmerksamkeit unter anderem auf Acino. Das Pharmaunternehmen hat 2009 mit dem Umsatz die Prognosen genau getroffen haben und erwartet einen Rekordgewinn. Ebenfalls eine Punktlandung im Vergleich zu den Umsatzschätzungen hingelegt hat Winterthur Technologie.
Schlimmer getroffen hat die Krise Schlatter. Das Unternehmen berichtete über einen Umsatz- und Bestellungseinbruch um knapp die Hälfte. Auch CPH musste 2009 einen Umsatzrückgang hinnehmen; der EBIT soll deutlich tiefer ausfallen. Mikron rapportiert ebenfalls einen massiv tieferen Umsatz, was sich in einem hohen negativen EBIT niederschlagen soll.
rt/uh

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